BlackRock kooperiert mit SBI und Startale, um tokenisierte Finanzprodukte in Japan voranzubringen

BlackRock kooperiert mit SBI und Startale, um tokenisierte Finanzprodukte in Japan voranzubringen
BlackRock prüft Integration eines Fonds mit Yen-Stablecoin

​BlackRock hat sich mit der japanischen SBI Holdings und dem Blockchain-Unternehmen Startale zusammengeschlossen, um tokenisierte Geldmarktfonds mit einem auf Yen lautenden Stablecoin zu verbinden. Die geplante Lösung könnte den Wechsel zwischen traditionellen Anlageprodukten und Blockchain-basierten Zahlungen erleichtern. Die Unternehmen haben sich jedoch nicht auf die Einführung eines Dienstes festgelegt.

Das Wichtigste

  • BlackRock, SBI und Startale unterzeichnen eine Tokenisierungsvereinbarung.
  • Die Unternehmen prüfen, Geldmarktfonds mit JPYSC zu verbinden.
  • Die Initiative richtet sich auf institutionelle Blockchain-Finanzierungen in Japan.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die drei Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung, die am 27. Oktober bekannt gegeben wurde, wie aus einer Mitteilung von SBI Holdings hervorgeht. An der Vereinbarung sind BlackRock Financial Management und BlackRock Japan beteiligt. Im Mittelpunkt steht die Verknüpfung tokenisierter Geldmarktfonds mit JPYSC, einem auf japanische Yen lautenden Stablecoin in Trust-Form.

Investmentfonds mit digitalen Zahlungen verbinden

Geldmarktfonds investieren in der Regel in kurzfristige Schuldtitel und werden von institutionellen Anlegern häufig zur Verwaltung ihrer Liquidität genutzt. Bei der Tokenisierung werden Eigentumsanteile an Finanzprodukten auf einer Blockchain-Infrastruktur abgebildet. Dadurch können Vermögenswerte potenziell über digitale Abwicklungssysteme übertragen werden.

Die Unternehmen prüfen die erforderliche Technologie, um diese Fonds mit JPYSC zu verbinden. Dazu gehören Anforderungen an die Infrastruktur und mögliche Transaktionsmodelle. Zudem werden sie Geschäftsmodelle, Vertriebskanäle und regulatorische Pflichten untersuchen, die sich auf die Akzeptanz bei Finanzinstituten und anderen Marktteilnehmern auswirken könnten.

Die Vereinbarung befindet sich noch in der Prüfungsphase. Es wurden weder ein Starttermin noch ein Anlagebetrag oder ein bestimmter tokenisierter Fonds bekannt gegeben. Auch haben die Unternehmen nicht mitgeteilt, ob ein geplantes System Privatanlegern zur Verfügung stehen würde.

Japan will seine Rolle im Bereich tokenisierter Finanzprodukte ausbauen

Japan hat mit Änderungen seines Gesetzes über Zahlungsdienste einen rechtlichen Rahmen für Stablecoins geschaffen. Dieser Rahmen bietet einen regulatorischen Ausgangspunkt. Die Verknüpfung von Stablecoins mit Anlageprodukten erfordert jedoch weitere Arbeit an Infrastruktur, Vertrieb und Compliance.

SBI entwickelt Blockchain-basierte Finanzdienstleistungen, während Startale Expertise im Bereich der Infrastruktur für digitale Vermögenswerte bietet. BlackRock bringt Erfahrung in der Vermögensverwaltung und mit tokenisierten Anlageprodukten ein. Die Zusammenarbeit soll auch weiteren Finanzinstituten und Unternehmen in Japan und im Ausland offenstehen.

Die geplante Verbindung könnte berechtigten Anlegern ermöglichen, effizienter zwischen tokenisierten Liquiditätsmanagement-Produkten und digitalen Abwicklungsinstrumenten auf Yen-Basis zu wechseln. Ob diese Vorteile tatsächlich eintreten, hängt von behördlichen Genehmigungen, technischer Kompatibilität und der Beteiligung von Finanzintermediären ab.

Ein Test für die institutionelle Blockchain-Adoption

Die Verknüpfung von Geldmarktfonds mit einem regulierten Yen-Stablecoin könnte eine weitere Möglichkeit bieten, Liquidität zu verwalten und Transaktionen abzuwickeln. Tokenisierte Vermögenswerte stehen jedoch weiterhin vor operativen, Verwahrungs- und regulatorischen Herausforderungen, insbesondere wenn verschiedene Institutionen und Rechtsräume beteiligt sind.

Die unmittelbare Bedeutung liegt darin, dass BlackRock neben zwei japanischen Unternehmen mit bereits bestehender Aktivität im Bereich digitaler Finanzdienstleistungen beteiligt ist. Ob sie über eine Absichtserklärung hinaus einen funktionsfähigen Dienst entwickeln können, wird darüber entscheiden, ob die Initiative Teil der japanischen Finanzinfrastruktur wird.

Zuvor berichteten wir, dass BlackRock und Ondo die Tokenisierung auf Onchain-Portfolios ausweiten.

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