KOSPI stoppt Handel inmitten des globalen Tech-Ausverkaufs

KOSPI stoppt Handel inmitten des globalen Tech-Ausverkaufs
KOSPI rutscht ab, da KI-Aktien schwächeln

Der südkoreanische Leitindex KOSPI erlitt am Dienstag einen weiteren starken Rückgang, was den achten Circuit Breaker des Jahres 2026 auslöste, da sich Anleger weiterhin von Halbleiter- und KI-bezogenen Aktien zurückzogen. Der jüngste Ausverkauf unterstreicht die wachsenden Sorgen über überhöhte KI-Bewertungen und die steigende Verschuldung in einem der technologieorientiertesten Aktienmärkte Asiens.

Höhepunkte

  • KOSPI löste 2026 den achten Circuit Breaker aus.
  • Der Index schloss 10,84 % niedriger bei 6.023,67.
  • Mehr als 360 Milliarden US-Dollar an Marktwert wurden vernichtet.
  • Halbleiteraktien führten den Marktrückgang an.

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Der KOSPI-Index fiel um weitere 10,84 % und schloss bei 6.023,67 Punkten nach einem Verlust von 732,09 Punkten, womit sich der Rückgang im letzten Monat auf über 28 % ausweitete. Der jüngste Markteinbruch vernichtete laut Cryptopolitan schätzungsweise 520 Billionen südkoreanische Won (ca. 360 Milliarden US-Dollar) an Marktwert und löste einen vorübergehenden Handelsstopp gemäß den südkoreanischen Circuit-Breaker-Regeln aus.

Schwäche im Halbleitersektor drückt den Markt nach unten

Der jüngste Rückgang wurde durch massive Verkäufe bei Halbleiteraktien angeführt, die das Rückgrat des südkoreanischen Aktienmarktes bilden. Anleger reduzierten weiterhin ihr Engagement, nachdem die Schwäche auf globale KI-Unternehmen übergriff, nachdem große US-Chiphersteller Verluste verzeichnet hatten.

Speicherchip-Produzenten gerieten zusätzlich unter Druck, nachdem der Börsengang von Changxin Memory Technology (CXMT) die Wettbewerbssorgen in der Branche verschärfte. Gleichzeitig fielen die Aktien von Nvidia um 4,4 %, während auch Micron und SanDisk deutliche Rückgänge verzeichneten, was die negative Stimmung an den asiatischen Märkten verstärkte.

Samsung Electronics, das etwa die Hälfte der KOSPI-Gewichtung ausmacht, verstärkte den Abwärtstrend, da sein Rückgang die indexweiten Verluste beschleunigte. Der breitere Rückzug betraf auch SK Hynix, deren Aktien seit ihrem Höchststand im Juni um rund 50 % gefallen sind, was die anhaltende Schwäche bei den Speicherchip-Herstellern widerspiegelt.

Bedenken hinsichtlich der KI-Bewertung breiten sich an den Märkten aus

Die Anlegerstimmung wurde auch durch Fragen zum Tempo der Ausgaben für die KI-Infrastruktur beeinträchtigt. Jüngste Finanzierungsankündigungen im Zusammenhang mit groß angelegten Investitionen in KI-Rechenzentren haben die Debatte über den wachsenden Kapitalbedarf der Branche und die Nachhaltigkeit der zunehmend teuren Expansionspläne neu entfacht.

Höhere Kreditkosten und eine steigende Schuldenemission haben Anleger dazu veranlasst, die Bewertungen von KI-Unternehmen neu zu bewerten, was zur allgemeinen Marktvolatilität beitrug. Die Schwäche beschränkte sich nicht auf Südkorea; auch Japans Nikkei 225 verzeichnete starke Verluste, da Technologieaktien unter Druck gerieten.

Berichten zufolge waren einige gehebelte Positionen in südkoreanischen Aktien durch Aktienbesicherungen unterlegt, was das Risiko von Zwangsliquidationen erhöhte, während die Preise weiter fielen.

Technologiemärkte stehen vor einer neuen Realität

Der jüngste Ausverkauf verdeutlicht, wie eng der südkoreanische Aktienmarkt mit der globalen Halbleiterindustrie verknüpft ist. Als einer der weltweit größten Produzenten von Speicherchips ist der Aktienmarkt des Landes zu einem wichtigen Indikator für das Vertrauen der Anleger in KI-Ausgaben und die Technologienachfrage geworden.

Da der KOSPI nun innerhalb eines Monats um mehr als 28 % gefallen ist, beobachten Anleger zunehmend, ob der Rückgang eine vorübergehende Neubewertung von KI-bezogenen Vermögenswerten darstellt oder eine breitere Verlangsamung der Technologieinvestitionen signalisiert. Die Performance von Halbleiter-Marktführern wie Samsung und SK Hynix wird für diesen Ausblick in den kommenden Monaten wahrscheinlich zentral bleiben.  

Wir berichteten auch, dass die Aktien von SK Hynix einbrechen, während sich der globale Chip-Ausverkauf verschärft.

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