Pavlo Kot

Ledger sieht sich einer Sammelklage in Höhe von 500 Millionen US-Dollar wegen Datenschutzverletzungen gegenüber

Ledger sieht sich einer Sammelklage in Höhe von 500 Millionen US-Dollar wegen Datenschutzverletzungen gegenüber
Ledger sieht sich einer 500-Millionen-Dollar-Klage wegen Datenschutzverletzungen gegenüber

​Der Hersteller von Hardware-Krypto-Wallets Ledger steht vor einer Sammelklage, bei der mindestens 500 Millionen US-Dollar wegen einer Reihe von Datenschutzverletzungen bei Kunden gefordert werden. Der Kläger wirft dem Unternehmen vor, die persönlichen Daten der Kunden nicht ausreichend geschützt und nach früheren Vorfällen keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen zu haben.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Klage wurde am 27. August von Ledger-Nutzer Douglas Kim eingereicht, der angibt, fast 2 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen verloren zu haben. Laut Klageschrift nutzten Angreifer Informationen aus Vorfällen in den Jahren 2020 und 2023, um gezielt seine Krypto-Vermögenswerte anzugreifen.

In der Klage wird ein „systematisches“ Missachten der Sicherheit und des Datenschutzes der persönlichen Daten der Kunden behauptet. Der Kläger wirft Ledger außerdem vor, die Auswirkungen der Vorfälle heruntergespielt und die Nutzer nicht rechtzeitig über die Risiken informiert zu haben.

Klage konzentriert sich auf Vorfälle in 2020 und 2023

Im Jahr 2020 führte eine Sicherheitsverletzung in der Ledger -Datenbank dazu, dass die persönlichen Daten von fast 300.000 Kunden offengelegt wurden. Diese Informationen tauchten anschließend auf einem Marktplatz für gestohlene Daten auf.

Laut Kläger ermöglichte die Offenlegung persönlicher Daten gezielte Angriffe auf Besitzer von Hardware-Wallets. Angreifer konnten Informationen, die eine bestimmte Person als Ledger-Kunden identifizierten, für Phishing und andere Formen von Social Engineering nutzen.

Ein separater Vorfall im Jahr 2023 betraf das Ledger Connect Kit. Nachdem das Konto eines ehemaligen Mitarbeiters kompromittiert wurde, verbreiteten Angreifer eine bösartige Version der Software, die in der Lage war, Krypto-Transaktionen der Nutzer umzuleiten.

Der Kläger behauptet, Ledger habe nicht nur die Kundendaten unzureichend geschützt, sondern nach den Vorfällen auch keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Fälle zu verhindern. Er argumentiert, dass rechtzeitige Warnungen es den Kunden ermöglicht hätten, sich besser vor weiteren Angriffen zu schützen.

Kläger fordert mindestens 500 Millionen US-Dollar

Die Klage behauptet außerdem, dass Ledgers Verhalten möglicherweise gegen das New Yorker Stop Hacks and Improve Electronic Data Security Act verstoßen habe, das Anforderungen zum Schutz persönlicher Daten festlegt. Die Vorwürfe umfassen auch Fahrlässigkeit.

Der Kläger fordert mindestens 500 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Je nach Anzahl der Mitglieder der Sammelklage und der festgestellten Schäden könnte die Gesamtsumme potenziell mehrere Milliarden Dollar erreichen. Zudem wurde ein Schwurgerichtsverfahren beantragt.

Die Klage erwähnt keinen weiteren Vorfall im Jahr 2026, bei dem Ledger-Kundendaten nach einer Sicherheitsverletzung beim Drittanbieter-Zahlungsdienstleister Global-e kompromittiert wurden.

Im August stellte Ledger ein neues Transaktionssigniergerät und eine Krypto-Wallet vor, die einen alternativen Ansatz zu den gängigen Sicherheitsmodellen für digitale Vermögenswerte bieten. Das Unternehmen erweitert sein Produktportfolio weiter, während das Thema Sicherheit bei der Selbstverwahrung von Krypto-Assets zunehmend in den Fokus rückt.

Zuvor berichteten wir, dass Ledger Krypto-Inhaber dazu aufrief, Selbstverwahrung zu nutzen, um ihre Abhängigkeit von Einschränkungen und Delistings auf zentralisierten Plattformen zu verringern. Das Unternehmen positioniert Hardware-Wallets als Möglichkeit für Nutzer, die direkte Kontrolle über ihre digitalen Vermögenswerte zu behalten.

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