Gesundheitspolitik und öffentliche Gesundheitsführung von Karl Lauterbach
Karl Lauterbach, Arzt, Epidemiologe und Gesundheitsökonom, war von 2021 bis Mitte 2025 Bundesminister für Gesundheit unter Bundeskanzler Olaf Scholz. Während der COVID-19-Pandemie wurde er zu einer national bekannten Autorität, trat häufig im Fernsehen und auf TikTok auf, wo das Gesundheitsministerium laut politico.eu über 144.000 Follower sammelte. Im Jahr 2025 verlagerte er seinen Fokus auf die psychische Gesundheitsversorgung von Asylbewerbern und schlug spezielle psychosoziale Behandlungszentren für bis zu 30 % der Neuankömmlinge vor.
Lauterbach studierte Medizin an der RWTH Aachen, der University of Texas und in Düsseldorf und erwarb später einen Master of Public Health an der Harvard University. Seit 2005 ist er Mitglied des Bundestages und leitete von 2009 bis 2013 die Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD. Von 2013 bis 2019 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Sein direkter Kommunikationsstil brachte ihm sowohl Lob als auch Kritik ein; im Jahr 2022 erregte er Aufmerksamkeit, als er sich gegen geplante Änderungen an den Richtlinien öffentlicher Gesundheitsbehörden aussprach.
Nach seiner Ministertätigkeit kehrte Lauterbach in die Beratungs- und Wissenschaftsarbeit zurück, unter anderem als Mitglied einer Kommission der Weltgesundheitsorganisation zum Thema Klima und Gesundheit. Sein derzeitiges Jahreseinkommen wird auf 200.000 bis 250.000 Euro geschätzt.