Yulia Slavina

EIOPA-Factsheet hebt Konzentrationen bei Wertpapierengagements von Versicherern im EWR hervor

EIOPA-Factsheet hebt Konzentrationen bei Wertpapierengagements von Versicherern im EWR hervor
Engagement der EWR-Versicherer offengelegt

Europäische Versicherer halten den Großteil ihrer Wertpapieranlagen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, während grenzüberschreitende Allokationen die Portfoliotrends weiterhin prägen. Ein neues EIOPA-Factsheet liefert Details zur Präferenz für den Heimatmarkt, zum externen Engagement in US-Wertpapieren und zur Entwicklung grenzüberschreitender Bestände über verschiedene Anlageklassen hinweg.

Das Wichtigste

  • Die Wertpapierportfolios der Versicherer im EWR beliefen sich Ende 2025 auf 7,9 Bio. EUR, davon 38,2 % im Inland, 33,9 % in anderen Ländern des EWR und 27,9 % außerhalb des Blocks.
  • US-Wertpapiere machen etwa die Hälfte der Bestände von EWR-Versicherern außerhalb des EWR aus, die laut EIOPA-Factsheet stark in Aktien investiert sind.
  • Das grenzüberschreitende Wertpapierengagement nimmt im Euroraum und in Skandinavien zu, parallel zu einem größeren Anteil fondsgebundener Portfolios und sich verändernden Marktkonzentrationen.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Aufschlüsselung der Anlagen in EWR-Wertpapierportfolios

Wie von EIOPA berichtet, hielten Versicherer im EWR Ende 2025 direkt oder indirekt über Investmentfonds Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Aktien im Wert von 7,9 Bio. EUR. Dem Factsheet zufolge verbleiben rund drei Viertel dieser Wertpapieranlagen innerhalb des EWR, wobei 38,2 % auf heimische Märkte entfallen und weitere 33,9 % in anderen Ländern des Blocks investiert sind.

Die restlichen 27,9 % sind im Rest der Welt angelegt, wobei US-Wertpapiere etwa die Hälfte dieses externen Engagements ausmachen. Laut EIOPA weisen diese Bestände außerhalb des EWR eine starke Allokation in Aktien auf.

Das Factsheet untersucht zudem die Konzentration auf nationalen Märkten für festverzinsliche Wertpapiere und Aktien, indem gemessen wird, welcher Anteil der Bestände jedes Marktes auf die drei größten Emittentenländer entfällt. Die Visualisierung zeigt, dass die Präferenz für heimische Anlagen in Ländern außerhalb des Euroraums tendenziell am stärksten ist.

Grenzüberschreitende Trends und Marktauswirkungen

Die letzte Grafik der Publikation zeigt, wie sich grenzüberschreitende Anlagen im Zeitverlauf nach Anlageklasse und Region entwickeln. Die Daten deuten darauf hin, dass das zunehmende grenzüberschreitende Engagement im Euroraum und in skandinavischen Ländern mit einem wachsenden Anteil fondsgebundener Portfolios einhergeht.

Die Gesamtanlagen der EWR-Versicherer belaufen sich 2025 auf 9,9 Bio. EUR, wobei das Factsheet andere Vermögenswerte im Umfang von 2,0 Bio. EUR nicht abdeckt. Zu diesen ausgeschlossenen Beständen zählen direkte und indirekte Anlagen in strukturierte Anleihen, besicherte Wertpapiere, Hypotheken und Kredite, Barmittel und Einlagen, Immobilien, sonstige Anlagen sowie nicht zugeordnete Beträge in Investmentfonds.

Laut EIOPA basieren die Zahlen auf den jährlichen Solvency-II-Einzelmeldungen für 2025. Abweichungen von den vierteljährlichen Engagementstatistiken ergeben sich aus der Anwendung des Look-through-Ansatzes bei Investmentfonds, soweit möglich, der umfassenderen Abdeckung der jährlichen Meldungen sowie späteren Datenkorrekturen und Neueinreichungen.

Unser früherer Artikel über den Government Pension Investment Fund (GPIF) Japans erläuterte, wie die langjährige Renten- und Demografiepolitik des Landes dazu beitrug, den weltweit größten Pool an Pensionsvermögen aufzubauen. Wir stellten fest, dass aufgrund seines Umfangs jede Veränderung der Anleihen- und Aktienallokation des GPIF die globale Marktliquidität beeinflussen und die Nachfrage in wichtigen Anlageklassen prägen kann.

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