FinChain und Plume starten RWA-Yield-Strategie mit Renditeziel von 7,2 %

FinChain und Plume starten RWA-Yield-Strategie mit Renditeziel von 7,2 %
FinChain und Plume starten RWA-Yield-Strategie mit 7,2 % Renditeziel

​FinChain hat sich mit der Blockchain-Plattform Plume zusammengeschlossen, um FLEX & FINO einzuführen – eine gehebelte Yield-Strategie auf Basis tokenisierter US-Staatsanleihen. Das Produkt soll zusätzliche Renditen erzielen, indem es Erträge aus Real-World-Assets mit Kreditaufnahme und Liquiditätsbereitstellung in der dezentralen Finanzwelt kombiniert.

Das Wichtigste

  • FinChain und Plume haben die Yield-Strategie FLEX & FINO gestartet.
  • Das Produkt zielt mit FUSD und USDC auf bis zu 7,2 % APY ab.
  • Die gehebelte Kreditaufnahme bringt zusätzliche finanzielle Risiken mit sich.

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Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens setzt FLEX & FINO auf FinChain Dollar (FUSD), einen verzinslichen Token, der durch kurzfristige US-Staatsanleihen und regulierte Geldmarktfonds gedeckt ist. Die Unternehmen geben an, dass die Strategie unter Basisannahmen eine jährliche Rendite (APY) von bis zu 7,2 % erzielen könnte. Die tatsächlichen Erträge hängen jedoch von den Marktbedingungen, den Kreditkosten und der Liquidität ab.

So funktioniert die gehebelte FUSD-Yield-Strategie

Das Produkt nutzt eine Kreditstrategie mit FUSD und USDC, einem an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin. Anleger hinterlegen FUSD als Sicherheit, beziehen weiterhin Erträge aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten und nehmen Kredite in USDC auf ihre Bestände auf. Die geliehenen Token werden anschließend in Liquiditätspools eingesetzt, um zusätzliche Erträge zu erzielen.

FinChain zufolge weist FUSD eine Mindestbesicherungsquote von 100 % auf; die Reservewerte werden von ausgewählten Verwahrstellen gehalten. Die Erträge, die den Token stützen, stammen aus diesen Reserven, während die gehebelte Strategie eine separate potenzielle Renditequelle darstellt.

FLEX & FINO sieht eine Auslastungsgrenze von 90 % vor, um das Kreditrisiko zu begrenzen. Rücknahmen werden innerhalb von T+2 abgewickelt, während Zinszahlungen in Intervallen von 14 bis 30 Tagen erfolgen. Die Unternehmen haben nicht offengelegt, wie sich die prognostizierte Rendite bei stark steigenden Kreditkosten oder sinkender Liquidität verändern würde.

Partnerschaft erweitert Einsatzmöglichkeiten tokenisierter Vermögenswerte

Die Einführung ist das erste unter der strategischen Partnerschaft zwischen FinChain und Plume angekündigte Produkt. Die Unternehmen entwickelten die Strategie im Rahmen technischer Gespräche über die Integration von Vermögenswerten, Finanzmodellierung und Risikokontrollen.

Plume stellt eine Blockchain-Infrastruktur bereit, die institutionelle Vermögenswerte über programmierbare Finanzanwendungen zugänglich machen soll. Im Rahmen der Partnerschaft wird der in FLEX & FINO gebundene Gesamtwert den Kategorien Partner Protocol und Nest Protocol zugeordnet.

FinChain hat FUSD zudem in die Kryptobörse KuCoin integriert, sodass der Token an deren RCMS-Staking-Mirror-Lösung teilnehmen kann. Damit erweitert sich das Spektrum möglicher Sicherheitenanwendungen für FUSD über die neu eingeführte Yield-Strategie hinaus.

Höhere Renditen bringen zusätzliche finanzielle Risiken mit sich

Das Produkt veranschaulicht, wie tokenisierte Staatsanleihen zunehmend als Sicherheiten für komplexere Blockchain-Finanzstrategien eingesetzt werden. Statt lediglich Erträge aus den zugrunde liegenden Wertpapieren auszuschütten, zielt FLEX & FINO darauf ab, die Rendite durch Kreditaufnahme und den Einsatz in Liquiditätspools zu steigern.

Dieser Ansatz bringt auch Risiken mit sich, die bei einer direkten Anlage in Staatsanleihen nicht bestehen. Veränderungen der Kreditzinsen, der Sicherheitenwerte oder der Wertentwicklung von Liquiditätspools sowie Sicherheitslücken in Smart Contracts könnten die Rendite schmälern oder zu Verlusten führen. Die angegebene APY von 7,2 % ist eine Prognose und keine garantierte Auszahlung.

Die Wertentwicklung der Strategie hängt davon ab, ob die zusätzlichen Erträge die Anleger für diese Risiken entschädigen. Mit ihrer Einführung kommt ein weiteres Beispiel für den Einzug traditioneller Finanzanlagen in dezentrale Märkte hinzu. Eine nachhaltige Akzeptanz setzt jedoch nachweislich zuverlässige Abwicklungen, transparente Reserven und ein wirksames Risikomanagement voraus.

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