US-Aktien-Futures geben nach, da Treasury-Renditen hoch bleiben

US-Aktien-Futures geben nach, da Treasury-Renditen hoch bleiben
US-Aktien-Futures fallen

​US-Aktien-Futures gaben am Mittwoch nach, da ein erneuter Anstieg der Treasury-Renditen die Aktienmärkte weiter belastete. Kontrakte auf den Dow, den S&P 500 und den Nasdaq-100 lagen in den jüngsten vorbörslichen Kursen allesamt im Minus und machten frühere Gewinne wieder zunichte.

Das Wichtigste

  • Dow-Jones-, S&P-500- und Nasdaq-100-Futures fallen.
  • Die Treasury-Renditen bleiben nahe mehrjähriger Höchststände.
  • Die Märkte warten auf die neuesten US-PCE-Inflationsdaten.

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Dow-Jones-Futures fielen um 0,14 % auf 51.630, S&P-500-Futures gaben um 0,07 % auf 7.726,50 nach, während Nasdaq-100-Futures 0,19 % auf 30.555,75 verloren. Der durch steigende Treasury-Renditen und veränderte Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve ausgelöste Druck belastete die Wall Street, berichtet CNBC.

Anleiherenditen setzen Aktien weiter unter Druck

Die jüngsten Futures-Kurse verlängern die schwierige Phase für US-Aktien. Am Dienstag verlor der Dow Jones  mehr als 100 Punkte, während der S&P 500 um 0,2 % und der Nasdaq Composite um 0,1 % nachgaben.

US-Staatsanleihen bleiben die wichtigste Belastungsquelle. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg am Dienstag über 5,6 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni 2002, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf knapp 5,3 % kletterte – ein Niveau, das zuletzt 2007 erreicht worden war.

Höhere Renditen von Staatsanleihen verteuern die Kreditaufnahme in der gesamten Wirtschaft und bieten Anlegern eine renditestärkere Alternative zu Aktien. Besonders belastend können sie für hoch bewertete Technologieaktien sein, da höhere Zinsen den Barwert künftiger Gewinne senken.

Fed-Erwartungen verändern sich vor Inflationsdaten

Äußerungen des Präsidenten der New York Fed, John Williams, dämpften am Dienstag die Erwartungen an eine weitere unmittelbare Zinserhöhung. Williams deutete an, dass die Währungshüter Zeit haben, weitere Informationen zu sammeln, bevor sie über ihren nächsten Schritt entscheiden.

Laut den im Ausgangsmaterial zitierten CME-FedWatch-Daten preisten die Futures-Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 49 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf der Fed-Sitzung im Oktober ein. Am Montag hatte sie noch bei 71 % gelegen.

Am Mittwoch wird zudem der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) für August veröffentlicht, das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß. Von Dow Jones befragte Ökonomen erwarten, dass die Preise gegenüber Juli um 0,3 % und gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % gestiegen sind.

Quartalsende rückt Renditen in den Fokus

Die Sitzung beendet sowohl den September als auch das dritte Quartal. Der S&P 500 und der Dow Jones steuern auf Monatsverluste zu, während der Nasdaq im September um mehr als 1 % gestiegen ist. Im Quartal haben der S&P 500 und der Nasdaq rund 2 % zugelegt, während der Dow knapp 2 % verloren hat.

Die unmittelbare Frage für die Aktienmärkte lautet, ob die Treasury-Renditen nach dem Inflationsbericht in der Nähe ihrer jüngsten Höchststände bleiben. Da die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen am Dienstag über 5,6 % lag und alle drei großen US-Futures-Indizes am Mittwochmorgen im Minus notierten, bleiben Finanzierungskosten eine direkte Belastung für Aktienbewertungen.

Wie bereits berichtet, steigt der Yen, da Japan eine entschlossenere Währungspolitik signalisiert.

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