Musk startet US-Rollout des Bankdienstes X Money
Elon Musks Social-Media-Plattform X hat damit begonnen, seinen Bankdienst X Money allen US-Nutzern anzubieten, die die Abonnements Premium und Premium+ abgeschlossen haben. Dieser Schritt ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Transformation der Plattform in eine All-in-One-App, die Kommunikation, Zahlungen und Finanzdienstleistungen vereint.
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Laut Euronews befand sich X Money zuvor im Testbetrieb und war seit Ende Juni nur einer begrenzten Gruppe von Premium+-Abonnenten zugänglich.
Der Dienst ermöglicht es Nutzern, Guthaben zu halten, Geld an andere Nutzer zu senden, Rechnungen zu bezahlen, Banküberweisungen zu tätigen und Schecks anzufordern, ohne die X-App verlassen zu müssen.
Die Kundengelder werden bei der Cross River Bank mit Sitz in New Jersey verwaltet, die mit zahlreichen Fintech-Unternehmen zusammenarbeitet. Einlagen sind durch die US-amerikanische Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) bis zu einem Betrag von 250.000 $ abgesichert.
Musk erklärt seit mehreren Jahren, dass er X in ein Äquivalent zum chinesischen WeChat verwandeln möchte. Die App kombiniert Messaging, Shopping-Dienste sowie Zahlungen und spielt eine zentrale Rolle in der chinesischen Konsumwirtschaft.
X Money Einlagen
X Money hat versprochen, bis zu 6 % Zinsen jährlich auf Einlagen zu zahlen. Das liegt über den etwa 4 % bis 5 %, die von den wettbewerbsfähigsten Hochzins-Sparkonten in den USA angeboten werden, und weit über den Zinssätzen nahe Null bei großen traditionellen Banken.
Premium+-Abonnenten können den Höchstsatz ohne zusätzliche Bedingungen erhalten. Premium-Nutzer müssen Direkteinzahlungen einrichten, um sich zu qualifizieren.
Cross River bezeichnete X Money als die erste staatlich versicherte Bankplattform in den USA, die auf einem sozialen Netzwerk basiert.
Wettbewerb mit Venmo und Cash App
Der Start bringt X in direkten Wettbewerb mit beliebten Zahlungsdiensten wie PayPals Venmo, Blocks Cash App und SoFi. Das Millionenpublikum der Plattform könnte ihr dabei einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
Allerdings hatte X Money bereits vor dem Start die Aufmerksamkeit der US-Gesetzgeber auf sich gezogen. In einem Brief vom 14. April forderte Senatorin Elizabeth Warren Musk auf, zu erklären, wie der Dienst genügend Einnahmen generieren wolle, um die beworbene Rendite zu stützen.
Sie verwies zudem auf frühere Durchsetzungsmaßnahmen der FDIC gegen die Cross River Bank im Zusammenhang mit deren Kreditvergabepraktiken.
Wird X Money Kryptowährungen unterstützen?
Zum Start arbeitet X Money ausschließlich mit traditionellem Geld und Bankeninfrastruktur. Eine Unterstützung für Bitcoin, Dogecoin, Stablecoins oder andere digitale Assets wurde bisher nicht offiziell angekündigt. Der Dienst bietet derzeit Konten, Überweisungen, Rechnungszahlungen und andere dollarbasierte Operationen über die Cross River Bank und Visa an. Damit steht X Money aktuell Venmo oder der Cash App näher als einer Krypto-Wallet.
Dennoch kann eine künftige Unterstützung von Kryptowährungen nicht ausgeschlossen werden. Elon Musk unterstützt Dogecoin schon lange, und der Plan, X in eine All-in-One-Finanz-App zu verwandeln, deutet darauf hin, dass das Serviceangebot schrittweise erweitert werden könnte. Dennoch bleiben Spekulationen über die Integration von DOGE, XRP oder Stablecoins unbestätigt: Weder X noch die Cross River Bank haben spezifische Pläne oder Zeitpläne für die Einführung von Krypto-Zahlungen bekannt gegeben.
X bereitet die Expansion zu einer Finanzplattform namens X Money vor, mit dem Ziel, Zahlungen, Investment-Tools und Social-Media-Aktivitäten in einem einzigen Ökosystem zu vereinen.
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