Mastercard führt neues Sicherheitstool für Stablecoin-Zahlungen ein

Mastercard führt neues Sicherheitstool für Stablecoin-Zahlungen ein
Mastercard führt Betrugskontrollen für Stablecoins ein

​Mastercard hat einen Risikointelligence-Dienst eingeführt, der Banken und Zahlungsdienstleistern helfen soll, Betrug und Finanzkriminalität im Zusammenhang mit Stablecoin-Transaktionen zu erkennen. Der Start spiegelt die wachsende Nachfrage nach Sicherheitslösungen wider, da Finanzinstitute digitale Währungen zunehmend für internationale Überweisungen und Geschäftszahlungen einsetzen.

Das Wichtigste

  • Mastercard führt Betrugserkennung für Stablecoins ein.
  • Borderless.xyz und Keyrails unterstützen den ersten Rollout.
  • Die weltweite kommerzielle Verfügbarkeit ist für 2027 geplant.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut einer Pressemitteilung von Mastercard stellte das Unternehmen Stablecoin Security auf der Konferenz Money20/20 USA vor. Der Dienst kombiniert herkömmliche Zahlungsdaten mit Blockchain-Analysen, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen, bevor Gelder zwischen Konten oder über Blockchain-Netzwerke hinweg bewegt werden. Borderless.xyz und Keyrails sind die ersten Partner.

Mastercard weitet Betrugserkennung auf Stablecoins aus

Stablecoin Security analysiert die Transaktionshistorie, die Herkunft der Gelder, ein mögliches Sanktionsrisiko und Hinweise auf Betrug. Der Dienst erstellt Risikobewertungen vor Abschluss der Zahlungen und ermöglicht es Finanzinstituten, Transaktionen zu untersuchen, die einer zusätzlichen Prüfung bedürfen könnten.

Der Dienst arbeitet über eine Application Programming Interface (API), die sich mit bestehenden Systemen zur Betrugserkennung und Compliance verbinden lässt. Mastercard zufolge können Banken auf diese Weise Stablecoin-Überweisungen überwachen, ohne eine separate Infrastruktur für das Management digitaler Vermögensrisiken aufzubauen.

Das Unternehmen verwies auf eine Untersuchung von 593 Millionen Stablecoin-Transferereignissen im Rahmen von 141 Millionen Ethereum-Transaktionen im Jahr 2025. Fast 60 % davon umfassten komplexe, mehrstufige Transfers statt direkter Zahlungen zwischen zwei Parteien. Solche Transaktionen können es erschweren, die Herkunft der Gelder nachzuvollziehen und potenziell verdächtige Aktivitäten zu erkennen.

Borderless.xyz und Keyrails unterstützen den ersten Rollout

Mastercard arbeitet mit Borderless.xyz und Keyrails zusammen, um den Dienst in grenzüberschreitende Zahlungsprozesse zu integrieren. Beide Unternehmen nehmen an Mastercards Programm Start Path Blockchain and Digital Assets teil, das Start-ups bei der Entwicklung von Finanztechnologien unterstützt.

Borderless.xyz verbindet Finanzinstitute mit lizenzierten Stablecoin-Anbietern, die in mehr als 113 Ländern tätig sind und 72 Währungen unterstützen. Keyrails konzentriert sich auf internationale Handelszahlungen mit hohem Volumen, darunter Transaktionen in Schwellenländern.

Der Dienst wird zunächst in Nordamerika eingeführt; die weltweite kommerzielle Verfügbarkeit wird für 2027 erwartet. Mastercard plant außerdem, die Nutzung über BVNK auszuweiten, das Stablecoin-Infrastrukturunternehmen, das der Konzern im August 2026 übernommen hat.

Sicherheit wird für die Stablecoin-Verbreitung zentral

Der Start erfolgt, während Stablecoins über den Krypto-Handel hinaus zunehmend genutzt werden. Banken und Zahlungsdienstleister prüfen ihren Einsatz für internationale Abwicklungen, Lieferantenzahlungen und Währungsüberweisungen, bei denen herkömmliche Bankprozesse mehrere Vermittler einbeziehen können.

Schnellere Abwicklungen machen es jedoch nicht überflüssig, Betrug zu erkennen, Sanktionen einzuhalten oder den Geldfluss zu überprüfen. Komplexe Transaktionen können diese Aufgaben erschweren, insbesondere wenn Zahlungen mehrere Netzwerke und Rechtsordnungen durchlaufen.

Der neue Dienst von Mastercard begegnet dieser Herausforderung, indem er bestehende Risikokontrollen auf Blockchain-basierte Zahlungen ausweitet. Seine Wirksamkeit wird davon abhängen, wie genau Institute verdächtige Transaktionen erkennen und gleichzeitig legitime Überweisungen ohne unnötige Verzögerungen ausführen können.

Zuvor berichteten wir, dass Mastercard, Visa und Stripe Stablecoin-Zahlungen ausweiten, da die Transaktionsvolumina steigen.

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