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Die Algorand Foundation hat eine Post-Quanten-Sicherheits-Roadmap vorgelegt, die darauf abzielt, die Layer-1-Blockchain bis Ende 2027 umfassend resistent gegen zukünftige Quantenangriffe zu machen. Der Plan spiegelt einen breiteren Wandel in Krypto- und Regierungssicherheitskreisen wider, da Netzwerke beginnen, sich auf Risiken vorzubereiten, die heute noch nicht aktiv sind, deren Bewältigung jedoch Jahre dauern könnte.
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Algorand gab bekannt, dass die ersten Meilensteine für das dritte Quartal 2026 geplant sind, beginnend mit nativen Post-Quanten-Konten, die über Pera Wallet und aktualisierte Entwickler-Software-Kits bereitgestellt werden. Spätere Phasen werden Post-Quanten-Multisignaturen, Staking-Unterstützung, Entwickler-Tools und Upgrades für das Konsenssystem, das das Netzwerk sichert, hinzufügen.
Die Roadmap baut auf Arbeiten auf, die 2022 begannen, als Algorand State Proofs einführte, die mit Falcon signiert wurden, einem gitterbasierten Post-Quanten-Signaturverfahren. Die Foundation erklärt, dass Falcon im Vergleich zu anderen Post-Quanten-Optionen relativ kleine Signaturen bietet – ein wichtiger Faktor für Blockchains, bei denen Transaktionsgröße und Dateneffizienz eine Rolle spielen.
Die nächste Stufe wird diesen Ansatz mit nativen Falcon-1024-Konten erweitern. Algorand plant zudem die Unterstützung von Hybrid-Konten, die es Nutzern ermöglichen, traditionelle Schlüssel mit Post-Quanten-Schlüsseln zu kombinieren, während neuere kryptografische Standards reifen. Die Foundation betonte, dass vertraute Wallet-Funktionen, einschließlich Mnemonic-Backup-Prozessen, verfügbar bleiben sollen.
Google-Forscher erklärten im März, dass zukünftige Quantencomputer in der Lage sein könnten, die von vielen Blockchains verwendete Elliptische-Kurven-Kryptografie mit weniger Ressourcen zu knacken, als frühere Schätzungen vermuten ließen. Unabhängig davon hat Glassnode davor gewarnt, dass 1,92 Millionen Bitcoin, also 9,6 % des Angebots, in Outputs liegen, die strukturell einem zukünftigen Quantendurchbruch ausgesetzt sind.
Algorand behauptet nicht, dass ein solcher Angriff heute möglich ist. Die Position ist vielmehr, dass Live-Blockchains lange Migrationsphasen benötigen, insbesondere wenn Änderungen Wallets, Konten, Staking und den Konsens betreffen.
Die Bedeutung von Algorands Plan liegt in der Komplexität, eine Live-Blockchain zu aktualisieren, bevor eine Bedrohung unmittelbar wird. Öffentliche Blockchains verlassen sich auf kryptografische Signaturen, um Konten, Transaktionen und den Konsens zu schützen. Wenn das Quantencomputing schließlich ältere Signatursysteme schwächt, könnten exponierte Schlüssel und langlebige Konten anfällig werden.
Dieses Risiko ist der Grund, warum die Roadmap mehr als nur User-Wallets abdeckt. Sie erstreckt sich auf Entwickler-Tools, Staking, die Migration der Treasury und die Konsensebene. Für Algorand ist es das Ziel, Post-Quanten-Sicherheit zu einem Teil des Kerndesigns des Netzwerks zu machen, anstatt nur einen Notfall-Patch zu liefern. Für den breiteren Kryptomarkt erhöht der Plan den Druck auf andere große Chains, ihre eigenen Migrationspfade noch vor Ende des Jahrzehnts zu definieren.
Wir berichteten auch, dass AllUnity einen an die schwedische Krone gekoppelten Stablecoin einführt.