Mykhailo Ihnatenko

IBM-Aktien stürzen ab, da schwache Prognosen die Anleger schockieren

IBM-Aktien stürzen ab, da schwache Prognosen die Anleger schockieren
IBM enttäuscht mit vorläufigen Q2-Ergebnissen.

IBM erlebt nach unerwartet schwachen vorläufigen Ergebnissen für das zweite Quartal den stärksten Tagesverlust seit Jahren. Der drastische Ausverkauf könnte als Warnsignal für den breiteren Technologiesektor dienen, während die Berichtssaison an Fahrt gewinnt.

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Der Hauptkatalysator für den Einbruch von IBM war das unerwartete vorläufige Update für das zweite Quartal. IBM erwartet nun einen Umsatz von etwa 17,2 Milliarden US-Dollar, was deutlich unter der Konsensschätzung von 17,86 Milliarden US-Dollar liegt, während der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) auf 2,93 US-Dollar prognostiziert wird, gegenüber Erwartungen von 3,02 US-Dollar. Im vorbörslichen Handel liegt die Aktie mehr als 24 % im Minus.

Laut CEO Arvind Krishna wurden die enttäuschenden Ergebnisse hauptsächlich durch das Infrastruktursegment getrieben, in dem mehrere Großaufträge nicht wie erwartet abgeschlossen wurden. Gleichzeitig belasteten Veränderungen in der Lieferkette die Quartalsperformance zusätzlich.

IBM tritt in eine Handelsphase mit hoher Volatilität ein

Ein so starker Rückgang wird in der Regel nur durch bedeutende fundamentale Entwicklungen ausgelöst. Wie bereits erörtert, deutete das Basisszenario für IBM auf einen Rückgang in Richtung 279 $ hin.

Das nächste wichtige Unterstützungsniveau liegt bei etwa 220 $. Ein entscheidender Durchbruch unter dieses Niveau würde die Wahrscheinlichkeit einer Bewegung in Richtung 212 $ erhöhen.

Das wahrscheinlichere kurzfristige Szenario ist jedoch ein Versuch der Käufer, den Ausverkauf während der regulären Handelssitzung aufzufangen. Der nächste Widerstand befindet sich bei etwa 232 $, was dem Gap-up-Niveau vom 20. Mai entspricht.

Unabhängig vom Ausgang sollten Anleger extrem vorsichtig bleiben. Es wird erwartet, dass die IBM-Aktien während der heutigen Sitzung eine außergewöhnlich hohe Volatilität aufweisen werden, was ein diszipliniertes Risikomanagement besonders wichtig macht.

Der Ausverkauf von IBM verdeutlicht die Risiken der Berichtssaison

Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die aktuelle Berichtssaison erhöhte Risiken für den Technologiesektor birgt. Der Einbruch von IBM zeigt, wie schnell der Markt bereit ist, Unternehmen bei den ersten Anzeichen schwächelnder Fundamentaldaten neu zu bewerten.

Diese Reaktion dürfte als Warnung für Anleger am gesamten Markt dienen. In den kommenden Wochen ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen, da selbst starke Gewinne keine Garantie mehr für höhere Aktienkurse bieten, während enttäuschende Ergebnisse zweistellige Kursbewegungen in einer einzigen Handelssitzung auslösen könnten.

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