Pavlo Kot

Hacker leaken Revolut-Kundendaten und fordern Lösegeld

Hacker leaken Revolut-Kundendaten und fordern Lösegeld
Hacker fordern Lösegeld für geleakte Revolut-Kundendaten

​Hacker, die Zugriff auf Revolut-Kundendaten erlangt haben, haben begonnen, Dokumente und Fotos von Nutzern zu veröffentlichen, und damit gedroht, jeden Tag neue Informationen zu veröffentlichen. Die Angreifer erklären, dass sie die Daten weiterhin offenlegen werden, bis das Fintech-Unternehmen sie bezahlt.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Zu den geleakten Materialien gehören Selfies und Kopien von Ausweisdokumenten von Revolut-Kunden. Laut International Cyber Digest werden einige der Informationen über Telegram verbreitet.

Zu den Betroffenen gehören der Tennisspieler Alexander Shevchenko und der Gamdom-CEO Felix Römer. Revolut hatte zuvor erklärt, dass der Vorfall eine begrenzte Anzahl von Kunden betraf und weder Kundengelder noch die internen Systeme des Unternehmens gefährdete.

Hacker drohen mit täglichen Datenleaks

Die Angreifer erklärten, sie würden jeden Tag weitere Daten veröffentlichen, bis Revolut zahlt. Die Höhe der Lösegeldforderung und die konkreten Bedingungen einer möglichen Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

Die veröffentlichten Materialien umfassen Ausweisdokumente und Bilder, die zur Gesichtserkennung verwendet wurden. Ihre Veröffentlichung könnte das Risiko von Identitätsdiebstahl und anderen Betrugsformen erhöhen, die sich gegen betroffene Kunden richten.

Revolut hatte Kunden zuvor mitgeteilt, dass die kompromittierten Informationen auch vollständige Namen, Geburtsdaten, Berufe, Kontaktdaten und Kontoauszüge umfassen. Die Angreifer erlangten zudem die vollständigen Transaktionshistorien einiger Kunden, einschließlich Aufzeichnungen über Bitcoin -Transaktionen.

Revolut führt Leak auf gefälschte Behördenanfrage zurück

Der Vorfall war nicht auf eine Sicherheitsverletzung in den internen Systemen von Revolut zurückzuführen. Laut dem Unternehmen führte der Angreifer einen ausgeklügelten Identitätstäuschungsangriff durch, indem er sich als Regierungsbeamter ausgab und betrügerische Informationsanfragen einreichte.

Der Angreifer nutzte eine E-Mail-Adresse aus der Domain einer legitimen Regierungsbehörde, wodurch die Anfrage die Überprüfung passierte. Revolut entdeckte den Betrug später und erklärte, dass seine Systeme und Kundengelder nicht kompromittiert worden seien.

Die Sicherheit personenbezogener Daten war bereits zuvor bei anderen Unternehmen der Kryptoindustrie ein Thema. Der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger sieht sich einer Sammelklage gegenüber, in der aufgrund einer Reihe von Datenschutzverletzungen bei Kundendaten mindestens 500 Millionen $ gefordert werden.

Der Kläger behauptet, Ledger habe die personenbezogenen Daten der Kunden nicht angemessen geschützt und nach früheren Vorfällen keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen. Die Vorwürfe verdeutlichen erneut die Risiken, die entstehen können, selbst wenn die Krypto-Assets der Nutzer selbst sicher bleiben.

Zuvor berichteten wir, dass Hacker nach der Kompromittierung von Coldcard-Wallets mehr als 100 Millionen $ gestohlen haben. Der Vorfall verdeutlichte die Risiken von Angriffen auf die Krypto-Speicherinfrastruktur, selbst wenn Hardwarelösungen eingesetzt werden.

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