Schweiz aktualisiert Kongo-Sanktionsliste mit Wirkung ab heute Abend
Die Schweiz passt ihre Sanktionsmassnahmen gegenüber der Demokratischen Republik Kongo erneut an. Die Änderung betrifft den Anhang 2 der Verordnung von 2005 und wird heute um 23.00 Uhr wirksam.
Das Wichtigste
- Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung hat am 19. Oktober 2026 die Kongo-Sanktionsliste gemäß Anhang 2 aktualisiert.
- Die Anpassung der Schweizer Sanktionsdatenbank SESAM tritt heute um 23.00 Uhr in Kraft und ist online verfügbar.
- Banken und Finanzdienstleister müssen ihre Sanktionsprüfungen und Compliance-Prozesse sofort an die neuen Listen anpassen, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
Anpassung der Sanktionsliste und Inkrafttreten
Wie auf der Website der FINMA mitgeteilt wird, hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, WBF, eine Änderung des Anhangs 2 der Verordnung vom 22. Juni 2005 über Massnahmen gegenüber der Demokratischen Republik Kongo publiziert.Am 19. Oktober 2026 ändert das WBF die Liste der betroffenen Personen, Unternehmen und Organisationen. In der Folge passt das Departement auch die für die Schweiz massgebliche Sanktionsdatenbank SESAM, SECO Sanctions Management, an und publiziert die Anpassung auf seiner Internetseite. Die Änderung tritt heute um 23.00 Uhr in Kraft.
Bedeutung für den Schweizer Finanz- und Compliance-Sektor
Für Banken, Vermögensverwalter und andere beaufsichtigte Institute in der Schweiz bedeutet die Aktualisierung, dass sie ihre Sanktionsprüfungen und internen Kontrollprozesse an den neuen Stand anpassen müssen.Die Veröffentlichung ist vor allem für Compliance-, Zahlungsverkehrs- und Kundenprüfungsfunktionen relevant, da Änderungen an den betroffenen Namen und Organisationen unmittelbare Auswirkungen auf Screening-Systeme und regulatorische Pflichten haben können.
In unserem früheren Bericht über Gerhard Schröders Vergütung für sein Aufsichtsratsmandat bei der russischen Handelskette Hyperglobus haben wir erläutert, wie Zahlungen angesichts verschärfter EU- und US-Sanktionen über eine deutsche Gesellschaft abgewickelt werden. Zudem wurde dargestellt, dass Banken bestimmte Transaktionen blockierten und welche politischen sowie rechtlichen Folgen Schröders Russland-Verbindungen in der Folge auslösten.
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