Traders Union Untersuchung: Die meisten Trader scheitern an Prop-Firm-Challenges

Traders Union Untersuchung: Die meisten Trader scheitern an Prop-Firm-Challenges
Neue Untersuchung der Traders Union

Viele Trader möchten mit Prop-Firmen zusammenarbeiten, um mit dem vom Unternehmen bereitgestellten Kapital zu handeln. Die von diesen Firmen gestellten Challenges sieben jedoch die meisten Bewerber aus, bevor sie eine Finanzierung erhalten.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

In der Studie „Sind Prop-Firm-Challenges fair?“ untersuchten Analysten der Traders Union die Erfahrungen von 1.500 Retail-Tradern, die in den letzten zwei Jahren mindestens eine Evaluierung für ein finanziertes Konto versucht hatten.

Die Forscher identifizierten die Hauptgründe, warum Trader an diesen Challenges scheitern, welche Regeln sie für am schwierigsten halten und wie eng die Anforderungen der Prop-Firmen die professionellen Risikomanagement-Standards widerspiegeln.

Warum Trader an Prop-Firm-Challenges scheitern

Der Hauptgrund für das Scheitern war das Überschreiten von Drawdown-Limits. Rund 43 % der Befragten gaben an, das tägliche Limit verletzt zu haben, während weitere 24 % die maximale Drawdown-Schwelle überschritten.

Dies bedeutet, dass 67 % der Trader an den Challenges scheiterten, weil sie gegen Risikomanagement-Regeln verstoßen haben. Im Vergleich dazu waren nur 18 % nicht in der Lage, das Gewinnziel zu erreichen. Weitere 9 % verletzten andere Handelsregeln, während 6 % ihr Scheitern psychologischen Fehlern zuschrieben.

Die Studie zeigt, dass das Haupthindernis nicht die Fähigkeit ist, profitable Trades zu identifizieren, sondern die Fähigkeit, Kapital zu erhalten und Verluste zu kontrollieren.

Die meisten Trader erwerben mehrere Challenges

Nur 19 % der Befragten hörten nach einer Challenge auf. Weitere 42 % erwarben zwischen zwei und drei Evaluierungen, während 27 % zwischen vier und sechs Versuche unternahmen.

Mehr als sechs Challenges wurden von 12 % der Befragten erworben. Insgesamt unternahmen 81 % der Teilnehmer mindestens zwei Versuche, um ein finanziertes Konto zu erhalten.

Laut den Analysten der Traders Union ist die wiederholte Teilnahme zu einem normalen Bestandteil des „Prop Trading “ geworden. Eine hohe Anzahl an Versuchen kann jedoch auch darauf hindeuten, dass Trader weiterhin dieselben Fehler machen, ohne ihren Risikomanagement-Ansatz zu ändern.

Die schwierigste Regel der Prop-Firmen

Rund 38 % der Befragten nannten das tägliche Drawdown-Limit als die schwierigste Anforderung. Weitere 22 % wählten den maximalen Drawdown, während 17 % auf das Gewinnziel verwiesen.

Konsistenzregeln waren für 11 % der Befragten die größte Herausforderung. Mindesthandelstage wurden von 7 % gewählt, während Beschränkungen für den Handel während Nachrichtenveröffentlichungen von 5 % ausgewählt wurden.

Tägliche Verlustlimits erzeugen zusätzlichen psychologischen Druck, da Trader große Verluste vermeiden müssen, während sie gleichzeitig auf ein gefordertes Gewinnziel hinarbeiten. Dies kann zu Overtrading, Versuchen zur schnellen Verlustrückgewinnung und ungerechtfertigten Erhöhungen der Positionsgröße führen.

Spiegeln die Regeln professionelle Standards wider?

Fast die Hälfte der Befragten, 46 %, glaubt, dass die Anforderungen der Prop-Firmen die professionellen Risikomanagement-Standards nur teilweise widerspiegeln.

Weitere 18 % gaben an, dass die Regeln vollständig den institutionellen Handelspraktiken entsprechen. Unterdessen sehen 27 % keine Ähnlichkeit zwischen modernen Prop-Firm-Challenges und echtem professionellem Handel, während 9 % unsicher waren.

Analysten merkten an, dass die Begrenzung von Verlusten, die Kontrolle der Positionsgröße und der Kapitalerhalt grundlegende Prinzipien des professionellen Handels sind. Auch die CME Group, die U.S. Commodity Futures Trading Commission und das CFA Institute betonen die Bedeutung dieser Praktiken.

Standardisierte Challenge-Bedingungen berücksichtigen jedoch nicht immer die Unterschiede zwischen Handelsstrategien, Finanzinstrumenten und Marktbedingungen.

Wie fair sind Prop-Firm-Challenges?

Die meisten Befragten unterstützen die allgemeine Idee, Trader zu bewerten, bevor ihnen Kapital zur Verfügung gestellt wird, glauben aber, dass die aktuellen Bedingungen verbessert werden müssen.

Rund 41 % sagten, dass einige Regeln überarbeitet werden sollten. Weitere 24 % halten die bestehenden Bedingungen für fair und glauben, dass sie Tradern helfen, Disziplin zu entwickeln.

Gleichzeitig bezeichneten 29 % die Anforderungen als übermäßig streng und sagten, sie schränkten die Fähigkeit der Trader ein, ihr tatsächliches Können unter Beweis zu stellen. Die restlichen 6 % waren unsicher, ob die Challenges fair sind.

Die Traders Union kam zu dem Schluss, dass Prop-Firm-Evaluierungen weniger die Fähigkeit testen, schnelle Gewinne zu erzielen, als vielmehr die Fähigkeit, Ergebnisse zu liefern und dabei das Risiko unter Kontrolle zu halten. Um erfolgreich zu bestehen, müssen sich Trader auf die Positionsgröße, tägliche Verlustlimits und die konsequente Einhaltung eines Handelsplans konzentrieren.

Zuvor veröffentlichte die Traders Union eine Untersuchung darüber, wie Retail-Trader künstliche Intelligenz nutzen und ob diese Tools helfen, die Profitabilität zu verbessern.

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