USA bereit, Iran-Blockade unbegrenzt aufrechtzuerhalten, während das globale Ölangebot schrumpft
Die Vereinigten Staaten können ihre Seeblockade gegen den Iran unbegrenzt aufrechterhalten und beabsichtigen, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu erhöhen. Diese Aussagen erfolgen, während die Waffenstillstandsgespräche ins Stocken geraten sind und das weltweite Ölangebot weiter zurückgeht.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Laut Reuters erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, dass die US-Marine über ausreichende Ressourcen verfüge, um den Einsatz langfristig aufrechtzuerhalten. Washington könne regelmäßig Schiffe austauschen und so die militärische Präsenz in der Region sichern.
USA bereiten neue Maßnahmen gegen den Iran vor
„Die US-Marine kann eine solche Blockade unbegrenzt aufrechterhalten, weil wir, wie gehabt, Schiffe ein- und auswechseln“, sagte Hegseth während einer Reise nach Panama vor Journalisten.
US-Finanzminister Scott Bessent kündigte ebenfalls an, den finanziellen Druck auf Teheran zu verstärken. Neue Maßnahmen sollen nächste Woche vorgestellt werden und voraussichtlich die wirtschaftliche Isolation des Landes deutlich vertiefen.
Die USA hatten Mitte Juni die Beschränkungen für iranische Häfen und Schifffahrt für etwa einen Monat vorübergehend aufgehoben, später die Blockade jedoch wieder eingeführt. Damit wurde Teherans Zugang zu einer der wichtigsten Devisenquellen eingeschränkt, nachdem die Energieinfrastruktur durch militärische Angriffe beschädigt worden war.
Washington hatte das Ende der Blockade zuvor an eine Einigung zwischen Iran und Oman zur Wiederaufnahme des kommerziellen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus geknüpft. Die Verhandlungen haben bislang jedoch zu keinem Ergebnis geführt.
Iran wiederum nutzt seine Kontrolle über die Meerenge als Druckmittel. Teheran erklärt, die Route werde erst wieder geöffnet, wenn seine Bedingungen erfüllt sind – darunter die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte.
Das globale Ölangebot könnte um 4 % sinken
Vor diesem Hintergrund bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weiterhin auf einem Dreimonatstief.
Am Dienstag passierten acht Schiffe die Wasserstraße, verglichen mit einem Durchschnitt von etwa 12 in den vorangegangenen zehn Tagen. Vor dem Krieg nutzten täglich 130–140 Schiffe die Route.
Die Situation wirkt sich bereits auf die weltweite Energieversorgung aus. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass das globale Ölangebot im Jahr 2026 um 4,3 Millionen Barrel pro Tag sinken wird, was etwa 4 % entspricht. Noch einen Monat zuvor hatte die Agentur einen Rückgang von 3,7 Millionen Barrel pro Tag prognostiziert.
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt die Möglichkeit einer Intensivierung militärischer Angriffe gegen den Iran ins Spiel gebracht, bislang jedoch auf den Einsatz von Bodentruppen verzichtet. In dieser Woche deutete er an, dass Washington stattdessen vor allem auf wirtschaftlichen Druck setzen könnte.
Der demokratische Fraktionsführer im Senat, Chuck Schumer, forderte zuvor eine Unterrichtung der Abgeordneten, nachdem Berichte über eine geheime Evakuierungsaktion Trumps aus der Türkei wegen einer angeblichen iranischen Attentatsdrohung bekannt wurden.
Neueste Iran war Nachrichten
- Forex
- Crypto