Gold steigt, da Erwartungen einer Fed-Zinserhöhung im Oktober nachlassen

Gold steigt, da Erwartungen einer Fed-Zinserhöhung im Oktober nachlassen
Gold gewinnt, da Warsh die Sorgen über eine Fed-Zinserhöhung im Oktober dämpft

Die Goldpreise stiegen am Freitag, nachdem die Äußerungen des Vorsitzenden der US-Notenbank, Kevin Warsh, die Händler dazu veranlasst hatten, ihre Erwartungen an eine weitere US-Zinserhöhung in diesem Monat zurückzuschrauben. Das Edelmetall behauptete einen Großteil der Erholung vom Donnerstag und wurde trotz anhaltender Inflationssorgen durch die geringeren kurzfristigen Risiken einer geldpolitischen Straffung gestützt.

Das Wichtigste

  • Gold steigt um 0,35 % auf 4.185,38 $, da die Erwartungen einer Fed-Zinserhöhung nachlassen.
  • Niedrigere Treasury-Renditen halfen Gold am Donnerstag bei der Erholung.
  • Die Fed-Politik im Dezember bleibt ein zentrales Risiko für Gold.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Spot-Gold wurde mit 4.185,38 $ je Unze gehandelt und legte um 0,35 % zu, während Gold-Futures um 0,85 % auf 4.205,40 $ stiegen. Die Gewinne folgten auf Warshs Auftritt bei den Sitzungen des Internationalen Währungsfonds in Bangkok, wo er keinen Hinweis darauf gab, dass die Fed die Zinsen im Oktober anheben würde, berichtet Bloomberg.

Warshs Äußerungen nehmen den Druck von Gold

Warsh bekräftigte das Bekenntnis der Zentralbank zur Preisstabilität, vermied jedoch eine Aussage dazu, wie die Entscheidungsträger bei ihrer Sitzung am 27.–28. Oktober abstimmen könnten. Die Händler senkten daraufhin die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober von etwa einem Drittel auf rund 17 %. Diese Änderung verringerte die Sorgen über einen unmittelbaren Anstieg der Kreditkosten, der Gold normalerweise belastet, da das Metall keine Zinsen abwirft.

Die Fed hob die Zinsen im September um 25 Basispunkte an. Die Entscheidungsträger signalisierten weiterhin, dass eine zusätzliche Straffung möglich bleibt, auch wenn jüngste Äußerungen darauf hindeuten, dass sie vor einer Entscheidung weitere Wirtschaftsdaten abwarten wollen.

Warshs Äußerungen erfolgten kurz vor Beginn der Kommunikationssperre der Fed vor der Sitzung, wodurch Anleger weniger Möglichkeiten hatten, Hinweise von Notenbankvertretern zu erhalten.

Inflation und Treasury-Renditen bleiben zentrale Risiken

Die Erholung des Goldpreises folgte auf einen Anstieg von 1,6 % am Donnerstag – den stärksten Tagesgewinn seit mehr als zwei Wochen. Die Rally fiel mit Verkäufen bei Technologiewerten zusammen, da Anleger die Nachhaltigkeit der hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz infrage stellten.

Die Nachfrage nach Staatsanleihen nahm während des Ausverkaufs zu, drückte die Treasury-Renditen nach unten und erhöhte die relative Attraktivität des renditelosen Goldes.

Diese Bedingungen begannen sich am Freitag zu ändern, als der Druck auf die Aktienmärkte nachließ und die Treasury-Renditen stiegen. Gold blieb jedoch durch die geringere Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober gestützt.

Frühere Konjunkturdaten hatten die Inflationssorgen verstärkt. Die Verbraucherpreise im September übertrafen die Erwartungen, während die Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze zusätzliche Unsicherheit über den nächsten Schritt der Fed schürten.

Das Edelmetall steuerte dennoch auf einen moderaten Wochenverlust zu, nachdem es das ganze Jahr über unter den hohen Kreditkosten gelitten hatte.

Ausblick auf die Dezember-Politik könnte Goldrichtung bestimmen

Die jüngste Neubewertung schließt eine weitere geldpolitische Straffung nicht aus. Anleger müssen nun zwischen einer Pause im Oktober und einer dauerhaften Änderung der geldpolitischen Haltung der Fed unterscheiden.

Gold reagiert weiterhin empfindlich auf diesen Unterschied. Höhere Zinsen können die Treasury-Renditen steigen lassen und den Dollar stärken, wodurch Gold für Anleger weniger attraktiv wird. Umgekehrt könnten Erwartungen einer längeren Pause den Goldpreis stützen.

Das übergeordnete Umfeld bleibt schwierig. Gold ist seit Beginn des US-Iran-Konflikts Ende Februar um etwa 20 % gefallen, da steigende Energiekosten die Inflationssorgen verstärkten und eine straffere Geldpolitik begünstigten.

Die Erholung des Goldpreises wird maßgeblich von den anstehenden Inflationsdaten und den sich wandelnden Erwartungen an die nächste geldpolitische Entscheidung der Fed abhängen, während Anleger die Aussichten für Zinssätze und Treasury-Renditen bewerten.

Wir berichteten außerdem, dass der Londoner Goldmarkt seinen Einfluss auf den physischen Handel angesichts globaler Veränderungen bei den Reserven ausbaut.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.