Thailands SEC wirft Bitkub die Verschleierung eines Hacks in Höhe von 50 Millionen US-Dollar vor
Die thailändische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat eine Strafanzeige gegen die Kryptowährungsbörse Bitkub und zwei ehemalige Führungskräfte eingereicht. Sie wirft dem Unternehmen vor, Einzelheiten zu einem Cyberangriff im Jahr 2021 verschwiegen zu haben, bei dem digitale Vermögenswerte im Wert von rund 50 Millionen US-Dollar gestohlen wurden.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Laut der Bangkok Post hat Bitkub der Aufsichtsbehörde irreführende Informationen zu dem Vorfall geliefert. Der Fall wurde nun an die Economic Crime Suppression Division (ECD) weitergeleitet, wo er möglicherweise strafrechtlich untersucht wird.
SEC wirft Bitkub-Führungskräften falsche Angaben vor
Die Aufsichtsbehörde wirft den ehemaligen Direktoren Sakolkorn Sakavee und Thaweesap Rawan vor, falsche Unternehmensdokumente eingereicht zu haben, um die SEC über die Umstände des Vorfalls zu täuschen.
Die Ermittlungen ergaben, dass Bitkub im Mai 2021 Opfer eines Cyberangriffs wurde, bei dem Hacker 16 verschiedene digitale Vermögenswerte im Wert von etwa 1,7 Milliarden Baht (rund 50 Millionen US-Dollar) entwendeten.
Die Börse hat die betroffenen Kunden bis Ende Oktober 2021 vollständig entschädigt. Die SEC behauptet jedoch, Bitkub habe in den vorgeschriebenen regulatorischen Meldungen keine vollständigen und korrekten Angaben zu dem Vorfall gemacht.
Bitkub hat sich öffentlich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Laut CoinMarketCap bleibt es die größte Kryptowährungs-Börse Thailands mit einem täglichen Handelsvolumen von über 500 Millionen US-Dollar.
Thailand verschärft die Aufsicht über den Kryptosektor
Die Beschwerde gegen Bitkub erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Thailand die Aufsicht über die Digital-Asset-Branche weiter verstärkt. Die Bank of Thailand hat kürzlich Pläne angekündigt, die Überwachung von Stablecoin-Transaktionen zu verschärfen, um Geldwäsche, illegale Finanzierungen und die Schattenwirtschaft einzudämmen.
Die Aufsichtsbehörden werden insbesondere Transaktionen mit Tether (USDT), Bargeld und Devisengeschäften überwachen. Die Zentralbank plant zudem, gemeinsam mit der SEC große Stablecoin-Transaktionen zu analysieren und potenziell illegale Finanzströme zu identifizieren.
Zuvor hatte Thailand seine Derivategesetzgebung auf digitale Vermögenswerte ausgeweitet. Nach der Genehmigung der Änderungen durch die Regierung können Bitcoin und andere Kryptowährungen künftig als Basiswerte für regulierte Derivate im Land dienen.
Neueste Bitkub Nachrichten
- Forex
- Crypto