Ölpreise fallen, da Trump die Frist für Militärschläge gegen den Iran verlängert

Ölpreise fallen, da Trump die Frist für Militärschläge gegen den Iran verlängert
Öl fällt, aber Marktrisiko bleibt hoch

Der Ölmarkt erhielt am Donnerstag eine vorübergehende Verschnaufpause, nachdem US-Präsident Donald Trump mögliche Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur erneut verschoben hatte. Brent fiel zeitweise um fast 3 Prozent, da die Anleger kurzzeitig einen Teil der geopolitischen Prämie abzogen, die die Rohölpreise in den letzten Wochen stark in die Höhe getrieben hatte.

Höhepunkte

  • Brent und WTI fielen, nachdem die USA ihre Streiks gegen den iranischen Energiesektor erneut um 10 Tage verschoben hatten.
  • Der Markt begrüßte die Pause, wertet sie aber nicht als Zeichen einer dauerhaften Deeskalation.
  • Die Straße von Hormuz bleibt das größte Risiko für Angebot und Preise.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut Bloomberg sagte Trump, er verlängere die Pause um weitere 10 Tage, bis zum 6. April, und berief sich dabei auf laufende Kontakte und die Bitte des Irans um ein längeres Zeitfenster. Brent fiel auf etwa 107,84 $ pro Barrel, während WTI auf 93,96 $ fiel.

Der Markt reagiert auf die Diplomatie, glaubt aber nicht an ein nahes Ende des Konflikts

Formal gesehen verringert die Entscheidung des Weißen Hauses die Wahrscheinlichkeit eines sofortigen Angriffs auf iranische Energieanlagen und damit das Risiko eines weiteren plötzlichen Angebotsschocks. Das war der Auslöser für den Ausverkauf beim Öl. Der Rückgang hielt sich jedoch in Grenzen: Der Markt geht nach wie vor davon aus, dass der Konflikt noch lange nicht beendet ist und dass eine erneute militärische Eskalation die Preise schnell wieder in die Höhe treiben könnte.

Die Skepsis wird dadurch verstärkt, dass die Aussagen aus Washington und Teheran weiterhin widersprüchlich sind. Trump hat von Fortschritten in den Gesprächen gesprochen, während der Iran die amerikanische Version der Ereignisse weiterhin zurückweist und seine eigenen Bedingungen gestellt hat, darunter ein Ende der Angriffe und die Anerkennung der Kontrolle über die Straße von Hormuz. Vor diesem Hintergrund sieht selbst eine diplomatische Pause weniger wie der Beginn eines dauerhaften Friedens aus, sondern eher wie ein Aufschub der Entscheidung.

Iran erlaubt 10 Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz

Am Donnerstag gab US-Präsident Donald Trump während einer Kabinettssitzung bekannt, dass der Iran den USA ein "Geschenk" gemacht habe, indem er zehn Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz erlaubte. Diese Entwicklung schließt sich an frühere Äußerungen Trumps an, in denen er eine ähnliche Geste des Irans erwähnte, aber nicht auf Einzelheiten einging.

Trump erklärte, der Iran habe zunächst acht Tanker versprochen, später aber zwei weitere hinzugefügt. "Sie sagten: 'Um euch zu zeigen, dass wir real und solide sind und dass wir da sind, werden wir euch acht Boote mit Öl überlassen ... und sie werden morgen in See stechen'," erklärte Trump. .

Diese Äußerungen des US-Präsidenten stellten frühere Aussagen über das "Geschenk" des Irans in Form von Öl und Gas klar. Trump fügte hinzu, der Iran habe sich für seine früheren Äußerungen entschuldigt und die zusätzliche Verschiffung von zwei weiteren Tankern bestätigt.

Die Straße von Hormuz bleibt das zentrale Risiko

Der Hauptdruckpunkt der Märkte bleibt die Straße von Hormuz, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen fließt. Berichte, wonach der Iran einigen Tankschiffen vorübergehend die Durchfahrt gestattet hat, konnten die Bedenken zwar zerstreuen, gaben aber keine Antwort auf die zentrale Frage, wie stabil die Durchfahrt in den kommenden Tagen sein wird und ob es erneut zu einer faktischen Unterbrechung der Route kommen könnte.

Auch nach dem Rückgang liegen die Preise immer noch weit über dem Vorkriegsniveau, und das Risiko für die Weltwirtschaft wird weiterhin über die Treibstoffkosten, die Inflation und die Transportkosten übertragen.

Der Markt bleibt eine Geisel des Kriegsszenarios

Die Verzögerung bis zum 6. April hat dem Ölmarkt nur eine kurze Pause verschafft, ohne das grundlegende Bild zu verändern. Die Preise fielen nicht, weil die Anleger plötzlich an eine schnelle Einigung glaubten, sondern weil die unmittelbare Gefahr eines Angriffs auf die iranische Energieinfrastruktur vorübergehend zurückging.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies einen anhaltenden Druck durch Kraftstoffkosten, Transportkosten und Inflationserwartungen. Solange die Zukunft der Straße von Hormuz und der Verlauf der Verhandlungen unklar bleiben, könnte jede neue militärische oder politische Entwicklung die Preise schnell wieder stark in die Höhe treiben.

In einem früheren Bericht haben wir festgestellt, dass die Ölpreise wieder steigen, da die Märkte am US-Friedensplan zweifeln.

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