EBRD erweitert Versicherungslösung für Kriegsrisiken in der Ukraine angesichts steigender Unternehmensnachfrage

EBRD erweitert Versicherungslösung für Kriegsrisiken in der Ukraine angesichts steigender Unternehmensnachfrage
EBRD stärkt ukrainische Versicherungen

Angesichts zunehmender Kämpfe und wirtschaftlichen Drucks in der Ukraine erhöht die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung die Kapazität ihrer Versicherungslösung für Kriegsrisiken auf 150 Millionen Euro. Das erweiterte Programm umfasst zudem Versicherungsschutz für gasbezogene Vermögenswerte und Waren in temporärer Lagerhaltung und weitet damit die Unterstützung für Unternehmen aus, die unter anhaltenden Störungen operieren.

Das Wichtigste

  • Die EBRD hat die Ukraine Recovery and Reconstruction Guarantee Facility nach vollständiger Ausschöpfung der anfänglichen Kapazität durch lokale Versicherer von 110 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro erweitert.
  • Die umfassendere Fazilität deckt nun den Transport gasbezogener Vermögenswerte und die temporäre Lagerung ab und nimmt USG und Universalna neben den bestehenden Versicherern INGO, Colonnade und UNIQA auf.
  • Die erste Tranche der Fazilität unterstützte Rückversicherungen von über 500 Millionen Euro für fast 10.000 Policen, wobei die Prämien die Schadenszahlungen überstiegen und MS Amlin keine EBRD-Garantien in Anspruch nahm.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Erweiterte Fazilität und umfassenderer Versicherungsschutz

Wie die EBRD berichtet, wird die gemeinsam mit Aon entwickelte Ukraine Recovery and Reconstruction Guarantee Facility ausgeweitet, nachdem die bestehende Kapazität des Programms von 110 Millionen Euro von ukrainischen Versicherern und ihren Kunden vollständig ausgeschöpft wurde. Die größere Fazilität in Höhe von 150 Millionen Euro soll mehr Unternehmen dabei helfen, Versicherungen gegen Kriegsrisiken abzuschließen, während der Konflikt die Geschäftstätigkeit im ganzen Land weiterhin belastet.

Über die von Aon verwaltete Fazilität garantiert die EBRD dem globalen Rückversicherer MS Amlin Verluste aus kriegsbedingten Risiken, die von teilnehmenden ukrainischen Versicherern gezeichnet werden. Diese Struktur ermöglicht es lokalen Versicherern, Rückversicherungsschutz zu erhalten und Unternehmen eigene Produkte zur Absicherung von Kriegsrisiken anzubieten.

Die zusätzliche Kapazität wird durch eine Geberabsicherung der Europäischen Union im Rahmen ihrer Ukraine Investment Framework gestützt. Zudem werden zwei weitere ukrainische Versicherer in das Programm aufgenommen: USG, im Besitz der Vienna Insurance Group, und Universalna, im Besitz der kanadischen Fairfax Financial Group, neben den bisherigen Teilnehmern INGO, Colonnade und UNIQA.

Auch der Umfang der Fazilität wird erweitert. Neben dem bereits vom Programm abgedeckten Binnenfrachtverkehr, Schäden an Kraftfahrzeugen und Eisenbahnrollmaterial umfasst der Versicherungsschutz nun auch den Transport und die Lagerung gasbezogener Vermögenswerte sowie Waren in temporärer Lagerhaltung.

Unterstützung für Versicherer und die Gesamtwirtschaft

Die Ukraine sieht sich verstärkten russischen Angriffen auf Energie-, Transport-, Logistik- und zivile Infrastruktur ausgesetzt, während die erneute Blockade der Schwarzmeerhäfen den Druck auf Handel und Geschäftstätigkeit zusätzlich erhöht. In diesem Umfeld wird der Zugang zu verlässlichen Versicherungen gegen Kriegsrisiken zu einem wichtigen Instrument für Unternehmen, die Störungen bewältigen und ihren Betrieb fortführen wollen.

Die anfängliche Garantie über 110 Millionen Euro, die durch Geberabsicherung aus Frankreich, Norwegen, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und dem TaiwanBusiness-EBRD Technical Cooperation Fund gestützt wurde, ist vollständig in Anspruch genommen und hat Rückversicherungsschutz von mehr als 500 Millionen Euro für Waren und Fahrzeuge in fast 10.000 Policen ermöglicht. Die Prämien aus diesen Policen überstiegen bislang die Schadenszahlungen, und MS Amlin musste die EBRD-Garantie nicht in Anspruch nehmen. Dies deutet darauf hin, dass der ukrainische Markt für Versicherungen und Rückversicherungen gegen Kriegsrisiken auf kommerzieller Basis funktionieren kann.

Die EBRD bleibt der größte institutionelle Investor in der Ukraine und hat ihre Aktivitäten im Land seit Russlands groß angelegter Invasion ausgeweitet. Seit 2022 hat sie 11 Milliarden Euro in der Ukraine eingesetzt, darunter einen Rekordwert von 2,9 Milliarden Euro im Jahr 2025.

In unserem früheren Artikel über Bangladeschs Gespräche mit der Weltbank ging es um Verhandlungen über potenziell zusätzliche 10 Milliarden $, wobei Vertreter betonten, dass die Gespräche andauerten und Monate dauern könnten. Wir wiesen außerdem darauf hin, dass der externe Finanzierungsbedarf des Landes und die Zusammenarbeit mit multilateralen Kreditgebern weiterhin im Fokus standen, während Bangladesch mit zunehmendem makroökonomischem Druck umgeht.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.