Thailand verschärft Kontrolle von Stablecoin-Transaktionen wegen Betrugsbesorgnis
Die Bank of Thailand verstärkt ihre Aufsicht über Stablecoin-Transaktionen im Rahmen der Bemühungen zur Bekämpfung von Geldwäsche, illegaler Finanzierung und sogenanntem Graukapital. Die Behörden werden Transaktionen mit Tether (USDT), Bargeld und Devisen besondere Aufmerksamkeit schenken, um illegale Finanzströme zu identifizieren und zu blockieren.
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Laut Berichten lokaler Medien wird die Aufsichtsbehörde mit der thailändischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zusammenarbeiten, um Stablecoin-Transaktionen mit hohem Wert zu prüfen.
„Die Maßnahmen, die wir umsetzen, sind keine kurzfristige Lösung. Sie erfordern die kontinuierliche Anwendung mehrerer paralleler Strategien“, sagte der Gouverneur der Bank of Thailand, Vitai Ratanakorn.
Die Behörden beabsichtigen, die Schattenwirtschaft einzudämmen, von der ein erheblicher Teil mit Bargeld verdächtiger Herkunft in Verbindung steht. Scam-Callcenter, die sich in der gesamten Region ausgebreitet haben, gelten als eine der Quellen für solche Gelder.
Es gibt keine verlässlichen Schätzungen über die Größe der Schattenwirtschaft. Die Verluste durch Betrug in Thailand erreichten jedoch im Jahr 2.025.115 Milliarden Baht, was etwa 3,4 Milliarden US-Dollar entspricht. Im gleichen Zeitraum wurden im Land rund 173 Millionen betrügerische Anrufe und Nachrichten registriert.
Stablecoins sind zu einem beliebten Instrument für den Transfer großer Geldbeträge geworden, da sie nahezu sofortige grenzüberschreitende Abrechnungen ermöglichen.
Was die Behörden überwachen werden
Die neuen Maßnahmen werden die Verpflichtungen der Geschäftsbanken zur Einhaltung der Finanzüberwachungsanforderungen erweitern. Die Prüfungen werden Bargeldtransaktionen, Devisen, den Handel mit Goldbarren und verdächtige Stablecoin-Transaktionen umfassen.
Die Behörden wollen verhindern, dass regulierte Finanzinstitute für Korruptionssysteme oder zur Unterstützung der Schattenwirtschaft missbraucht werden.
Kunden, die große Bargeldtransaktionen durchführen, müssen die Quelle ihrer Mittel offenlegen. Die Aufsichtsbehörden werden auch Fälle überwachen, in denen große Mengen an Banknoten mit hohem Nennwert ohne klaren Geschäftszweck in kleinere Scheine umgetauscht werden.
Eine vollständige Offenlegung wird auch für Bareinzahlungen von mehr als 5 Millionen Baht (ca. 150.000 US-Dollar) erforderlich sein.
Kryptohandel bleibt legal
Thailand wird oft als kryptofreundliches Land beschrieben. Die Zentralbank verbietet jedoch weiterhin die Verwendung von digitalen Vermögenswerten und Stablecoins als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen. In den letzten Jahren haben die Behörden zudem die Anforderungen für Kryptowährungsunternehmen regelmäßig verschärft.
Der Kryptohandel bleibt im Land legal. Bitkub, Thailands größte lokale Börse, verarbeitet ein tägliches Handelsvolumen von rund 26 Millionen US-Dollar.
Laut CoinGecko stammen fast 40 % dieses Volumens aus Transaktionen im Zusammenhang mit Devisen.
Warum USDT in Thailand beliebt ist
USDT hat in Thailand aufgrund seiner Bindung an den US-Dollar und der hohen Liquidität eine weite Verbreitung gefunden. Für lokale Nutzer ist es zu einem praktischen Instrument geworden, um Gelder in einem stabileren Asset zu halten, internationale Überweisungen zu tätigen und Transaktionen auf Kryptowährungsplattformen abzuwickeln. Im Gegensatz zu den meisten Kryptowährungen ist der Preis von USDT im Allgemeinen keinen starken Schwankungen ausgesetzt, was ihn für diejenigen attraktiv macht, die Marktvolatilität vermeiden möchten.
Ein weiterer Faktor ist die Beliebtheit des Handelspaares USDT/THB. Es ermöglicht den Nutzern, thailändische Baht schnell in ein digitales Äquivalent des Dollars umzutauschen, ohne auf traditionelle Banküberweisungen angewiesen zu sein. Die nahezu sofortige Abwicklung und die Möglichkeit, große Summen über Grenzen hinweg zu bewegen, haben USDT auch bei Unternehmen, Händlern und Teilnehmern des informellen Finanzsektors beliebt gemacht, was die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf sich gezogen hat.
Thailands Pläne zur Verschärfung der Kryptowährungsaufsicht wurden erstmals zu Beginn des Jahres gemeldet.
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