Aktien steigen und Öl fällt, während die Märkte Signale für einen Waffenstillstand abwägen
Die Weltmärkte zeigten sich am Mittwoch vorsichtig optimistisch, nachdem berichtet wurde, dass die Vereinigten Staaten auf einen einmonatigen Waffenstillstand im Krieg mit dem Iran drängen und Teheran einen 15-Punkte-Friedensplan übermittelt haben. Aufgrund dieser Entwicklungen stiegen die Aktienfutures, während die Ölpreise fielen, da die Anleger begannen, die mögliche Wiederaufnahme der Ölexporte aus dem Persischen Golf einzupreisen.
Höhepunkte
- Die S&P 500-Futures stiegen um 0,7 %, während Rohöl der Sorte Brent in der Hoffnung auf einen Waffenstillstand um etwa 5 % auf 99 $ fiel.
- Die USA haben dem Iran einen 15-Punkte-Friedensplan übermittelt, aber Teheran lehnt direkte Gespräche ab.
- Die Reaktion des Marktes bleibt verhalten, da die Ölpreise immer noch deutlich höher sind als vor dem Krieg.
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Die Futures auf den S&P 500 stiegen im asiatischen Handel um 0,7 %, die europäischen Futures legten um 1,2 % zu, und die FTSE 100-Futures kletterten um 0,7 %. Rohöl der Sorte Brent fiel um etwa 5 % auf 99 $ pro Barrel, während japanische Aktien um 3 % stiegen und die Märkte in Australien und Südkorea um etwa 2 % zulegten. Diese Kombination von Bewegungen spiegelt einen Rückgang der Spannungen wider, aber keine vollständige Rückkehr zum Vertrauen der Märkte aus der Zeit vor dem Krieg: Die Anleger reagieren immer noch in erster Linie auf Schlagzeilen und nicht auf bestätigte Vereinbarungen, berichtet Reuters.
Erholung aufgrund von Hoffnungen, aber keine Klarheit
Auslöser für die verbesserte Stimmung waren Berichte, wonach Washington dem Iran einen 15-Punkte-Plan für einen möglichen Waffenstillstand übermittelt habe. Der Vorschlag wurde inmitten der Vorbereitungen der USA für einen zusätzlichen Militäreinsatz in der Region erörtert, was wiederum den widersprüchlichen Charakter der gegenwärtigen Situation unterstreicht: diplomatische Signale werden mit militärischem Druck vermischt. Gleichzeitig berichteten israelische Medien, dass die USA auf einen einmonatigen Waffenstillstand drängten, um die Bedingungen des Abkommens zu erörtern.
Der Markt erhielt jedoch keine Bestätigung dafür, dass ein diplomatischer Durchbruch wirklich unmittelbar bevorstand. Teheran lehnt direkte Gespräche weiterhin ab, und iranische Beamte haben die US-Version der Ereignisse öffentlich zurückgewiesen. Aus diesem Grund erscheinen der Anstieg der Aktien und der Rückgang der Ölpreise verhalten: Die Anleger sind bereit, Risiken einzugehen, aber nur in begrenztem Umfang, da sie wissen, dass jeder neue Angriff oder jede harte Aussage den Trend schnell umkehren könnte.
Ölpreise fallen, aber Marktstress hält an
Am deutlichsten war die Reaktion auf dem Ölmarkt. Der Rückgang der Sorte Brent auf 99 $ bedeutet, dass die Händler die extreme geopolitische Prämie, die sich aufgrund von Versorgungsängsten am Persischen Golf aufgebaut hatte, teilweise auflösen.
Doch auch nach diesem Rückgang liegen die Ölpreise noch immer deutlich über dem Vorkriegsniveau: Marktberichten zufolge ist Brent immer noch etwa 35 % teurer als vor Beginn des Konflikts. Dies schränkt das Potenzial für eine stärkere Erholung der Aktienkurse ein und hält die Vorsicht an den Devisenmärkten aufrecht, wo der Dollar relativ schwach ist und bei 158,9 Yen und 1,1594 Euro notiert.
Fragile Erleichterung an den globalen Märkten
Der Anstieg der S&P 500-Futures um 0,7 % und der Rückgang der Brent-Sorte um 5 % auf 99 $ zeigen, dass der Markt bereit ist, an eine Deeskalation zu glauben, den Waffenstillstand aber in erster Linie mit der Aussicht auf eine Wiederherstellung der Erdöllieferungen verknüpft.
Da der Iran den Verhandlungsrahmen jedoch weiterhin ablehnt und der Ölpreis nach wie vor um etwa ein Drittel über dem Vorkriegsniveau liegt, bedeutet dies keine Überwindung der Krise, sondern eher eine kurzzeitige Erleichterung inmitten eines Mangels an Klarheit.
In einem früheren Bericht haben wir festgestellt, dass sich der Goldpreis nach einem neuntägigen Rückgang stabilisiert, da der Iran-Krieg den Markt neu gestaltet.
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