Ölpreise steigen erneut, da die Märkte am US-Friedensplan zweifeln

Ölpreise steigen erneut, da die Märkte am US-Friedensplan zweifeln
Ölpreis steigt, da der Markt an einem Waffenstillstand zweifelt

Die Ölpreise stiegen nach einem kurzen Rückschlag wieder an, da die Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran schnell auf eine entschlossene Antwort Teherans stießen. Rohöl der Sorte Brent näherte sich wieder der Marke von $105 pro Barrel, da die Anleger zu dem Schluss kamen, dass der von Washington vorgeschlagene Friedensplan noch nichts an der Ausgangssituation eines lang anhaltenden Konflikts ändert.

Höhepunkte

  • Brent bewegte sich wieder in Richtung 105 $, nachdem der Markt begann, an der Wirksamkeit des US-Friedensplans zu zweifeln.
  • Der anfängliche Rückgang der Ölpreise aufgrund von Berichten über einen möglichen Waffenstillstand erwies sich als kurzlebig.
  • Der Iran hat öffentlich dementiert, dass Verhandlungen stattfinden, und das trägt dazu bei, dass die Preise wieder eine hohe Kriegsprämie erhalten.

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Laut CNBC kam es zu dieser Marktverschiebung, nachdem das Weiße Haus Medienberichten zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beilegung des Konflikts übermittelt und um eine vorübergehende Waffenruhe zur Erörterung des Vorschlags gebeten hatte. Dies löste zunächst einen starken Rückgang der Ölpreise aus: Brent fiel auf etwa 99 bis 101 $ pro Barrel, während WTI in den Bereich von 88 bis 90 $ abrutschte. Doch der Effekt war nur von kurzer Dauer. Der Markt machte diese Verluste bald wieder wett, nachdem iranische Offizielle öffentlich die Behauptung zurückwiesen, dass Verhandlungen im Gange seien, und deutlich machten, dass sie die US-Initiative nicht als ausreichenden Grund für eine Deeskalation ansahen.

Der Markt bewertet das Risiko, nicht die Diplomatie

Der Hauptgrund für den erneuten Preisanstieg ist ein Mangel an Vertrauen in die politischen Signale. Für den Ölmarkt sind nicht die Äußerungen Donald Trumps selbst ausschlaggebend, sondern die Wahrscheinlichkeit einer echten Erholung der Lieferströme durch den Persischen Golf und einer Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz. Bislang ist dies nicht der Fall: Der Konflikt geht weiter, die Streiks wurden nicht eingestellt, und der Iran leugnet effektiv, dass es einen Verhandlungsprozess gibt. Infolgedessen haben die Händler wieder begonnen, eine geopolitische Risikoprämie in den Ölpreis einzupreisen.

Dies erklärt, warum Brent trotz der kurzfristigen Korrektur weiterhin deutlich über dem Vorkriegsniveau liegt. Jüngsten Marktschätzungen zufolge wird der Ölpreis immer noch etwa 35 bis 36 % über dem Stand vor den ersten Streiks Ende Februar gehandelt. Mit anderen Worten, der Markt geht nicht mehr von einem Szenario einer schnellen Einigung aus. Stattdessen wird wieder davon ausgegangen, dass sich der Konflikt hinziehen und das weltweite Rohölangebot weiter belasten könnte.

Der Friedensplan verändert die Marktstruktur nicht

Die Form der Ölkurve sendet ein zusätzliches Signal. Selbst wenn der Markt Nachrichten über einen möglichen Waffenstillstand erhält, reagieren die kurzfristigen Preise nach wie vor sehr empfindlich auf jede Andeutung einer Unterbrechung der physischen Versorgung.

Das deutet darauf hin, dass die Händler die diplomatische Initiative nicht für stark genug halten, um eine schnelle Trendwende auszulösen.

Solange der Iran den Verhandlungsrahmen ablehnt und Washington von Fortschritten spricht, ohne diese sichtbar zu bestätigen, zieht es der Markt vor, sich gegen das Worst-Case-Szenario abzusichern.

Geopolitische Prämie bleibt der Haupttreiber

Für die globalen Märkte bedeutet dies, dass der Ölpreis nicht auf die bloße Möglichkeit von Gesprächen reagiert, sondern darauf, ob diese Gespräche glaubwürdig sind. Die Notierung von Brent in der Nähe von 105 $ nach einem kürzlichen Rückgang auf 99 bis 101 $ zeigt, wie schnell der Markt seinen Optimismus aufgibt, wenn diplomatische Signale nicht durch Taten untermauert werden.

Solange Teheran Verhandlungen verweigert und die regionale Versorgung bedroht bleibt, ist dies nicht der Beginn eines dauerhaften Friedens. Es ist die Fortsetzung eines hochriskanten Preisregimes.

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass sich Gold von seinem 4-Monats-Tief erholt, wenn die Ölpreise fallen.

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