Pavlo Kot

JPMorgan: Bitcoin übertrifft US-Aktien und Gold in den nächsten 15 Jahren

JPMorgan: Bitcoin übertrifft US-Aktien und Gold in den nächsten 15 Jahren
JPMorgan erwartet, dass Bitcoin Aktien und Gold übertrifft

​J.P. Morgan Asset Management hat Bitcoin erstmals in seine langfristigen Renditeprognosen aufgenommen und erwartet in den kommenden 10–15 Jahren eine annualisierte Rendite von 10%. Diese Schätzung liegt über den Prognosen für US-Aktien, Gold und Real Estate Investment Trusts.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Die Prognose wurde im jährlichen Bericht zu den langfristigen Kapitalmarktannahmen veröffentlicht, der am 19. Oktober 2026 erschien. Der Bericht umfasst mehr als 200 Anlageklassen und soll die langfristige Anlageplanung unterstützen.

Trotz der starken Renditeaussichten warnen Analysten von JPMorgan vor erheblichen Risiken im Zusammenhang mit Bitcoin. Die erwartete Volatilität ist nahezu dreimal so hoch wie die des US-Aktienmarkts und von Gold.

Bitcoin könnte traditionelle Anlagewerte übertreffen

Laut den Schätzungen von JPMorgan wird Bitcoin in den kommenden 10–15 Jahren voraussichtlich eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10% erzielen. Die Bank prognostiziert Renditen von 7,5% für großkapitalisierte US-Aktien, 8,2% für Real Estate Investment Trusts und 5,5% für Gold.

Die prognostizierte Bitcoin-Rendite liegt damit um 2,5 Prozentpunkte über der von US-Aktien und um 4,5 Prozentpunkte über der von Gold.

Die Analysten schätzen die arithmetische durchschnittliche Jahresrendite von Bitcoin zudem auf 20,9%. Die Differenz zwischen den beiden Kennzahlen spiegelt die Auswirkungen von Kursschwankungen auf die langfristige Anlageperformance wider.

Die prognostizierte jährliche Volatilität von Bitcoin liegt bei 55%, verglichen mit rund 18% bei US-Aktien und 17,2% bei Gold.

Obwohl JPMorgan die Kryptowährung in seine Analyse aufgenommen hat, wurde sie nicht in die Kernmodelle für die Vermögensallokation integriert. Die Entscheidung spiegelt die instabilen Korrelationen von Bitcoin mit traditionellen Anlagewerten und die Schwierigkeit wider, sein Verhalten bei Marktverwerfungen vorherzusagen.

Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, hob die Schätzungen von JPMorgan hervor und verwies darauf, dass Bitcoin unter den verglichenen Anlagewerten die höchste prognostizierte Rendite aufweist.

JPMorgan baut Präsenz im Kryptomarkt aus

Der Vermögensverwalter prognostiziert zudem für ein traditionelles Portfolio aus 60% Aktien und 40% Anleihen eine annualisierte Rendite von 7%. Als potenzielle Wachstumstreiber nennt er KI-bedingte Produktivitätsgewinne und steigende Unternehmensgewinne.

Unterdessen entwickelt JPMorgan seine Infrastruktur für Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten weiter. Die Bank weitet den Einsatz der Tokenisierung bei Abwicklungen zwischen institutionellen Kunden aus.

Am 19. Oktober wurde bekannt, dass JPMorgan die Unterstützung für seinen JPM-Coin-Einlagentoken auf das Ethereum-Netzwerk ausgeweitet hat. Das auf US-Dollar lautende Instrument soll Zahlungen zwischen Finanzinstituten erleichtern.

Zuvor berichteten wir, dass JPMorgan seine Initiative für Investitionen in die nationale Sicherheit der USA ausgeweitet und $5 Milliarden für Beteiligungsinvestitionen in Unternehmen bereitgestellt hat. Die Initiative soll strategisch wichtige Sektoren der US-Wirtschaft unterstützen.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.