Chainlink öffnet Banken den Zugang zum Blockchain-Ledger von Swift

Chainlink öffnet Banken den Zugang zum Blockchain-Ledger von Swift
Chainlink verbindet Banken für tokenisierte Zahlungen mit Swift

Chainlink entwickelt eine Infrastruktur, die es Finanzinstituten ermöglichen soll, ihre bestehenden Systeme direkt mit dem Blockchain-basierten Ledger von Swift zu verbinden. Das Projekt ist darauf ausgelegt, rund um die Uhr tokenisierte Zahlungen zu unterstützen, ohne dass Banken die Kontrolle über Transaktionsschlüssel abgeben oder ihre bestehenden Abwicklungsvereinbarungen ersetzen müssen.

Das Wichtigste

  • Chainlink verbindet Banken mit dem Ledger von Swift.
  • Banken behalten die Kontrolle über die Schlüssel zur Transaktionssignierung.
  • Das System unterstützt rund um die Uhr verfügbare tokenisierte Zahlungen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut der Pressemitteilung werden Banken die Chainlink Runtime Environment, kurz CRE, nutzen, um Abläufe zwischen ihren eigenen Ledgern für tokenisierte Einlagen und dem gemeinsamen Ledger von Swift zu koordinieren. Finanzinstitute behalten die kryptografischen Schlüssel zur Autorisierung von Transaktionen und können dadurch ihre bestehenden Genehmigungs- und Sicherheitsprozesse beibehalten.

Verbindung von Bank-Ledgern mit Swift

Die Architektur trennt tokenisierte Einlagen von der Infrastruktur, die Zahlungen zwischen Banken koordiniert. Die Einlagen verbleiben auf dem jeweiligen Ledger und in der Bilanz des Instituts, während das Ledger von Swift den Geldtransfer zwischen den teilnehmenden Instituten verwaltet.

Damit sollen grenzüberschreitende Zahlungsaufträge auch über Nacht und an Wochenenden möglich werden, sodass Aktivitäten über die üblichen Banköffnungszeiten hinaus stattfinden können. Das Ledger von Swift ersetzt weder die bestehende Rolle des Netzwerks bei der Finanzkommunikation noch wird es zur finalen Abwicklungsstelle. Die Abwicklung kann weiterhin über etablierte Mechanismen wie Real-Time-Gross-Settlement-Systeme erfolgen.

CRE fungiert stattdessen als Orchestrierungsschicht zwischen der Infrastruktur einer Bank und dem Ledger von Swift. Das Self-Signing-Modell ist für Institute wichtig, da die Transaktionsautorisierung unter ihrer Kontrolle bleibt und nicht an einen externen Blockchain-Dienst delegiert wird.

Tokenisierte Einlagen auf dem Weg zur breiteren Nutzung

Swift kündigte sein Blockchain-basiertes gemeinsames Ledger erstmals auf der Sibos 2025 an. Die Infrastruktur wurde unter Einbeziehung von mehr als 40 Finanzinstituten entwickelt und innerhalb von neun Monaten vom Konzept zur Aktivierung gebracht.

Siebzehn frühe Teilnehmer nutzen das Ledger nun in Pilotprojekten mit tokenisierten Einlagen für verschiedene Zahlungsszenarien. Das potenzielle Verteilungsnetz ist deutlich größer: Swift verbindet mehr als 11.500 Finanzinstitute und Unternehmen in über 200 Märkten.

Anders als Stablecoins, die außerhalb traditioneller Bankensysteme ausgegeben werden, bleiben die an dem Projekt beteiligten Einlagen Verbindlichkeiten der ausgebenden Banken. Diese Struktur ermöglicht es Instituten, die Blockchain-basierte Zahlungskoordination zu erproben und zugleich Geschäftsbankgeld sowie bestehende Abwicklungsprozesse beizubehalten.

Eine Brücke für Zahlungen rund um die Uhr

Die Chainlink-Integration beseitigt ein praktisches Hindernis für die breitere institutionelle Nutzung tokenisierter Einlagen: die Verbindung der Blockchain-Infrastruktur mit den bestehenden Autorisierungs-, Sicherheits- und Betriebssystemen der Banken.

Ihre Bedeutung wird letztlich davon abhängen, ob sie über die ersten Pilotprojekte hinaus angenommen wird. Da jedoch bereits 17 Institute das Swift-Ledger testen und mehr als 40 an seiner Entwicklung beteiligt waren, bietet das Projekt einen konkreten Test dafür, ob tokenisierte Bankeinlagen kontinuierliche grenzüberschreitende Zahlungen ermöglichen können, ohne dass Banken ihre zentrale Abwicklungsinfrastruktur neu aufbauen müssen.

Wie wir bereits berichteten, führt Chainlink CCIP 2,0 für Sicherheitskontrollen von Krypto-Bridges ein.

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