Mykhailo Ihnatenko

Intel-Aktie verliert nach enttäuschendem Ausblick für Q4 mehr als 25 %

Intel-Aktie verliert nach enttäuschendem Ausblick für Q4 mehr als 25 %
Intel-Aktie stürzt ab: Schwacher Ausblick schockiert Anleger

​Intel erlebt nach den Quartalszahlen einen heftigen Ausverkauf: Starke Ergebnisse werden von einem deutlich schwächeren Ausblick überschattet. Nun stellt sich die Frage, ob die Unterstützung bei 64,50 $ hält, nachdem die Aktie mit einer Kurslücke von mehr als 25 % eröffnet hat.

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Intel meldete nach Börsenschluss am 29. Oktober einen Anstieg des Quartalsumsatzes um 21 % auf 16,5 Milliarden $. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,52 $ und damit deutlich über dem Konsens von 0,40 $ je Aktie.

Zum Leidwesen des Unternehmens kam der Ausblick bei den Anlegern nicht gut an. Intel erwartet für das vierte Quartal einen Umsatz zwischen 15 und 16 Milliarden $ und ein Ergebnis je Aktie von 0,25 $ – gegenüber Analystenerwartungen von rund 17 Milliarden $ beziehungsweise 0,43 $.

Der schwächere Ausblick spiegelt die Abkühlung des PC-Markts, Fertigungsengpässe und hohe Investitionsausgaben wider. Ein weiterer Rückschlag war eine Explosion in Intels Werk in Israel, die den Umsatz über zwei Quartale um etwa 600 Millionen $ schmälern könnte.

Kurslücke nach den Zahlen rückt Unterstützung bei 64,50 $ in den Fokus

Die Intel-Aktie vollzog das zuvor skizzierte Szenario und fiel in Richtung des Kursziels von 90 $.

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen stürzte die Aktie im vorbörslichen Handel um mehr als 25 % ab. Auf das Risiko einer großen Kurslücke nach den Zahlen war bereits zuvor hingewiesen worden.

Heute ist es mit erheblichen Risiken verbunden, gegen die Richtung einer derart großen Kurslücke zu handeln. Das Basisszenario bleibt eine Bewegung in Richtung der nächsten Unterstützung bei 64,50 $.

Gleichzeitig ist eine Erholung im Tagesverlauf nicht auszuschließen. Eine Erholung und ein nachhaltiger Anstieg über 70 $ würden das bearishe Szenario entkräften und Raum für eine kurzfristige Erholung schaffen.

Warum das Abwarten der Quartalszahlen das Handelskapital schützen kann

Solche Bewegungen zeigen, warum wir kurzfristig orientierten Tradern regelmäßig davon abraten, Positionen über wichtige Quartalszahlen hinweg zu halten. Eine Kurslücke von mehr als 25 % kann erhebliche Verluste verursachen, insbesondere bei Einsatz eines Hebels.

Ein besonneneres Vorgehen besteht darin, die Finanzergebnisse und die erste Marktreaktion abzuwarten, bevor neue Positionen eingegangen werden. So lässt sich ein Großteil der Unsicherheit vermeiden, die durch heftige Kursbewegungen nach Börsenschluss entsteht, und Trader können zunächst die neue Kursstruktur beurteilen.

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