Aktien fallen und Ölpreis übersteigt 115 Dollar, während die Befürchtungen vor einem Krieg mit dem Iran zunehmen
Die globalen Märkte begannen die Woche im Risk-Off-Modus: Aktien fallen, Öl steigt, und die Anleger preisen zunehmend einen länger andauernden Konflikt um den Iran ein. Die jüngste Verkaufswelle wurde durch die stärkere Verwicklung der vom Iran unterstützten Houthis in den breiteren Nahostkonflikt und durch die Ausweitung der US-Militärpräsenz in der Region ausgelöst.
Höhepunkte
- Die Sorte Brent stieg auf über $115 pro Barrel und verstärkte die Befürchtungen eines neuen Energieschocks.
- Der Nikkei 225 fiel um 4,5 % bis 4,7 %, während der Kospi 4,1 % verlor, was das Ausmaß der Abkehr von Risikoanlagen unterstreicht.
- Die Anleger stellen sich zunehmend auf einen längeren Konflikt ein und nicht auf eine kurze lokale Episode.
- Die US-amerikanischen und europäischen Futures deuten auf weiteren Druck hin, was darauf hindeutet, dass sich der Ausverkauf weit über die Region hinaus ausbreiten könnte.
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Öl steigt, während Aktien an Unterstützung verlieren
Nach Angaben von Bloomberg war das wichtigste Marktsignal am Montag ein weiterer Anstieg der Ölpreise. Die Sorte Brent kletterte um etwa 2,9 % auf 115,27 bis 115,75 $ je Barrel, während die US-Sorte WTI über 102 $ gehandelt wurde. Damit hat Brent dem Bericht von Yahoo Finance zufolge seit Jahresbeginn um etwa 90 % zugelegt, während andere Quellen schätzen, dass der Ölpreis seit Beginn des Konflikts selbst um mehr als 50 % gestiegen ist. Der Markt preist eindeutig das Risiko von Versorgungsunterbrechungen und eines länger anhaltenden Energieschocks ein.
Vor diesem Hintergrund verstärkte sich der Druck auf die asiatischen Aktien. Der japanische Nikkei 225 fiel um 4,5 % bis 4,7 %, der südkoreanische Kospi verlor 4,1 %, und der breitere regionale Aktienindex fiel auf den niedrigsten Stand des Jahres. Die Futures auf die US-Aktienindizes deuteten ebenfalls auf eine schwache Eröffnung hin und bestätigten, dass der Ausverkauf nicht mehr nur eine lokale Reaktion auf die Ereignisse im Nahen Osten ist, sondern sich zu einer breiteren Neubewertung der globalen Wachstumserwartungen entwickelt.
Die Geopolitik schreibt das Marktdrehbuch um
Noch vor ein paar Wochen ging ein Teil des Marktes davon aus, dass der Konflikt begrenzt und von kurzer Dauer sein würde. Diese Ansicht schwindet nun. Der Eintritt der Houthis als aktive Konfliktpartei zwang die Anleger dazu, das Basisszenario umzuschreiben: Statt eines kurzen Schocks ziehen die Märkte zunehmend die Möglichkeit eines länger andauernden Krieges in Betracht, der sowohl die Inflation als auch das Wachstum belasten würde.
Zusätzliches Unbehagen wird durch Berichte über neue US-Truppenverlegungen in den Nahen Osten und durch Berichte des Wall Street Journal geschürt, wonach Präsident Donald Trump eine Operation zur Beschlagnahme von angereichertem Uran im Iran in Erwägung zieht, obwohl noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Für die Märkte ist dies nicht nur als militärisches Risiko von Bedeutung, sondern auch als ein Faktor, der die Energiepreise länger hoch halten könnte, als die Anleger noch Mitte März erwartet hatten.
Energieschock wird zum nächsten Risiko für das globale Wachstum
Die wichtigste Frage ist jetzt nicht nur, wie tief die derzeitige Aktienkorrektur werden kann, sondern ob der Ölpreisanstieg zu einem breiteren makroökonomischen Schlag wird.
Ein Brent-Preis von über 115 $, ein Rückgang des Nikkei um fast 5 % und ein Rückgang des Kospi um mehr als 4 % deuten darauf hin, dass die Anleger begonnen haben, das Risiko sowohl einer schnelleren Inflation als auch eines langsameren Wachstums ernsthaft einzupreisen.
Wenn sich der Konflikt in die Länge zieht, müssen die Märkte möglicherweise ihre Erwartungen in Bezug auf Unternehmensgewinne, Zinssätze und die Widerstandsfähigkeit der weltweiten Nachfrage revidieren.
In einem früheren Bericht haben wir darauf hingewiesen, dass die Ölpreise fallen, da Trump die Frist für die iranischen Energiestreiks verlängert.
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