US-Aktienfutures geben nach, da Iran-Spannungen die Ölpreise steigen lassen
Die US-Aktienfutures tendierten am Mittwoch etwas schwächer, da Anleger eine erneute Eskalation im US-Iran-Konflikt gegen die Unsicherheit über die Politik der Federal Reserve abwogen. Die Bewegung folgte auf einen schwächeren Dienstag, an dem ein kurzes Rekordhoch im Dow Verlusten bei den wichtigsten Indizes wich.
Höhepunkte
- S&P 500-Futures fielen um 0,15 %, Dow-Futures sanken um 0,39 %.
- Der Ölpreis stieg nach US-Angriffen auf den Iran und erneuten Risiken rund um die Straße von Hormus.
- Das Fed-Protokoll ist das nächste Schlüsselereignis für Anleger, die den Zinsausblick beobachten.
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S&P 500-Futures fielen um 0,15 % auf 7.539,75, Dow Jones-Futures sanken um 0,39 % auf 52.987,00 und Nasdaq 100-Futures gaben um 0,12 % auf 29.356,50 nach. Der moderate Rückzug zeigte, dass Anleger nicht fluchtartig aus Risikoanlagen ausstiegen, aber vorsichtiger wurden, da die Ölpreise stiegen und der Druck am Anleihenmarkt zurückkehrte, berichtet Yahoo Finance.
Geopolitische Risiken kehren an den Markt zurück
Der jüngste Druck entstand, nachdem US-Streitkräfte am späten Dienstag als Reaktion auf Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus eine Reihe von Schlägen gegen den Iran durchführten. Die Wasserstraße ist eine kritische Route für weltweite Energielieferungen, weshalb jede Störung dort schnell auf Ölpreise, Inflationserwartungen und die Stimmung am Aktienmarkt durchschlagen kann.
Das US-Finanzministerium widerrief zudem eine Lizenz, die dem Iran den weltweiten Ölexport erlaubt hatte, was eine weitere Sorge um das Angebot schuf – zu einem Zeitpunkt, als Händler erst kürzlich begonnen hatten, ruhigere Bedingungen im Nahen Osten einzupreisen.
Fed-Protokolle rücken in den Fokus
Anleger warten zudem auf das Protokoll der Fed-Sitzung vom Juni, das am Mittwochnachmittag veröffentlicht wird. Die Zentralbank hielt die Zinsen bei dieser Sitzung stabil, und Händler werden nach Anzeichen dafür suchen, wie die Beamten höhere Energiepreise, schwächere Wirtschaftsbereiche und weiterhin erhöhte Inflationsrisiken gewichten.
Die Sitzung am Dienstag zeigte bereits erste Belastungen. Der Dow Jones fiel um mehr als 100 Punkte, nachdem er kurzzeitig ein Rekord-Intraday-Hoch erreicht hatte. Der S&P 500 verlor 0,5 %, während der Nasdaq Composite um 1,2 % einbrach, belastet durch Schwäche bei Halbleiteraktien.
Ein vorsichtiger Auftakt nach einer überfüllten Rallye
Der Rückgang der Futures ist nicht groß, aber der Zeitpunkt ist entscheidend. US-Aktien notierten nahe Rekordniveaus, was die Indizes anfälliger für plötzliche Verschiebungen bei Ölpreisen, Zinserwartungen und geopolitischen Risiken macht.
Höhere Rohölpreise können die Aufgabe der Fed erschweren, indem sie auf Kraftstoffkosten und Inflationserwartungen zurückwirken. Das ist besonders für Wachstumsaktien von Bedeutung, da diese empfindlicher auf Renditeänderungen reagieren. Dies erklärt auch, warum die Nasdaq-Futures nachgaben, obwohl der breitere Marktrückzug begrenzt blieb.
Vorerst signalisiert der Markt eher Vorsicht als Panik. Sollte der Ölpreis jedoch weiter steigen oder das Fed-Protokoll auf eine restriktivere Haltung hindeuten, könnte sich der kleine Futures-Rückgang vom Mittwoch zu einem breiteren Test des Risikoappetits der Anleger entwickeln.
Zuvor berichteten wir, dass die Ölpreise steigen, nachdem die USA neue Angriffe auf den Iran gestartet haben.
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