Citi und DBS kooperieren bei sofortigen grenzüberschreitenden USD-Zahlungen über Swift

Citi und DBS kooperieren bei sofortigen grenzüberschreitenden USD-Zahlungen über Swift
Citi und DBS testen sofortige 24/7-Dollarzahlungen

​DBS und Citi haben am Wochenende eine grenzüberschreitende US-Dollar-Zahlung zwischen Singapur und den USA abgeschlossen. Dabei wurden tokenisierte Einlagen genutzt, um Gelder außerhalb der üblichen Bankzeiten zu transferieren. Die Transaktion dauerte nur wenige Minuten statt der bei herkömmlichen internationalen Überweisungen üblichen bis zu zwei Geschäftstage.

Das Wichtigste

  • DBS und Citi haben am Wochenende eine US-Dollar-Zahlung innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.
  • Tokenisierte Einlagen wurden über das Swift Digital Ledger transferiert.
  • Herkömmliche grenzüberschreitende Zahlungen können bis zu zwei Geschäftstage dauern.
  • Die ausgehenden Zahlungen aus Asien könnten bis 2033 ein Volumen von 24 Billionen US-Dollar erreichen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Zahlung zwischen DBS und der New Yorker Niederlassung von Citi wurde laut der offiziellen DBS-Website am 5. September über tokenisierte Einlagen und das Swift Digital Ledger abgewickelt. Der Test zeigt, wie bestehende Banken tokenisiertes Geld mit einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur kombinieren können, um institutionelle Zahlungen rund um die Uhr zu verarbeiten.

Tokenisierte Einlagen überwinden die Bankzeiten

Grenzüberschreitende Zahlungen können sich verzögern, wenn Transaktionen über Institute in unterschiedlichen Zeitzonen laufen oder außerhalb der üblichen Bankzeiten eingeleitet werden. Bei Wochenendzahlungen kann es zu zusätzlichen Verzögerungen kommen, bevor die Gelder den Empfängern zur Verfügung stehen.

Die Transaktion von DBS und Citi wurde entwickelt, um diese Einschränkung zu beseitigen. Durch die Abwicklung tokenisierter Einlagen über die Infrastruktur des Swift Digital Ledger konnten die Banken die Überweisung innerhalb weniger Minuten abschließen, obwohl sie am Wochenende stattfand.

Für Treasury-Abteilungen von Unternehmen könnte eine schnellere Abwicklung den Transfer von Liquidität zwischen Tochtergesellschaften und Märkten erleichtern, wenn sich die Bedingungen ändern. Das ist besonders für Unternehmen relevant, die kontinuierlich in mehreren Regionen tätig sind, darunter E-Commerce-Unternehmen und Anbieter digitaler Dienstleistungen.

Das Experiment spiegelt zudem das wachsende Interesse an Blockchain-basierter Treasury-Infrastruktur wider. Untersuchungen von DBS ergaben, dass 50 % der Finanzverantwortlichen Blockchain-Funktionen als Teil ihrer Strategien für Liquiditäts- und Devisenmanagement prüfen.

Asien treibt die Nachfrage nach schnelleren Zahlungen an

Der potenzielle Markt ist beträchtlich. Die grenzüberschreitenden ausgehenden Zahlungen aus Asien dürften bis 2033 ein Volumen von 24 Billionen US-Dollar erreichen, verglichen mit 13,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2025.

Banken prüfen zunehmend, ob tokenisierte Einlagen von Geschäftsbanken die Abwicklung verbessern können, ohne dass Unternehmenskunden das regulierte Bankensystem verlassen müssen. Dieser Ansatz unterscheidet sich von der Nutzung öffentlicher Kryptowährungen: Die Einlagen bleiben mit etablierten Finanzinstituten verbunden, während die zugrunde liegende Transferinfrastruktur kontinuierlich verfügbar wird.

DBS entwickelt dieses Modell seit mehreren Jahren. Im Jahr 2024 führte die Bank DBS Token Services ein, die programmierbare und nahezu sofortige Werttransfers über ihre zugelassene Blockchain-Infrastruktur ermöglichen. Die singapurische Bank ist außerdem das einzige Institut mit Hauptsitz in Asien unter den 12 Banken in der zentralen Designgruppe des Digital Ledger von Swift.

Ein Test für ein globales Bankwesen ohne Unterbrechung

Die Bedeutung der Transaktion liegt weniger in ihrer individuellen Größe als in dem, was sie demonstriert: Regulierte Banken können tokenisierte Einlagen international transferieren, ohne auf die Wiederaufnahme der üblichen Bankwoche warten zu müssen.

Wenn die Infrastruktur skaliert, könnten Unternehmen schneller auf Betriebskapital zugreifen und ihre Liquidität sowie ihr FX-Exposure besser steuern. Da das Volumen ausgehender Zahlungen aus Asien zwischen 2025 und 2033 voraussichtlich um mehr als 10 Billionen US-Dollar steigen wird, könnte die Verringerung von Abwicklungsverzögerungen für Banken, die um Zahlungsströme von Unternehmen konkurrieren, zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Wir berichteten außerdem, dass Citi eine chinesische Maklerlizenz anstrebt, um die Expansion zu beschleunigen.

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