EU unterstützt US-Sanktionen gegen Iran, während die Spannungen in der Straße von Hormus anhalten

EU unterstützt US-Sanktionen gegen Iran, während die Spannungen in der Straße von Hormus anhalten
EU schließt sich den Sanktionsbemühungen gegen Iran an

Die Europäische Union hat sich einer von den USA geführten Kampagne angeschlossen, um Irans finanzielle Isolation zu verschärfen, während Washington breitere internationale Unterstützung für den Druck auf Teheran sucht. Gleichzeitig erwägt Südkorea militärische Unterstützung, um die Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen, und verleiht den wachsenden Koalitionsbemühungen damit eine sicherheitspolitische Dimension.

Das Wichtigste

  • Die EU unterstützte die US-Sanktionskampagne gegen Iran.
  • Washington bereitet zusätzliche Sekundärsanktionen vor.
  • Südkorea erwägt Unterstützung rund um die Straße von Hormus.
  • Teheran sieht sich wachsendem finanziellen und maritimen Druck ausgesetzt.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die EU unterstützte die Operation Economic Outcast, eine US-Sanktionsinitiative gegen Irans Verbindungen zum globalen Finanzsystem, die Beschaffung von digitalen Vermögenswerten und Technologie sowie Gold, Luftfahrt und Schifffahrt, berichtete CNBC. Brüssel erklärte zuvor, dass zusätzlicher wirtschaftlicher Druck die Bemühungen zur Eindämmung destabilisierender Aktivitäten und zur Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Teheran begleiten sollte.

Sanktionsdruck geht über Washington hinaus

Die Trump-Regierung startete die Operation Economic Outcast Ende August mit dem Ziel, Irans Zugang zu Finanzierungen und zum internationalen Handel einzuschränken. Finanzminister Scott Bessent nutzte die dieswöchigen Treffen der Gruppe der 20 in Asheville, North Carolina, um andere Regierungen dazu zu bewegen, ihr finanzielles Engagement in Teheran zu reduzieren.

Washington bereitet außerdem Sekundärsanktionen gegen Institutionen vor, die weiterhin iranische Transaktionen ermöglichen. Banken stehen dabei früh im Fokus, da der Zugang zum dollarbasierten Finanzsystem den USA erheblichen Einfluss auf Institutionen außerhalb Irans verschafft.

Die EU verhängt bereits separate Sanktionen gegen Irans Atom- und ballistische Raketenprogramme sowie gegen seine militärische Unterstützung für Russland. Ihre Beteiligung an der US-Initiative verstärkt den koordinierten finanziellen Druck auf Teheran zu einem Zeitpunkt, an dem China für den iranischen Handel besonders wichtig bleibt und zuvor etwa 90 % der sanktionierten Rohölexporte des Landes abnahm.

Südkorea erwägt eine Sicherheitsrolle

Seoul prüft unabhängig davon Optionen, die militärische Unterstützung für Bemühungen zur Wiederöffnung der Straße von Hormus für den kommerziellen Schiffsverkehr umfassen könnten. Südkorea hat noch keine endgültige Entscheidung getroffen, obwohl Berichte aus dem Inland nahelegen, dass vor Jahresende Truppen in den Golf entsandt werden könnten.

Die Gespräche finden statt, während die Kämpfe erneut intensiver geworden sind. US-Streitkräfte führten diese Woche neue Angriffe auf iranische Militärziele durch, während Iran mit Angriffen auf amerikanische Stützpunkte im gesamten Nahen Osten reagierte.

Die Handelsschifffahrt bleibt eingeschränkt. Das US Central Command erklärte, es habe im Rahmen der Maßnahmen gegen iranische Aktivitäten auf See 87 Handelsschiffe umgeleitet, drei außer Gefecht gesetzt und zwei an Bord genommen.

Hormus hält die wirtschaftlichen Risiken hoch

Die Kombination aus Sanktionen und militärischem Druck erhöht die Risiken sowohl für den iranischen Handel als auch für die regionale Schifffahrt. Die Straße von Hormus bleibt einer der wichtigsten maritimen Energiekorridore der Welt, sodass Störungen dort die Rohölversorgung, Frachtkosten und die Inflation weit über die Region hinaus beeinflussen können.

Die Ölmärkte reagierten im jüngsten Handel jedoch relativ verhalten. Brent -November-Futures notierten bei 95,41 US-Dollar je Barrel und damit 0,12 % niedriger, während WTI-Oktober-Futures bei 91,40 US-Dollar und damit 0,11 % höher gehandelt wurden. Die begrenzten Kursbewegungen deuten darauf hin, dass Händler die erneuten geopolitischen Risiken gegen das bislang Ausbleiben einer schwerwiegenderen Unterbrechung der Rohölströme abwägen.

Zuvor berichteten wir, dass Kuwait und Katar ihre Öllieferungen durch die Straße von Hormus erhöht haben.

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