IWF unterstützt Überprüfung des ECF-Programms für Niger und schlägt neues 38-monatiges Kreditprogramm vor
Niger steht vor einer neuen Phase der IWF-Unterstützung, nachdem die Mitarbeiter des Fonds eine Einigung über die abschließende Überprüfung des aktuellen Extended Credit Facility-Programms des Landes sowie über eine neue 38-monatige Vereinbarung erzielt haben. Das vorgeschlagene Paket umfasst einen Zugang zu 150,02 Mio. SZR beziehungsweise rund 203 Mio. US-Dollar, während das Wachstum 2026 und 2027 trotz Sicherheits- und Klimarisiken robust bleiben dürfte.
Das Wichtigste
- Die IWF-Mitarbeiter erzielten mit Niger eine Einigung über ein neues 38-monatiges ECF-Programm im Umfang von 150,02 Mio. SZR (rund 203 Mio. US-Dollar), vorbehaltlich der Genehmigung durch das Exekutivdirektorium.
- Das neue, durch die ECF gestützte Programm zielt auf die Festigung der makroökonomischen Stabilität ab. Eine Überprüfung durch das Exekutivdirektorium wird im Dezember 2026 erwartet; bei Genehmigung erfolgt eine erste Auszahlung von 26,3244 Mio. SZR (rund 36 Mio. US-Dollar).
- Der IWF prognostiziert für Nigers Wirtschaft ein Wachstum von 7 Prozent im Jahr 2026 und 6,7 Prozent im Jahr 2027. Für 2026 wird aufgrund von Wiederaufbau- und Sozialausgaben ein Haushaltsdefizit von 3,4 Prozent des BIP erwartet.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Programmbedingungen und Zeitplan des Exekutivdirektoriums
Wie der Internationale Währungsfonds berichtet, wurde mit Niger auf Mitarbeiterebene eine Einigung über die zehnte und abschließende Überprüfung der bestehenden Extended Credit Facility sowie über die politischen Maßnahmen und Reformen erzielt, die einem neuen, durch die ECF gestützten 38-monatigen Programm zugrunde liegen. Der IWF teilte mit, dass die vorgeschlagene neue Vereinbarung Zugang zu 150,02 Mio. SZR vorsieht, was 114 Prozent der Quote beziehungsweise rund 203 Mio. US-Dollar entspricht, und weiterhin der Genehmigung durch das Exekutivdirektorium bedarf.Eine Sitzung des Exekutivdirektoriums wird Anfang Dezember 2026 erwartet. Der Abschluss der Überprüfung und die Genehmigung des neuen Antrags würden eine Auszahlung von 26,3244 Mio. SZR beziehungsweise rund 36 Mio. US-Dollar ermöglichen, um den externen Finanzierungsbedarf Nigers zu decken und die Umsetzung der Reformen zu unterstützen.
Das neue Programm soll die makroökonomische Stabilität festigen, Reformfortschritte sichern und die Entwicklungsstrategie der Regierung für 2025–29 unterstützen. Nach Angaben der IWF-Mitarbeiter konzentriert sich der Plan auf die Stärkung der Fiskalkapazitäten, die Sicherung der Schuldentragfähigkeit, die Festigung der Finanzstabilität und die Förderung eines inklusiveren, vom Privatsektor getragenen Wachstums.
Wachstumsausblick und fiskalische Belastungen
Die IWF-Mitarbeiter erwarten für Nigers Wirtschaft ein Wachstum von 7 Prozent im Jahr 2026 und 6,7 Prozent im Jahr 2027, das vor allem von der Landwirtschaft und dem Rohstoffsektor getragen wird. Mittelfristig wird ein durchschnittliches Wachstum von rund 6,1 Prozent erwartet, wobei der Ausblick weiterhin Sicherheitsherausforderungen und Klimaschocks ausgesetzt ist.Die durchschnittliche Inflation wird für 2026 auf minus 2,5 Prozent und für 2027 auf 2,2 Prozent prognostiziert. Der IWF erklärte, dass höhere Rohölpreise infolge des Krieges im Nahen Osten Nigers Haushalts- und Außenbilanz stärken, während höhere Transportkosten den Inflationsdruck und die Belastung für vulnerable Haushalte erhöhen.
Das Haushaltsdefizit wird für 2026 auf 3,4 Prozent des BIP geschätzt. Dies spiegelt Ausgaben für den Wiederaufbau nach den Naturkatastrophen des vergangenen Jahres sowie Unterstützung für Haushalte wider, die von höheren Lebensmittel- und Kraftstoffpreisen betroffen sind. Laut IWF verwenden die Behörden Nigers einen Teil der höheren Öleinnahmen zum Wiederaufbau fiskalischer Puffer, während sie eine vorsichtige Kreditaufnahmepolitik beibehalten und konzessionäre Finanzierungen sowie Zuschüsse priorisieren.
Unser früherer Bericht über das Länderrating des Tschad zeigte auf, wie die schwache Haushaltslage des Landes, die hohe Schuldenlast und Sicherheitsrisiken sein Kreditprofil weiterhin belasten. Gleichzeitig stellten wir fest, dass eine stärkere Ölförderung und höhere Preise eine schrittweise Verbesserung der Wachstums- und Haushaltskennzahlen unterstützen dürften, auch wenn strukturelle Schwachstellen die Wirtschaft weiterhin anfällig für Schocks machen.
- Forex
- Crypto