Silberpreis fällt nach Trumps Iran-Ankündigung

Silberpreis fällt nach Trumps Iran-Ankündigung
Silber kämpft trotz steigender geopolitischer Spannungen.

Silber ist nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten unter starken Druck geraten. Anstatt von der gestiegenen Nachfrage nach Safe-Haven-Assets zu profitieren, sinkt das Metall weiterhin zusammen mit anderen risikosensitiven Anlagen.

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US-Präsident Donald Trump kündigte die Beendigung des Interims-Friedensabkommens mit dem Iran an. Die Erklärung trieb die Ölpreise um mehr als 5 % nach oben und schürte Sorgen über eine höhere Inflation sowie die Möglichkeit einer strafferen US-Geldpolitik. Vor diesem Hintergrund fiel Silber um mehr als 2 % und blieb trotz steigender geopolitischer Spannungen weiterhin hinter den Erwartungen zurück. Das Edelmetall muss die Eigenschaften eines traditionellen sicheren Hafens erst noch unter Beweis stellen.

Zusätzlicher Druck kommt vom Terminmarkt. Das Open Interest an COMEX-Silber-Futures liegt weiterhin über 104.000 Kontrakten, während nicht-kommerzielle Händler 37.805 Long-Positionen gegenüber 10.437 Short-Positionen halten. Dies spiegelt immer noch einen signifikanten spekulativen Long-Bias wider, was bedeutet, dass bei weiter sinkenden Preisen das Risiko weiterer Long-Liquidationen erhöht bleibt.

Silber muss die $57-Marke halten, um tiefere Verluste zu vermeiden

Wie in unserer vorherigen Analyse erörtert, geriet Silber nach dem Test der mittelfristigen absteigenden Trendlinie nahe $64 erneut unter Druck. Den Käufern gelang es nicht, eine nachhaltige Bewegung über diesen Bereich zu etablieren, was bestätigt, dass das bärische Momentum intakt bleibt.

In den kommenden Tagen wird $57 das entscheidende Unterstützungsniveau sein, das es zu beobachten gilt. Der Markt hat zuvor versucht, sich von diesem Bereich aus zu erholen, was die Reaktion der Käufer auf diesem Niveau besonders wichtig macht.

Sollte sich der Verkaufsdruck verstärken und Silber unter $57 fallen, könnte sich die Korrektur beschleunigen. In diesem Szenario wäre das nächste Abwärtsziel die Unterstützungszone bei $54,50–53,50.

Silber verliert seinen Status als sicherer Hafen 

Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheit hat Silber seine traditionelle Rolle als Safe-Haven-Asset noch nicht zurückgewonnen.

Solange sich die Anleger auf Inflationsrisiken und die Erwartungen an die Politik der US-Notenbank Federal Reserve konzentrieren, dürfte der Abwärtsdruck auf das Metall anhalten. Kurzfristig wird der Ausblick für Silber maßgeblich davon abhängen, ob es die Unterstützung bei $57 halten kann.

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