Bitcoin-Entwickler weist Behauptungen zurück, dass Quantencomputer den Ausverkauf ausgelöst hätten.
Der jüngste Kursrückgang von Bitcoin hat in der Krypto-Community die Debatte über die Ursachen des Abschwungs neu entfacht. Während einige Anleger auf die aufkommenden Risiken der Quantencomputer verweisen, argumentieren andere, dass makroökonomische Kapitalflüsse und die Konkurrenz aus anderen Sektoren die Preisschwäche besser erklären.
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Die Diskussion verschärfte sich, nachdem Bitcoin von seinem Allzeithoch im Oktober von 126.100 $ um etwa 46 % auf rund 67.000 $ gefallen war, was Fragen nach strukturellen oder zyklischen Einflüssen aufkommen ließ, wie Cointelegraph berichtet.
Bedenken bezüglich Quantencomputing in Frage gestellt
Der Bitcoin-Entwickler Matt Corallo wies die Idee zurück, dass Ängste vor Quantencomputern den aktuellen Preis wesentlich beeinflussen. "Ich widerspreche entschieden der Charakterisierung, dass der aktuelle Bitcoin-Kurs wesentlich durch eine Art von Quantenrisiko beeinflusst wird", sagte Corallo im Unchained-Podcast.
Er argumentierte, dass, wenn Quantenbedrohungen das Marktverhalten bestimmen würden, Ethereum sich wahrscheinlich besser entwickeln würde als Bitcoin. "Wenn das wahr wäre, dann würde Ethereum wesentlich besser abschneiden als Bitcoin", fügte er hinzu. Allerdings hat auch Ether zu kämpfen und ist seit dem allgemeinen Abschwung des Kryptomarktes Anfang Oktober um etwa 58 % gefallen und wird in der Nähe von 1.950 $ gehandelt.
Quantencomputing bleibt ein theoretisches langfristiges Problem für Blockchain-Netzwerke, da hinreichend fortgeschrittene Maschinen potenziell die elliptische Kurven-Kryptographie brechen könnten, die Bitcoin und viele andere digitale Vermögenswerte sichert. Experten sind sich jedoch weitgehend einig, dass die derzeitigen Quantensysteme nicht über die erforderliche Größe und Fehlerkorrekturfähigkeit verfügen, um moderne kryptografische Standards zu gefährden.
Dennoch bleiben einige Vermögensverwalter vorsichtig. Obwohl kein existierendes Quantensystem die Kryptographie von Bitcoin knacken kann, beschrieb Kevin O'Leary das Quantencomputing als "neue Sorge, die jetzt im Umlauf ist", was darauf hindeutet, dass selbst hypothetische Risiken professionelle Anlageentscheidungen beeinflussen können. Die Sorge bezieht sich auf die Möglichkeit, dass leistungsstarke Quantencomputer eines Tages die Sicherheit der Blockchain gefährden könnten.
Kapitalwettbewerb und Marktdynamik
Corallo schlug eine andere Erklärung für den Preisverfall von Bitcoin vor: den zunehmenden Wettbewerb um Anlegerkapital. Er merkte an, dass Bitcoin nun mit Sektoren um Kapital konkurriert, die zuvor nicht aus denselben Investitionspools schöpften.
"KI ist super kapitalintensiv", sagte er und beschrieb künstliche Intelligenz als eine "massive neue Anlageklasse, die erheblich um Kapital konkurriert". Da bei KI-gesteuerten Aktien und Infrastrukturen eine erhebliche Wertschöpfung erwartet wird, könnten institutionelle Portfolios ihre Mittel entsprechend umschichten.
Auch allgemeinere makroökonomische Faktoren spielen eine Rolle. Erhöhte Zinssätze in den wichtigsten Volkswirtschaften haben die Attraktivität von renditetragenden Vermögenswerten erhöht, während die regulatorische Kontrolle und die Volatilität der ETF-Ströme die Unsicherheit auf den Kryptomärkten erhöht haben.
Fazit
Die Debatte macht deutlich, dass es unterschiedliche Ansichten darüber gibt, ob technologische Risiken oder sich verändernde Kapitalströme Bitcoin belasten. Während das Quantencomputing eine langfristige theoretische Herausforderung bleibt, gibt es kaum Anzeichen dafür, dass es eine unmittelbare Bedrohung für die Blockchain-Sicherheit darstellt. Im Moment scheint die Preisentwicklung von Bitcoin enger mit den makroökonomischen Bedingungen und dem wachsenden Wettbewerb um globales Investitionskapital verbunden zu sein.
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