Traders Union-Studie: Copy Trading garantiert kein passives Einkommen
Copy Trading wird oft als Weg zu passivem Einkommen gesehen, doch in der Praxis sind die Ergebnisse gemischt. Eine neue Studie der Traders Union zeigt, dass fast die Hälfte der Nutzer dieses Tool für passives Einkommen nutzt, während nur ein kleiner Teil es als zuverlässige Strategie betrachtet.
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In der Studie „Copy Trading: Smart Investing or Hidden Risk?“ stellen Analysten der Traders Union fest, dass Copy Trading zu einem der bedeutendsten Bereiche im Retail-Trading geworden ist. Moderne Plattformen ermöglichen es Anlegern, die Trades erfahrenerer Händler automatisch zu replizieren, ohne eine eigene Strategie entwickeln zu müssen.
Laut der Studie begannen 46 % der Nutzer mit dem Copy Trading, weil sie passives Einkommen erwarteten. Weitere 32 % gaben mangelnde Trading-Erfahrung an, 28 % wollten von erfahreneren Marktteilnehmern lernen und 26 % verwiesen auf Zeitmangel für aktives Trading.
Ergebnisse sind nicht immer ermutigend
Trotz der Beliebtheit von Copy Trading erzielen nicht alle Nutzer stabile Gewinne. Laut Traders Union berichteten nur 24 % der Trader nach sechs Monaten Copy Trading von stabilen Gewinnen. Weitere 18 % gaben an, Gewinne erzielt zu haben, deren Ergebnisse jedoch instabil waren.
Gleichzeitig landeten 39 % der Nutzer in der Verlustzone. Weitere 9 % erreichten den Break-even-Punkt und 10 % hörten auf, ihre Ergebnisse zu verfolgen. Dies zeigt, dass das automatische Kopieren von Trades die Händler nicht vor Marktrisiken schützt.
Viele Nutzer stellen das Copy Trading schließlich wieder ein. Unter den ehemaligen Nutzern nannten 34 % Geldverluste als Hauptgrund. Weitere 27 % stiegen wegen übermäßiger Drawdowns aus, 22 % weil die Renditen unter den Erwartungen lagen und 18 % weil sie das Vertrauen in den kopierten Trader verloren hatten.
Das Risiko bleibt beim Nutzer
Die Studie zeigte auch, dass Trader eine Strategie oft basierend auf vergangenen Renditen wählen. Für 36 % der Nutzer war die historische Profitabilität das Hauptkriterium bei der Auswahl eines Traders. Gleichzeitig achten nur 22 % primär auf den maximalen Drawdown und 11 % konzentrieren sich auf den Risk Score.
Dies schafft ein Problem. Hohe vergangene Renditen mögen attraktiv aussehen, garantieren aber keine identischen Ergebnisse in der Zukunft. Wenn ein Trader einen hohen Hebel oder eine aggressive Strategie verwendet, kann der Follower selbst beim automatischen Kopieren mit einem scharfen Drawdown konfrontiert werden.
Analysten der Traders Union betonen, dass Copy Trading als Werkzeug betrachtet werden sollte und nicht als garantierte Einkommensquelle. Nutzer müssen weiterhin Risiken, Positionsgrößen, Drawdowns, die Trading-Historie und die Stabilität der Strategie überwachen.
Zuvor veröffentlichte die Traders Union bereits eine Untersuchung darüber, wie Trader künstliche Intelligenz im Handel einsetzen.
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