Bund hält nach CureVac-Aktientausch 0,6 Prozent an BioNTech

Bund hält nach CureVac-Aktientausch 0,6 Prozent an BioNTech
Bund hält Mini-Anteil

Nach der vollständigen Übernahme von CureVac durch BioNTech im Jahr 2025 ist der Bund nur noch mit einer kleinen Beteiligung an dem Mainzer Biotechnologieunternehmen engagiert. Die Bundesregierung sieht wegen des Anteils von 0,6 Prozent keine Möglichkeit, über allgemeine Aktionärsrechte hinaus Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen zu nehmen.

Das Wichtigste

  • Der Bund hält nach dem CureVac-Aktientausch ab 2025 nur noch 0,6 Prozent an BioNTech statt zuvor 13,3 Prozent an CureVac.
  • Mit 0,6 Prozent Beteiligung kann der Bund keinen Vertreter in den BioNTech-Aufsichtsrat entsenden und hat keinen zusätzlichen Einfluss auf Unternehmensentscheidungen.
  • BioNTech plant die Schließung mehrerer Standorte und den Abbau von rund 1.860 Stellen, während Moderna eine Übernahme von BioNTech-Werken prüft.

Beteiligung des Bundes nach der CureVac-Übernahme

Laut Bundestag stimmt der Bund einem Aktientausch von CureVac-Aktien gegen BioNTech-Aktien zu. Zuvor hält der Bund 13,3 Prozent an CureVac, nach der vollständigen Übernahme im Jahr 2025 verbleibt daraus eine Beteiligung von 0,6 Prozent an BioNTech.

Nach Darstellung der Bundesregierung reicht dieser Anteil nicht aus, um einen Vertreter in den Aufsichtsrat zu entsenden. Über die allgemeinen Aktionärsrechte hinaus bestehen damit keine weiteren Einflussmöglichkeiten auf strategische oder operative Entscheidungen des Unternehmens.

Unsicherheit für den Innovationsstandort Deutschland

Im Zusammenhang mit der Übernahme verweisen die Fragesteller darauf, dass BioNTech die Schließung mehrerer Produktionsstandorte im In- und Ausland sowie den Abbau von rund 1.860 Stellen plane. Zudem prüft der U.S.-Konzern Moderna eine Übernahme von BioNTech-Werken.

Über den geplanten Stellenabbau, Standortschließungen und die strategische Neuaufstellung bei BioNTech ist die Bundesregierung nach eigenen Angaben vor der öffentlichen Bekanntgabe informiert worden. Die Folgen für den Innovationsstandort Deutschland seien derzeit nur schwer abzuschätzen, möglich seien Arbeitsplatzverluste, eine Schwächung regionaler Innovationsnetzwerke sowie Veränderungen bei Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten. Die Bundesregierung erklärt zugleich, sie arbeite intensiv an einer Verbesserung der innovationspolitischen Rahmenbedingungen.

Unsere frühere Berichterstattung zur Kabinettsklausur in Schloss Neuhardenberg zeigte, wie die Bundesregierung mit Reformen, Schlüsseltechnologien und weniger Bürokratie mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit erreichen will. Im Mittelpunkt standen die Hightech Agenda mit Roadmaps etwa für KI und Biotechnologie sowie das geplante Innovationsfreiheitsgesetz, das Forschung und Unternehmen durch vereinfachte Verfahren entlasten soll.

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