Trump sagt, Iran-Waffenstillstand ist faktisch am Ende

Trump sagt, Iran-Waffenstillstand ist faktisch am Ende
Trump sagt, Iran-Waffenstillstand ist beendet

Präsident Donald Trump erklärte, dass der US-Waffenstillstand mit dem Iran faktisch beendet sei, was das Risiko eines erneuten Konflikts zwischen Washington und Teheran drastisch erhöht. Seine Äußerungen fielen, nachdem US-Streitkräfte neue Angriffe auf den Iran geflogen hatten und das Finanzministerium Schritte unternahm, um iranische Ölverkäufe zu blockieren, was die Energiemärkte nach oben trieb.

Höhepunkte

  • Trump erklärte, dass der US-Waffenstillstand mit dem Iran faktisch beendet sei.
  • Die USA griffen den Iran nach Attacken auf drei Schiffe in der Straße von Hormus an.
  • Washington widerrief eine Ausnahmegenehmigung, die iranische Ölverkäufe erlaubt hatte.
  • Gespräche könnten fortgesetzt werden, aber das Interimsabkommen steht nun unter massivem Druck.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Am Mittwoch sagte Trump in Ankara an der Seite von NATO-Generalsekretär Mark Rutte, dass das Interimsabkommen zu einer Zeitverschwendung geworden sei, und signalisierte wenig Vertrauen in die aktuellen Gespräche, berichtet Bloomberg. Die Bemerkungen folgten auf US-Angriffe, die als Reaktion auf Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus – einer der weltweit wichtigsten Energierouten – durchgeführt wurden. Trump betonte, dass die Gespräche trotz des Endes der befristeten Vereinbarung fortgesetzt werden könnten.

Waffenstillstand unter starkem Druck

Die jüngste Eskalation bedroht ein fragiles Arrangement, das die direkten Kämpfe gestoppt und ein 60-tägiges Zeitfenster für Verhandlungen über ein umfassenderes Abkommen geschaffen hatte. Die Vereinbarung beinhaltete die sichere Durchfahrt für Schiffe durch Hormus und eine US-Ausnahmeregelung, die dem Iran den Verkauf von Öl erlaubte.

Beide Elemente stehen nun unter Druck. Washington gab dem Iran die Schuld an den Angriffen auf Schiffe, die die Meerenge passierten, während Teheran erklärte, dass die US-Angriffe und der Widerruf der Öl-Ausnahmegenehmigung gegen das Abkommen verstießen. Der Streit hat die Diplomatie in eine schwache Position gebracht, auch wenn US-Beamte sagen, dass die Unterhändler weiter an einem endgültigen Abkommen arbeiten könnten.

Die Gespräche verzögern sich zudem durch die Trauerfeierlichkeiten für Irans verstorbenen Obersten Führer Ali Khamenei, der zuvor im Konflikt getötet wurde. Katar erklärte, dass das nächste Treffen nach den Zeremonien angesetzt werde.

Öl und Politik kollidieren

Die Straße von Hormus bleibt der zentrale Risikopunkt. Der Iran hat wiederholt die Hoheit über den Verkehr durch die Wasserstraße beansprucht, während die USA Angriffe auf die Handelsschifffahrt als direkte Herausforderung des Waffenstillstands gewertet haben.

Höhere Energiepreise stellen auch ein politisches Problem für Trump dar. Der Ölpreis hatte sich von früheren Kriegshöchstständen nahe 125 $ pro Barrel entspannt, da die Märkte eine gewisse Erholung des Angebots und der Schifffahrtsströme eingepreist hatten. Die jüngste Eskalation beendete diese Ruhephase. 

Energiemärkte stehen nun vor einem heftigeren Schock

Es steht viel auf dem Spiel, da Hormus eine Hauptschlagader für den globalen Energiehandel ist. Jede Störung kann die Versandkosten erhöhen, Ladungen verzögern und über die Kraftstoffpreise die Inflation anheizen. Dies würde sowohl die Markterwartungen als auch Trumps Versprechen erschweren, dass das Ende der Feindseligkeiten Entlastung an den Zapfsäulen bringen würde.

Der Ölmarkt reagierte sofort. WTI-Rohöl stieg um 3,86 % auf 74,98 $ pro Barrel, während Brent laut aktuellen Marktdaten um 3,78 % auf 78,80 $ kletterte.

Wir haben bereits zuvor darauf hingewiesen, dass US-Aktienfutures nachgeben, da die Spannungen mit dem Iran die Ölpreise in die Höhe treiben.

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