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Wie diversifiziert sind Privatanleger wirklich? | TU Research

Anmerkung der Redaktion: Obwohl wir uns an strenge redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Hinweise auf Produkte unserer Partner enthalten. Hier ist eine Erklärung, wie wir Geld verdienen. Keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung im Sinne unseres Haftungsausschlusses dar.

TU-eigene Untersuchungen deuten darauf hin, dass Privatanleger die Bedeutung von Diversifikation zwar weitgehend anerkennen, dennoch aber häufig stark auf wenige Anlagen konzentriert sind. In einer Umfrage unter 1.500 Anlegern gaben 41 % an, dass mehr als die Hälfte ihres Portfolios in eine einzige Anlage investiert ist, während nur 18 % in fünf oder mehr Anlageklassen investiert sind. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Lücke zwischen den Empfehlungen institutioneller Diversifikation und dem tatsächlichen Verhalten der Anleger.

Diversifikation ist eines der am weitesten akzeptierten Prinzipien beim Investieren. Finanzinstitute, akademische Forscher und Vermögensverwalter argumentieren übereinstimmend, dass die Streuung von Investitionen über mehrere Anlagen die Volatilität des Portfolios verringern und die risikoadjustierten Renditen langfristig verbessern kann.

Doch der Aufstieg thematischer Investments, der Einfluss sozialer Medien, KI-basierte Aktienempfehlungen und die Beliebtheit konzentrierter Wetten auf Kryptowährungen und Technologiewerte werfen eine wichtige Frage auf: Sind Privatanleger tatsächlich diversifiziert?

Obwohl Diversifikation in der Finanzbildung häufig thematisiert wird, zeigt das tatsächliche Verhalten von Anlegern oft ein anderes Bild. Viele Anleger bauen ihre Portfolios weiterhin um eine kleine Anzahl bevorzugter Aktien, Sektoren oder Kryptowährungen auf.

Diese Studie konzentriert sich auf fünf Schlüsselfragen:

Ergebnisse

Basierend auf den TU-Untersuchungen zeigen sich mehrere wichtige Muster im Diversifikationsverhalten:

  • Portfoliokonzentration ist weit verbreitet. 41 % der Privatanleger investieren mehr als die Hälfte ihres Portfolios in eine einzige Anlage, während nur 14 % ihre größte Position unter 20 % halten.

  • Die meisten Anleger sind über zu wenige Anlageklassen diversifiziert. 56 % der Befragten sind nur in eine oder zwei Anlageklassen investiert, während lediglich 18 % in fünf oder mehr Anlageklassen investieren.

  • Anlageerfahrung verbessert die Diversifikation. Nur 11 % der Anleger mit weniger als zwei Jahren Erfahrung halten fünf oder mehr Anlageklassen, verglichen mit 32 % bei Anlegern mit mehr als fünf Jahren Erfahrung.

  • Portfoliokonzentration ist meist beabsichtigt. 44 % der Befragten nennen starke Überzeugung von einer bestimmten Anlage als Hauptgrund für die Kapitalbündelung, während 29 % dies tun, weil sie höhere Renditen erwarten.

  • Es besteht eine erhebliche Wahrnehmungslücke. Obwohl 71 % der Anleger sich selbst als diversifiziert betrachten, investieren 38 % dieser Befragten dennoch mehr als die Hälfte ihres Portfolios in eine einzige Anlage.

  • Das Bewusstsein für Diversifikation schlägt sich nicht immer im Verhalten nieder. Obwohl Diversifikation zu den am meisten anerkannten Anlageprinzipien zählt, bleiben konzentrierte Portfolios bei Privatanlegern die dominierende Struktur.

TU Research Highlights

Risikohinweis: Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden, einschließlich eines potenziellen Kapitalverlusts. Konjunkturschwankungen und Marktveränderungen wirken sich auf die Rendite aus, wobei 40–50 % der Anleger hinter den Benchmarks zurückbleiben. Diversifizierung hilft, kann Risiken jedoch nicht ausschließen. Investieren Sie mit Bedacht und lassen Sie sich von professionellen Finanzexperten beraten.

Institutionelle Bestätigung

Diversifikation bleibt eines der am umfassendsten erforschten Konzepte der modernen Portfoliotheorie.

Vanguard-Forschung hebt hervor, dass erfolgreiches Investieren mit einer gut strukturierten Asset-Allokationsstrategie und breiter Diversifikation beginnt. Laut Vanguard können diversifizierte Portfolios Anlegern helfen, Risiken effektiver zu steuern, die Widerstandsfähigkeit in Abschwungphasen zu erhöhen und langfristige finanzielle Ziele zu erreichen, ohne sich auf eine kleine Anzahl einzelner Anlagen zu verlassen.

Die Mischung der Vermögenswerte bestimmt die Bandbreite der RenditenDie Mischung der Vermögenswerte bestimmt die Bandbreite der Renditen

BlackRock-Forschung hebt Diversifikation als ein entscheidendes Instrument zur Bewältigung sich wandelnder Marktbedingungen hervor. Laut dem Ausblick des Unternehmens für 2025 Investment Directions, suchen Anleger zunehmend nach breiteren Renditequellen und Risikodiversifikation, da traditionelle Zusammenhänge zwischen Anlageklassen weniger vorhersehbar werden und die Widerstandsfähigkeit von Portfolios wichtiger denn je ist.

Setzen Sie auf differenzierte EngagementsSetzen Sie auf differenzierte Engagements

Das CFA Institute beschreibt Diversifikation als einen der wichtigsten Vorteile eines Portfolioansatzes beim Investieren. Laut Materialien des CFA Institute können Portfolios helfen, Risiken zu reduzieren, ohne zwangsläufig auf Rendite zu verzichten, während Asset-Allokation, Portfoliokonstruktion, Überwachung und Rebalancing zentrale Schritte im Portfolio-Management-Prozess darstellen.

OECD-Forschung legt nahe, dass finanzielle Kenntnisse nicht immer zu effektivem Finanzverhalten führen. Studien der OECD/INFE zeigen, dass viele Personen zwar ein Bewusstsein für zentrale Finanzkonzepte haben, diese jedoch oft nicht konsequent anwenden, wenn sie Anlageentscheidungen treffen, Risiken steuern oder diversifizierte Portfolios aufbauen. Diese Lücke zwischen Wissen und Verhalten wird besonders in Zeiten von Marktunsicherheit, starken Investmentnarrativen und spekulativen Markttrends sichtbar.

Anleger, die ihre Portfolios über verschiedene Anlageklassen hinweg diversifizieren möchten, können sich an analytischen Erkenntnissen von TU-Experten orientieren:

Theoretische Forschung

Aus theoretischer Sicht zielt Diversifikation darauf ab, das portfoliospezifische Risiko zu verringern, indem Investitionen auf Vermögenswerte verteilt werden, die sich nicht perfekt gemeinsam bewegen.

Die Moderne Portfoliotheorie (MPT), eingeführt von Harry Markowitz, argumentiert, dass Anleger ihre risikoadjustierten Renditen verbessern können, indem sie Vermögenswerte mit unterschiedlichen Korrelationen kombinieren.

Diversifikation kann auf mehreren Ebenen erfolgen:

  • Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Krypto, Bargeld);

  • geografische Regionen;

  • wirtschaftliche Sektoren;

  • Unternehmensgrößen;

  • Anlagestile.

Befürworter konzentrierter Investments argumentieren, dass die Fokussierung auf eine kleine Anzahl von Überzeugungsinvestments die potenziellen Renditen erhöhen kann.

Häufig genannte Vorteile sind:

  • stärkere Beteiligung an Gewinner-Investments;

  • einfacheres Portfoliomanagement;

  • größere Möglichkeit, Benchmarks zu übertreffen.

Allerdings bringen konzentrierte Portfolios auch erhebliche Risiken mit sich:

  • größere Verluste;

  • höhere Volatilität;

  • erhöhter emotionaler Druck;

  • stärkere Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Anlagen.

Forschung im Bereich Behavioral Finance legt zudem nahe, dass Anleger Vertrautheit häufig mit Diversifikation verwechseln. Das Halten mehrerer Technologiewerte kann beispielsweise eine Diversifikation vortäuschen, während das Portfolio weiterhin denselben zugrunde liegenden Risiken ausgesetzt ist.

Die Forschung hebt einen wichtigen Widerspruch hervor: Obwohl die meisten Anleger Diversifikation grundsätzlich verstehen, konzentrieren viele ihr Kapital weiterhin auf eine kleine Anzahl bevorzugter Anlagen.

Umfragedaten

Um zu bewerten, wie Privatanleger ihre Portfolios tatsächlich diversifizieren, führte TU eine eigene quantitative Studie durch, die sich auf Portfolioaufbau, Asset Allocation, Risikowahrnehmung und Verhaltensfaktoren konzentrierte.

Im Gegensatz zu vielen institutionellen Studien, die sich auf theoretische Portfolio-Optimierung fokussieren, untersuchte diese Forschung das tatsächliche Verhalten von Anlegern in der Praxis.

Methodik

Die Untersuchung basierte auf einer strukturierten Online-Umfrage, die nach der CAWI-Methode (Computer Assisted Web Interviewing) durchgeführt wurde.

  • Stichprobenzusammensetzung: 1.500 Privatanleger.

  • Abdeckung: Nordamerika, Europa, Asien, Lateinamerika und Schwellenmärkte.

  • Alter: 18–65 Jahre alt.

  • Teilnahmekriterien: Befragte mit aktiven Investitionen in den letzten 24 Monaten.

  • Statistische Sicherheit: 95 %.

  • Geschätzte Stichprobenabweichung: ±2,5 %.

Forschungsteam

Die Studie wurde vom Analystenteam bei Traders Union durchgeführt:

Portfoliokonzentration

Die Befragten wurden gefragt, welcher Prozentsatz ihres Portfolios auf ihre größte Einzelinvestition entfällt.

Anteil der größten Position im Portfolio:

  • Mehr als 50 % – 41 %;

  • 30–50 % – 27 %;

  • 20–30 % – 18 %;

  • Weniger als 20 % – 14 %.

Größter Positionsanteil im Portfolio

Erkenntnis: Fast die Hälfte der Anleger hält stark konzentrierte Portfolios.

Anzahl der gehaltenen Anlageklassen

Diversifikation nach Anlageklassen
Gehaltene AnlageklassenAnteil der Befragten
122 %
234 %
3–426 %
5+18 %

Erkenntnis: Die meisten Anleger sind nur in eine oder zwei Anlageklassen investiert.

Diversifikation nach Erfahrung

Diversifikation und Erfahrung
ErfahrungHalten 5+ Anlageklassen
Weniger als 2 Jahre11 %
2–5 Jahre17 %
5+ Jahre32 %

Erkenntnis: Die Diversifikation nimmt mit zunehmender Erfahrung deutlich zu.

Warum Anleger Portfolios konzentrieren

Die Befragten gaben ihren Hauptgrund für die Konzentration ihres Kapitals an.

  • Starke Überzeugung von einer bestimmten Anlage – 44 %.

  • Höhere Renditeerwartungen – 29 %.

  • Einfachheit – 13 %.

  • Mangelndes Wissen über Diversifikation – 9 %.

  • Einfluss sozialer Medien – 5 %.

Warum Anleger Portfolios konzentrieren

Erkenntnis: Konzentration ist meist beabsichtigt und nicht zufällig.

Selbstwahrgenommene Diversifikation

Die Befragten wurden gefragt, ob sie sich selbst als diversifizierte Anleger betrachten.

  • Ja – 71 %.

  • Nein – 29 %.

Selbstwahrgenommene Diversifikation

Unter denjenigen, die mit „Ja“ antworteten, hielten jedoch 38 % immer noch mehr als 50 % ihres Portfolios in einem einzigen Asset.

Erkenntnis: Viele Anleger überschätzen ihr tatsächliches Diversifikationsniveau.

Praktische Implikationen für Anleger

Die Forschung legt nahe, dass die Diversifikation weiterhin eine der größten Lücken zwischen Finanztheorie und Anlegerverhalten darstellt.

Wichtige praktische Erkenntnisse umfassen:

  • Bewusstsein für Diversifikation führt nicht zwangsläufig zur Umsetzung von Diversifikation.

  • Konzentrierte Portfolios sind weiterhin verbreitet, insbesondere bei Krypto-Investoren.

  • Erfahrung scheint das Diversifikationsverhalten zu verbessern.

  • Die Nutzung von ETFs steht in engem Zusammenhang mit einer breiteren Diversifikation.

  • Narrative in sozialen Medien können die Portfoliokonzentration erhöhen.

  • Das Risikomanagement sollte sich auf das Portfolio-Gesamtrisiko und nicht auf einzelne Positionen konzentrieren.

  • Diversifikation sollte über Anlageklassen, Sektoren und Regionen hinweg bewertet werden.

  • Langfristige Anlageergebnisse hängen oft stärker vom Risikomanagement als von der Auswahl einzelner Anlagen ab.

Da der Privatkundenhandel sich durch digitale Plattformen, KI-gestützte Empfehlungen und soziale Investment-Communities weiterentwickelt, könnte die Portfoliokonzentration trotz wachsendem Bewusstsein für Diversifikationsprinzipien eine zunehmende Herausforderung bleiben.

Nachfolgend ein Vergleich von führenden Brokern, die von diversifizierten Anlegern häufig genutzt werden:

Beste Forex-Broker für Anleger
Plus500 OANDA Trading.com USA FOREX.com IG Markets

Handelsinstrumente

2800 129 69 5500 20000

ETFs

Ja Nein Nein Ja Ja

Aktien

Ja Ja Nein Ja Ja

Min. Einzahlung, $

100 Nein 50 100 1

Copy Trading

Nein Ja Nein Ja Ja

PAMM

Nein Nein Nein Nein Nein

Anlegerschutz

€20,000 £85,000 SGD 75,000 £85,000 SGD 75,000 $500,000 Nein £85,000 £85,000 €100,000 SGD 75,000

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Datenquellen und methodische Hinweise

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Fazit

Die Untersuchung von TU Research zeigt eindrucksvoll, dass Privatanleger die Prinzipien der Diversifikation zwar anerkennen, in der Praxis jedoch häufig an konzentrierten Portfolios festhalten. Trotz des weit verbreiteten Bewusstseins für Risikostreuung investieren viele weiterhin mehr als die Hälfte ihres Kapitals in eine einzige Position – gerade bei Krypto-Investoren und thematischen Anlagen ist dieses Verhalten besonders ausgeprägt. Die Erfahrung der Anleger spielt eine zentrale Rolle: Während Einsteiger oft zu Klumpenrisiken tendieren, steigert sich die Diversifikation mit wachsender Marktkenntnis und der Nutzung von ETFs. Das wichtigste Fazit: Effektive Diversifikation bleibt eine der größten Herausforderungen für Privatanleger – echte Risikostreuung beginnt erst dort, wo Überzeugungen und Trends nicht den Blick auf das Gesamtbild verstellen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Rolle spielen Exchange Traded Funds (ETFs) bei der Diversifikation von Privatanleger-Portfolios?

Die Nutzung von ETFs steht laut Forschung in engem Zusammenhang mit einer breiteren Diversifikation, da ETFs Zugang zu verschiedenen Anlageklassen, Sektoren und Regionen bieten. Sie erleichtern es Privatanlegern, von Natur aus auf mehrere Märkte zu streuen und so das Risiko im Gesamtportfolio zu reduzieren.

Wie unterscheiden sich Diversifikationsgrade zwischen verschiedenen Altersgruppen unter Privatanlegern?

Die Studie weist darauf hin, dass die befragten Altersgruppen zwischen 18 und 65 liegen. Während die Diversifikation primär mit Anlageerfahrung zusammenhängt, legt der Methodikabschnitt nahe, dass Diversifikationsgrade unabhängig vom Alter untersucht wurden. Einen expliziten Einfluss des Alters weist die Untersuchung jedoch nicht aus.

Welche Bedeutung hat geografische Diversifikation für Privatanleger?

Geografische Diversifikation ist eine Form der Risikostreuung, indem Anlagen in verschiedenen Regionen getätigt werden. Laut moderner Portfoliotheorie verringert dieses Vorgehen das länderspezifische Risiko und kann helfen, die Widerstandsfähigkeit des Portfolios gegenüber Marktschwankungen zu verbessern.

Warum ist das tatsächliche Diversifikationsverhalten so oft schwächer als das theoretische Wissen darüber?

Die Forschung zeigt, dass das allgemeine Bewusstsein für Diversifikation weit verbreitet ist, das Verhalten aber oft davon abweicht. Gründe sind unter anderem eher emotionale Investmententscheidungen, starke Überzeugungen, einfache Portfoliostrukturen, Einfluss von sozialen Medien oder mangelnde Umsetzung in der Praxis – besonders in unsicheren Marktphasen.

Top-Empfehlungen und Einblicke der Redakteure

Team, das an diesem Artikel gearbeitet hat

Anastasiia Chabaniuk
Redakteur für Bildungsinhalte

Anastasiia hat 17 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Content-Marketing. Sie glaubt, dass Informationsunterstützung und Expertenmeinungen für den Erfolg neuer Investoren und Trader von großer Bedeutung sind.