UNCTAD erfasst den Dienstleistungsbedarf zur Stärkung der Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung

UNCTAD erfasst den Dienstleistungsbedarf zur Stärkung der Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung
UNCTAD erfasst Dienstleistungslücken

Da die weltweite Kunststoffproduktion weiter steigt, fehlen politischen Entscheidungsträgern weiterhin klare Handelsdaten zu den Dienstleistungen, die zur Abfallvermeidung, Ausweitung des Recyclings und Unterstützung von Säuberungsmaßnahmen erforderlich sind. Eine neue Studie von UN Trade and Development verknüpft diesen Dienstleistungsbedarf mit bestehenden internationalen Klassifikationscodes, mit besonderem Fokus auf Lücken, die Entwicklungsländer betreffen.

Das Wichtigste

  • UNCTAD ordnet 19 Dienstleistungsarten 71 Codes der Zentralen Produktklassifikation der UN über acht Stufen der Kunststoff-Wertschöpfungskette hinweg zu, um Lösungen gegen Plastikverschmutzung ohne neue Klassifikationssysteme gezielt zu unterstützen.
  • Der weltweite Kunststoffhandel übersteigt 2023 1,1 Billionen $, doch der Wert der damit verbundenen Dienstleistungen zur Bekämpfung der Verschmutzung ist aufgrund von Datenbeschränkungen unbekannt, insbesondere in Entwicklungsländern, in denen weniger als 15 Länder den bilateralen Dienstleistungshandel regelmäßig erfassen.
  • Entwicklungsländer mit geringeren Kapazitäten im Kunststoffmanagement neigen dazu, strengere Importregelungen für Dienstleistungen zu verhängen, was den Druck auf das inländische Abfallmanagement verschärft, da die Kunststoffproduktion steigt und der Handel mit Kunststoffabfällen zwischen 2013 und 2024 zurückgeht.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Studie verknüpft Dienstleistungslücken mit der Kunststoff-Wertschöpfungskette

Wie UN Trade and Development berichtet, ordnet die neue Studie 19 Dienstleistungsarten 71 bestehenden Codes der Zentralen Produktklassifikation der Vereinten Nationen über acht Stufen der Kunststoff-Wertschöpfungskette hinweg zu – vom Produktdesign und der Produktion bis hin zu Recycling und Sanierung. Laut der Organisation hilft dieser Ansatz Ländern dabei, zu ermitteln, welche konkreten Dienstleistungen Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung unterstützen, ohne dass ein neues internationales Klassifikationssystem erforderlich ist.

UNCTAD argumentiert, dass Plastikverschmutzung zwar bei Waren beginnt, die Lösungen jedoch stark von Dienstleistungen abhängen, die in Handelsstatistiken oft weniger sichtbar sind. Dazu gehören Abfallsammlung, Sortier- und Recyclingdienstleistungen sowie Engineering, Laborprüfungen, Forschung, Design und technische Unterstützung, die dazu beitragen, den Kunststoffverbrauch zu senken, bevor Abfall entsteht.

Luz Maria de la Mora, Direktorin für internationalen Handel und Rohstoffe bei UNCTAD, erklärt, dass die Beendigung der Plastikverschmutzung nicht nur von der Bewirtschaftung von Kunststoffwaren abhängt, sondern auch von den Dienstleistungen, die Abfall verhindern, Recycling ermöglichen und Säuberungsmaßnahmen unterstützen. Sie fügt hinzu, dass die Zuordnung umfassende Kapazitätslücken in konkrete Dienstleistungsbedarfe überführt, Handelsdaten verbessert und Zugangshürden aufzeigt.

Entwicklungsländer stehen vor Daten- und Zugangsbeschränkungen

Der globale Handel mit Kunststoffen übersteigt 2023 1,1 Billionen $, beziehungsweise rund 5 % des Warenhandels, doch der Wert der Dienstleistungen, die speziell zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung eingesetzt werden, bleibt unbekannt. Laut UNCTAD ist der Handel mit Dienstleistungen schwieriger zu messen als der Warenhandel, da er auf Umfragen und Zahlungsbilanzdaten statt auf Zollaufzeichnungen an der Grenze beruht.

Die Informationslücke ist besonders groß in Entwicklungsländern, wo weniger als 15 Länder regelmäßig den bilateralen Dienstleistungshandel mit Handelspartnern melden. UNCTAD zufolge schränkt dies die Transparenz darüber ein, ob relevante Kompetenzen, Technologien und Dienstleistungsinputs Regionen erreichen, in denen der Bedarf an Kunststoffabfallmanagement wächst.

Zwischen 2013 und 2024 steigt die Kunststoffproduktion, während der internationale Handel mit Kunststoffabfällen stark zurückgeht, was den Druck auf Länder erhöht, mehr Abfall im Inland zu bewirtschaften. Beim Vergleich von 18 Volkswirtschaften stellt die Studie fest, dass Länder mit geringeren Kapazitäten im Kunststoffmanagement tendenziell auch restriktivere Regelungen für den Import von Dienstleistungen beibehalten, darunter Lizenzierungs- und Qualifikationsvorschriften, technische Standards sowie Beschränkungen für ausländische Unternehmen und Personal.

Keiran Smith vom in Nairobi ansässigen Recycler Mr. Green Africa sagt, dass den Dienstleistungen, die Prävention, Substitution, Kreislaufwirtschaft und ein solides Abfallmanagement ermöglichen, Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse, einschließlich der Frage, wer zu erschwinglichen Preisen Zugang dazu hat. UNCTAD zufolge soll die Studie bevorstehende Diskussionen der Welthandelsorganisation sowie breitere Verhandlungen über ein rechtsverbindliches internationales Instrument zur Plastikverschmutzung unterstützen.

Unser früherer Artikel über Nachernteverluste in Nigeria und das Unterstützungsprogramm für Landwirte im Bundesstaat Delta erläuterten, wie PEF USA und NSPRI 70 Landwirten durch Schulungen und verbesserte Lagerungsinstrumente helfen, Abfälle zu reduzieren. Wir stellten fest, dass der Ausbau praktischer Kompetenzen und der Zugang zu den richtigen Unterstützungsdiensten Verluste entlang der gesamten Lieferkette verringern, die Nachhaltigkeit verbessern und umfassendere Ziele der Ernährungssicherheit fördern können.

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