Börse Düsseldorf sieht SpaceX-IPO als Kurstreiber, EZB erhöht Zinsen
Zum Wochenausklang prägen starke Kursbewegungen bei SpaceX, Signale für Gespräche im Iran-Konflikt und ein neuer Zinsschritt der Europäischen Zentralbank das Marktbild. Während der Ölpreis nachgibt und U.S.-Aktien neue Höchststände erreichen, bleibt die Stimmung am deutschen Markt wegen anhaltenden Inflationsdrucks verhalten.
Höhepunkte
- SpaceX-Aktie legt nach IPO seit Freitag über 50 Prozent zu, Marktkapitalisierung steigt zeitweise auf Rang vier weltweit, Musk erstmals Billionär.
- Ölpreis fällt von 90 auf 75 U.S.-Dollar nach Aussicht auf Friedensverhandlungen und Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, globale Aktienmärkte steigen.
- EZB erhöht Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent, erste Anhebung seit September 2023, Inflation in Deutschland im Mai bei 2,6 Prozent.
Markttreiber zwischen IPO-Euphorie und geopolitischer Entspannung
Börse Düsseldorf berichtet, dass der Börsenstart von SpaceX am Freitag deutliche Zeichnungsgewinne ermöglicht und der Kurs in den Folgetagen weiter zulegt. Demnach summiert sich das Plus inzwischen auf mehr als 50 Prozent, zeitweise rückt das Unternehmen nach Marktkapitalisierung bis auf Rang vier vor, während Großaktionär Elon Musk laut Darstellung der Börse Düsseldorf zum ersten Billionär wird und rund 4.400 Mitarbeitende durch den Börsengang den Millionärsstatus erreichen.An den Märkten kommt zudem Bewegung durch neue Signale im Iran-Konflikt auf. Nach der erneuten Ankündigung eines Endes des Konflikts durch U.S.-Präsident Donald Trump und einem digital unterzeichneten Rahmenabkommen könnte innerhalb der nächsten 60 Tage der Auftakt zu Friedensverhandlungen folgen, zugleich soll der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus umgehend wieder anlaufen.
Der Ölpreis fällt in diesem Umfeld von 90 auf 75 U.S.-Dollar, während die Aktienmärkte weltweit anziehen. In den U.S. steigt der Dow Jones erstmals über 52.000 Punkte, der DAX notiert zu Wochenbeginn dagegen nur kurzzeitig über der Marke von 25.000 Punkten.
EZB-Zinsschritt erhöht Fokus auf Inflation im Euroraum
Im Euroraum reagiert die Geldpolitik auf anziehenden Preisdruck. Die EZB erhöht am vergangenen Donnerstag den Einlagenzinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent, es ist die erste Anhebung seit September 2023.In Deutschland wird die Marktstimmung weiterhin von hoher Inflation gebremst. Der Tankrabatt dämpft die Teuerungsrate im Mai zwar auf 2,6 Prozent nach 2,9 Prozent im April, läuft aber Ende Juni aus und lässt damit neuen Preisauftrieb befürchten.
Von der U.S.-Notenbank wird für die heutige Sitzung zwar keine Änderung erwartet. Dennoch richtet sich die Aufmerksamkeit auf die erste Zinsentscheidung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh, dessen Amtszeit als Beginn einer neuen Notenbankpolitik gilt.
In unserem früheren Beitrag zum WTI-Ölpreis nahe 75–76 US-Dollar je Barrel haben wir erläutert, dass die Notierungen vor allem wegen der nachlassenden Sorge vor Versorgungsunterbrechungen im Persischen Golf unter Druck gerieten. Marktteilnehmer preisten eine schrittweise Normalisierung rund um den Iran sowie bessere Aussichten für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus ein, was den Preisrückgang zusätzlich verstärkte. Zugleich wurde betont, dass trotz gemischter Fundamentaldaten der kurzfristige Ausblick technisch bärisch blieb und die Zone 74–75 US-Dollar als wichtige Unterstützung im Fokus stand.
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