Somalias Wirtschaft dürfte ihr Wachstum beibehalten, da der IWF die Reformagenda unterstützt

Somalias Wirtschaft dürfte ihr Wachstum beibehalten, da der IWF die Reformagenda unterstützt
Somalias robuster Wachstumsausblick

Es wird erwartet, dass Somalia trotz des Drucks durch geringere Auslandshilfe, Klimaschocks und Übertragungseffekte regionaler Konflikte bis 2026 ein positives Wirtschaftswachstum beibehält. Das IWF-Personal prognostiziert ein Wachstum von 2,3 Prozent im Jahr 2026 und 2,7 Prozent im Jahr 2027 und fordert die Behörden zugleich auf, die makroökonomische Stabilität zu sichern und die Strukturreformen voranzutreiben.

Das Wichtigste

  • Eine von Ran Bi geleitete IWF-Mitarbeitermission berichtet, dass Somalia trotz Kürzungen der Auslandshilfe, Klimaschocks und regionaler Konflikte seine Reformdynamik beibehält, die kurzfristigen Risiken jedoch weiterhin hoch sind.
  • Der IWF prognostiziert, dass sich Somalias Haushaltsdefizit von 0,9 Prozent des BIP im Jahr 2026 auf 0,5 Prozent im Jahr 2027 verringern wird, während das Land seine inländischen Einnahmen steigern und die Steuerdurchsetzung verbessern will.
  • Der IWF betont die Notwendigkeit einer vorsichtigen Währungsreform, einer verbesserten Finanzaufsicht, eines besseren Geschäftsumfelds und der Klimaanpassung, um die Widerstandsfähigkeit von Somalias Privatsektor zu stärken.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

IWF-Mission skizziert politische Prioritäten

Wie der Internationale Währungsfonds berichtet, führt ein von Ran Bi geleitetes Mitarbeiterteam vom 21. September bis 1. Oktober in Nairobi Gespräche mit den somalischen Behörden im Rahmen der Artikel-IV-Konsultation 2026 und erklärt, dass das Land trotz eines schwierigen operativen Umfelds weiterhin Reformen vorantreibt.

Der Fonds erklärt, dass sich die kurzfristigen politischen Erfordernisse auf die Sicherung der makroökonomischen Stabilität durch eine schnellere Mobilisierung inländischer Einnahmen, Ausgabendisziplin, ein stärkeres öffentliches Finanz- und Schuldenmanagement sowie eine straffere Finanzaufsicht und finanzielle Inklusion konzentrieren. Er betont zudem, dass eine Währungsreform weiterhin wichtig sei, jedoch vorsichtig und nur mit den erforderlichen Schutzvorkehrungen umgesetzt werden sollte.

Ran Bi erklärt, dass starke Kürzungen der Auslandshilfe, schwere Klimaschocks und Übertragungseffekte regionaler Konflikte die Wirtschaftsaktivität belasten, die Inflation erhöhen und den Druck auf die öffentlichen Finanzen verstärken. Obwohl robuste Rücküberweisungszuflüsse für etwas Stabilität sorgen, bleibt Somalias Außenposition laut IWF anfällig, und die kurzfristigen Risiken sind wegen der Gefahr weiterer Klimaschocks und erneut aufflammender regionaler Konflikte weiterhin hoch.

Haushaltsdisziplin und Reformen des Privatsektors bleiben zentral

Der IWF erklärt, dass die Behörden weiterhin auf die Steigerung der inländischen Einnahmen fokussiert sind, auch wenn wiederholte Schocks die Umsetzung erschweren. Er prognostiziert für 2026 ein Haushaltsdefizit von 0,9 Prozent des BIP und für 2027 von 0,5 Prozent, wobei steigende Sicherheitsausgaben durch Verpflichtungen zur Stärkung der Einnahmenerhebung, Verbesserung der Steuerdurchsetzung und Harmonisierung der Umsatzsteuer zwischen den Verwaltungseinheiten ausgeglichen werden.

Nach Angaben des IWF macht auch die Zentralbank von Somalia Fortschritte bei der Finanzaufsicht und finanziellen Inklusion, während sie daran arbeitet, die Finanzstabilität zu schützen und den Zugang zu Finanzierungen auszuweiten. Mittelfristig seien laut Fonds eine stärkere Regierungsführung, ein besseres Geschäftsumfeld, eine stärkere Handelsintegration, Investitionen in Bildung und Klimaanpassung erforderlich, um einen widerstandsfähigeren und inklusiveren Privatsektor aufzubauen.

In unserer früheren Berichterstattung über ein stärkeres El Niño im Jahr 2026 untersuchten wir, wie sich verschärfende Klimastörungen in ganz Asien klimaempfindliche Sektoren belasten und dadurch Banken infolge schwächerer Cashflows der Kreditnehmer und operativer Herausforderungen unter Druck setzen könnten. Wir stellten zudem fest, dass die Auswirkungen je nach geografischer Lage stark variieren können, Kapitalpuffer jedoch einigen Kreditgebern in Schwellenländern helfen könnten, höhere Kredit- und Betriebsfortführungsrisiken im Zusammenhang mit Dürre, Stromausfällen und Infrastrukturschäden aufzufangen.

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