Traders Union Forschung: Handelssignale beeinflussen Entscheidungen von 47 % der Trader

Traders Union Forschung: Handelssignale beeinflussen Entscheidungen von 47 % der Trader
Wer vertraut Handelssignalen?

Handelssignale sind zu einem gängigen Werkzeug für Privatanleger geworden, doch ihre Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung bleiben gemischt. Neue Untersuchungen von Traders Union zeigen, dass solche Empfehlungen Trader dazu ermutigen können, neue Positionen einzugehen, während sie gleichzeitig die Tiefe ihrer unabhängigen Analyse verringern.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

In der Studie „Verbessern Handelssignale die Entscheidungen von Privatanlegern? “ befragten Analysten von Traders Union 1.450 Privatanleger, die Forex und CFDs handeln. Die Forscher untersuchten, wie oft Trader Signale nutzen, ob sie Empfehlungen vor dem Eingehen eines Trades verifizieren und wie sehr sie ihren Quellen vertrauen.

Die meisten Trader nutzen bereits Signale

Rund 61 % der Teilnehmer gaben an, Handelssignale regelmäßig oder gelegentlich zu nutzen. Weitere 18 % hatten sie ein- oder zweimal ausprobiert. Nur 10 % der Befragten gaben an, noch nie Handelssignale genutzt zu haben.

TradingView war mit 24 % der Trader die beliebteste Quelle. Auf Telegram entfielen 21 %, auf vom Broker generierte Signale 18 % und auf spezialisierte Signalanbieter 14 %. KI-gestützte Tools werden bisher nur von 7 % der Befragten genutzt.

Nicht jeder verifiziert die Empfehlungen

Die meisten Trader führen zumindest eine Basisprüfung durch, bevor sie eine Position auf Grundlage eines Signals eröffnen. Allerdings führen nur 22 % eine vollständige technische oder fundamentale Analyse durch, während sich 39 % auf eine kurze Überprüfung der Marktbedingungen beschränken.

Weitere 21 % nutzen Signale hauptsächlich zur Bestätigung ihrer eigenen Handelsideen. Gleichzeitig führen 11 % die Empfehlungen in der Regel ohne zusätzliche Analyse aus. Laut Traders Union reduzieren Signale eher die Tiefe der unabhängigen Analyse, als dass sie diese vollständig ersetzen.

Signale ermutigen Trader, neue Positionen einzugehen

Rund 47 % der Nutzer gaben zu, dass Handelssignale sie dazu veranlasst haben, Positionen zu eröffnen, die sie von sich aus nicht in Betracht gezogen hätten. Bei 14 % geschah dies häufig, während weitere 33 % angaben, dass dies gelegentlich vorkam.

Gleichzeitig sagten 33 %, dass Signale ihre Trade-Auswahl nie beeinflusst haben. Weitere 20 % gaben an, dass dies selten der Fall war. Dies deutet darauf hin, dass externe Empfehlungen einen spürbaren Einfluss auf die Entscheidungen eines erheblichen Teils der Trader haben, aber nicht für jeden die unabhängige Markteinschätzung ersetzen.

Das Vertrauen in Signalanbieter bleibt begrenzt

Die meisten Trader sind nicht bereit, allen Signalquellen gleichermaßen zu vertrauen. Rund 41 % verlassen sich nur auf einige wenige vertrauenswürdige Anbieter, während 24 % deren historische Performance überprüfen, bevor sie Empfehlungen folgen. Nur 18 % der Befragten gaben an, den meisten von ihnen genutzten Anbietern generell zu vertrauen.

Eine Serie erfolgreicher Signale kann zudem das Verhalten ändern. Nach mehreren profitablen Empfehlungen gewinnen 27 % der Trader mehr Vertrauen in den Anbieter, während 12 % weniger Zeit für die Verifizierung künftiger Signale aufwenden. Weitere 9 % erhöhen ihre Positionsgröße und 5 % steigern den Hebel.

Zuvor ergab eine Untersuchung von Traders Union, dass die meisten Trader an den Challenges von Prop-Trading-Firmen scheitern.

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