IBM-Aktien fielen am Dienstag im vorbörslichen Handel stark, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass die Ergebnisse des zweiten Quartals die Erwartungen der Wall Street verfehlt haben. Die Warnung verunsicherte Anleger, die darauf gesetzt hatten, dass die Software- und Infrastrukturgeschäfte des Technologiekonzerns das Wachstum stützen würden.
Höhepunkte
- IBM-Aktien fielen im vorbörslichen Handel um 23,06 %.
- Der bereinigte Gewinn lag bei 2,93 $ pro Aktie.
- Der Umsatz erreichte 17,2 Mrd. $ und verfehlte damit die Erwartungen.
- CEO Arvind Krishna machte verzögerte Deals und eine schwächere Software-Nachfrage verantwortlich.
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Die Aktien fielen laut den neuesten Marktdaten vom Dienstag im vorbörslichen Handel um 23,06 % auf 223,32 $. IBM meldete einen bereinigten Gewinn von 2,93 $ pro Aktie bei einem Umsatz von 17,2 Mrd. $, was unter den Erwartungen der Analysten von 3,01 $ pro Aktie und einem Umsatz von 17,86 Mrd. $ lag, berichtete CNBC.
Software und Infrastruktur verfehlen Erwartungen
Das Defizit konzentrierte sich auf die Software- und Infrastruktursparten von IBM, zwei Bereiche, die von Anlegern genau beobachtet werden, da sie zentral für die langfristige Strategie des Unternehmens sind. CEO Arvind Krishna sagte, dass Kunden ihre Investitionsausgaben gegen Ende des Quartals in Richtung Hardware verlagert haben, einschließlich Servern, Speichern und Speicherchips.
Diese Verschiebung schadete IBM, da Kunden Gelder von einigen der erwarteten Software- und Infrastrukturgeschäfte des Unternehmens abzogen. Krishna sagte, IBM habe mit einem gewissen Druck in der Lieferkette gerechnet, aber nicht mit dem Ausmaß der Neupriorisierung der Ausgaben, die in den letzten Juniwochen stattfand.
Die Kommentare deuten darauf hin, dass Kunden versuchten, sich Infrastruktur vor erwarteten Preiserhöhungen zu sichern, insbesondere in Bereichen, in denen das Angebot knapp bleibt. Das half der hardwarebezogenen Nachfrage, störte jedoch den Zeitplan größerer IBM-Deals.
Große Deals konnten nicht abgeschlossen werden
Krishna räumte ein, dass IBM nicht schnell genug reagiert habe, als sich die Prioritäten der Kunden änderten. Er sagte, dass mehrere große Deals nicht im erwarteten Zeitrahmen abgeschlossen werden konnten, was den Großteil des Gewinn- und Umsatzdefizits ausmachte.
Die Warnung ist bemerkenswert, da IBM versucht hat, Investoren davon zu überzeugen, dass sein Mix aus Software, Consulting und Infrastruktur ein stetigeres Wachstum liefern kann. Ein deutliches Verfehlen in einem einzelnen Quartal untergräbt diese Strategie nicht zwangsläufig, wirft aber Fragen zur Umsetzung und Vorhersehbarkeit der Technologieausgaben von Unternehmen auf.
Das Ausmaß des vorbörslichen Rückgangs zeigt, dass Anleger nicht nur auf die verfehlten Zahlen reagierten. Sie bewerteten auch neu, wie vorhersehbar die Umsatzpipeline von IBM ist, wenn Kunden Budgets schnell in Richtung KI-bezogener Hardware und Speicherversorgung verlagern.
Anlegervertrauen erleidet Dämpfer
Der Ausverkauf ist von Bedeutung, da die Bewertung von IBM stark vom Vertrauen in die wiederkehrende Nachfrage von Unternehmen und die Umsetzung durch das Management abhängt. Das Verfehlen sowohl der Gewinn- als auch der Umsatzerwartungen untergräbt dieses Vertrauen, insbesondere wenn das Unternehmen angibt, dass große Deals gegen Ende des Quartals weggefallen sind.
Das umfassendere Problem ist die Verschiebung der Technologiebudgets in Unternehmen. Kunden priorisieren hardwareseitig knappe Ressourcen wie Server, Speicher und Memory, während einige Software- und Infrastrukturkäufe verzögert werden. Für IBM wird der nächste Test sein, ob diese Deals in spätere Quartale verschoben werden oder aufgrund sich ändernder Kundenprioritäten verloren gehen.
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