Mykhailo Ihnatenko

AMD legt durch KI-Wachstum zu, während Insider-Verkäufe Sorgen bereiten

AMD legt durch KI-Wachstum zu, während Insider-Verkäufe Sorgen bereiten
AMD legt durch KI-Wachstum zu, während Insider-Verkäufe Sorgen bereiten

​AMD baut seine Position im Bereich der KI-Infrastruktur weiter aus, doch die Rallye der Aktie wird von erheblichen Insider-Verkäufen und Anzeichen einer nachlassenden Aufwärtsdynamik begleitet.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Einer der Haupttreiber für die vorbörsliche Rallye war eine Vereinbarung zwischen AMD und Rackspace zur Bereitstellung von 30 MW KI-Infrastruktur auf Basis von AMD-Lösungen. Das Projekt wird bis 2028 in mehreren Phasen umgesetzt und stärkt die Position des Unternehmens im Markt für KI-Computing in Unternehmen.

Die Insider-Aktivitäten verdienen jedoch besondere Aufmerksamkeit. In den letzten zwei Monaten haben AMD-Führungskräfte und nahestehende Personen Unternehmensaktien im Wert von etwa 140,57 Millionen US-Dollar verkauft.

Es ist wichtig anzumerken, dass Insider-Verkäufe nicht zwangsläufig auf Probleme innerhalb des Unternehmens hindeuten. Führungskräfte diversifizieren oft ihre Bestände nach einem starken Anstieg des Aktienkurses.

Dennoch deutet die Tatsache, dass sich die Verkäufe nahe lokaler Höchststände intensiviert haben, darauf hin, dass einige Mitglieder des Managements es vorziehen, Gewinne auf dem aktuellen Niveau zu sichern.

Dies könnte zusätzliche Verkäufe bei Privatanlegern und Investoren auslösen.

AMD sieht sich wachsenden Korrekturrisiken gegenüber 

Nach dem Erreichen eines neuen Allzeithochs sah sich die AMD-Aktie aktiven Gewinnmitnahmen gegenüber und fiel auf 507,25 $. Nach der Nachricht über die Rackspace-Vereinbarung stieg die Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als 2,5 %.

Es fällt AMD zunehmend schwerer, neue Rekordhochs zu erreichen, da sich beim RSI (14) eine wachsende bärische Divergenz abzeichnet. Zudem notiert die Aktie mehr als 100 % über ihrem einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (SMA) – ein Zustand, der historisch gesehen oft Korrekturen vorausging.

Die nächste Unterstützung liegt bei 500 $. Ein Durchbruch unter dieses Niveau könnte den Rückgang in Richtung des nächsten lokalen Unterstützungsbereichs bei 480 $ beschleunigen.

Nach der Zinsentscheidung der Federal Reserve wird heute eine erhöhte Volatilität erwartet, wobei in der zweiten Hälfte der Handelssitzung mit erheblichen Kursschwankungen zu rechnen ist.

In der Sommerperiode sind aufgrund geringerer Liquidität schärfere Kursbewegungen möglich. Sollte sich ein großer Verkäufer zu Gewinnmitnahmen entschließen, könnten solche Verkäufe den Aktienkurs erheblich unter Druck setzen.

Der nächste Test für AMD steht im August an 

Das Hauptrisiko für AMD ist nicht das Geschäft selbst, sondern die Markterwartungen.

Das Unternehmen profitiert weiterhin von der wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Die aktuelle Bewertung preist jedoch bereits eine signifikante Expansion der Segmente Datenzentrum und Künstliche Intelligenz von AMD ein.

Infolgedessen wird der anstehende Quartalsbericht Ende August nicht nur im Hinblick auf das Umsatzwachstum wichtig sein, sondern auch dafür, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen der Anleger mit greifbaren Finanzergebnissen rechtfertigen kann.

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