Traders Union-Studie: 58 % der Krypto-Investoren sind mit Betrug konfrontiert worden
Mehr als die Hälfte der Krypto-Investoren ist bereits mit Betrugsmaschen in Berührung gekommen, doch nur ein kleiner Teil prüft Projekte regelmäßig vor einer Investition. Eine neue Studie der Traders Union zeigt, dass viele Marktteilnehmer sich der Risiken zwar bewusst sind, grundlegende Schutzmaßnahmen jedoch nicht immer anwenden.
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Laut der Studie „How Do Crypto Investors Protect Themselves From Scams?“ waren 58 % der Investoren in den letzten 12 Monaten mit Betrugsversuchen konfrontiert. Gleichzeitig prüfen nur 23 % vor einer Investition konsequent das Projektteam, Smart-Contract-Audits, die Tokenomics und die Sicherheit der Börse. Dies verdeutlicht eine Kluft zwischen dem Risikobewusstsein der Anleger und ihrem tatsächlichen Handeln.
Phishing bleibt die Hauptbedrohung
Phishing war die häufigste Form des Betrugs. Gefälschte Websites, betrügerische E-Mails oder Links zum Entleeren von Wallets begegneten 46 % der Befragten.
Weitere 33 % der Investoren berichteten von gefälschten Token-Launches, während 29 % von Rug Pulls berichteten, bei denen Projektentwickler die Liquidität abziehen oder mit den Geldern der Nutzer verschwinden. Gefälschte Social-Media-Accounts wurden von 27 % der Befragten genannt, Fake-Airdrops von 24 % und Deepfake-Promotionen von 18 %.
Analysten stellen fest, dass klassische Schemata wie Phishing immer noch häufiger vorkommen als KI-basierter Betrug. Dennoch entwickeln sich Deepfakes, manipulierte Videos und der Identitätsdiebstahl bekannter Persönlichkeiten zu einem immer ernsthafteren Problem für den Kryptomarkt.
Erfahrung senkt das Verlustrisiko
Die Studie zeigte auch, dass die Erfahrung der Anleger einen starken Einfluss auf das Schutzniveau hat. Unter den Nutzern mit weniger als zwei Jahren Erfahrung hatten 41 % Geld durch Betrug verloren. In der Gruppe mit zwei bis fünf Jahren Erfahrung lag dieser Wert bei 26 %.
Unter den Investoren, die seit mehr als fünf Jahren am Markt sind, meldeten 17 % Verluste. Laut Traders Union prüfen erfahrenere Marktteilnehmer Projekte häufiger, sind vorsichtiger bei Versprechen hoher Renditen und können verdächtige Schemata besser erkennen.
Gleichzeitig hilft Selbstvertrauen nicht immer weiter. 74 % der Befragten glauben, Krypto-Betrug identifizieren zu können. Doch unter ihnen hatten 37 % bereits Geld an betrügerische Projekte oder Plattformen verloren.
Warum Investoren immer noch auf Betrug hereinfallen
Der Studie zufolge nutzen Krypto-Betrüger nicht nur technische Tricks, sondern auch psychologischen Druck. Sie erzeugen ein Gefühl der Dringlichkeit, versprechen garantierte Gewinne, nutzen gefälschte Bewertungen, Schein-Partnerschaften und Influencer-Werbung.
FOMO, die Angst, etwas zu verpassen, spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Sie führt dazu, dass Investoren Entscheidungen schneller treffen und Projektdetails seltener prüfen. Infolgedessen handeln selbst Nutzer, die um die Risiken wissen, manchmal impulsiv.
Traders Union stellt fest, dass Finanzwissen allein nicht immer vor Betrug schützt. Echter Schutz erfordert regelmäßige Informationsprüfungen, Skepsis gegenüber Angeboten, die „zu gut sind, um wahr zu sein“, und Disziplin vor jeder Investition.
Zuvor veröffentlichte Traders Union bereits eine Untersuchung darüber, wie Trader KI beim Handel einsetzen.
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