Eurex Clearing wirbt für Credit Index Futures als Instrument für Kreditrisiko und Kapitalsteuerung
Portfoliomanager für Unternehmensanleihen verfügen heute über eine breite Palette an Instrumenten, um Makro-Kreditansichten umzusetzen, Spread-Risiken abzusichern und die Duration zu steuern. Credit Index Futures fehlen jedoch in vielen Fondsmandaten weiterhin, obwohl sie laut der aktuellen Marktdarstellung von September 2026 für institutionelle Anleger an Relevanz gewinnen.
Das Wichtigste
- Eurex Clearing bietet sechs börsennotierte Credit Index Futures auf große Bloomberg Fixed Income Indizes, um Kreditrisiken und Spread-Exposure effizient zu steuern.
- Für September 2026 prognostiziert Eurex eine deutliche Liquiditätsverbesserung mit über 150 aktiven Endnutzern und signifikant steigendem Handelsvolumen, trotz fehlender exakter Volumenzahlen.
- Die Prisma-basierte Portfolio-Margining-Berechnung ermöglicht institutionellen Anlegern bei Credit Index Futures erhebliche Kapitaleinsparungen gegenüber anderen Instrumenten.
Funktionsweise, Einsatzfelder und Marktliquidität
Wie berichtet die Eurex unter Berufung auf Eurex Clearing, stehen Investmentausschüsse bei der erstmaligen Prüfung von Credit Index Futures meist vor fünf wiederkehrenden Fragen, von der Einordnung des Produkts bis zu Kapital- und Risikoaspekten. Die Kontrakte sind börsennotiert und zentral gecleart; als Basiswerte dienen große Kreditindex-Familien von Bloomberg Fixed Income, darunter der Bloomberg MSCI Euro Corporate Screened Index für europäische Investment-Grade-Anleihen sowie der Bloomberg Euro High Yield Index für das europäische Hochzinssegment.Eurex listet demnach sechs Kontrakte, die verschiedene Bereiche des Kreditmarkts über mehrere Währungen hinweg abdecken. Für Portfoliomanager sollen diese Futures eine zusätzliche Möglichkeit bieten, Makro-Kreditmeinungen auszudrücken und Spread-Risiken zu steuern, neben bereits genutzten Instrumenten wie CDS-Indizes, Kredit-ETFs oder Total-Return-Swaps im Rentenbereich.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage nach der Handelbarkeit in institutioneller Größenordnung. Für September 2026 verweist die Darstellung auf eine deutlich verbesserte Liquidität mit mehr als 150 aktiven Endnutzern sowie einem signifikanten kumulierten Handelsvolumen, auch wenn im vorliegenden Text keine exakten Volumenzahlen genannt werden.
Operative Freigabe und Folgen für Kapitalmanagement
Für viele Häuser liegt die Hürde laut dem Text weniger im Produktnutzen als im internen Genehmigungsprozess. Beim New Product Process können mehrere Arbeitsstränge parallel laufen; bei Credit Index Futures fällt dieser Prozess nach Darstellung von Eurex Clearing häufig schneller aus als erwartet, weil regulatorische und operative Anforderungen vergleichsweise geradlinig seien.Auch für Margin- und Kapitalfragen stellt der Text potenzielle Vorteile heraus. Die Initial Margin wird bei Eurex Clearing nach der Prisma-Methodik für Portfolio-Margining berechnet, was bei größeren Positionen erhebliche Kapitaleinsparungen gegenüber anderen Instrumenten ermöglichen soll.
Für institutionelle Anleger bedeutet das, dass die Diskussion nicht nur die Marktmeinung oder Liquidität betrifft, sondern auch die operative Einbindung in bestehende Mandate und Risikomodelle. Gerade für Ausschüsse, die den Einsatz erstmals bewerten, rücken damit Effizienz in der Umsetzung und die bilanziellen Auswirkungen ebenso in den Vordergrund wie die reine Absicherungsfunktion.
Zu Investitionen in Deutschland und den dafür genannten Hürden berichteten wir bereits: Ausländische Investoren verweisen laut Bundesregierung vor allem auf Bürokratie und Regulierung, lange Genehmigungsverfahren sowie hohe Energie- und Arbeitskosten und Fachkräftemangel. Zugleich bleibt das Interesse am Standort wegen politischer Stabilität und Planungssicherheit hoch, wobei die Hemmnisse je nach Branche unterschiedlich ausfallen und nicht statistisch erfasst werden.
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