Dezentrale Börse Bunni stoppt Kontrakte nach 2,4 Millionen Dollar-Hack

Dezentrale Börse Bunni stoppt Kontrakte nach 2,4 Millionen Dollar-Hack
Hacker missbrauchen die Liquiditätsverteilungsfunktion von Bunni, um Gelder zu stehlen

Die dezentrale Börse Bunni hat eine Sicherheitsverletzung erlitten, bei der etwa 2,4 Millionen Dollar an Stablecoins entwendet wurden.

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Laut Onchain-Daten umfassten die gestohlenen Gelder 1,33 Millionen USDC und 1,04 Millionen USDT, wobei der Angriff speziell auf die Ethereum-basierten Smart Contracts abzielte, berichtet Cointelegraph.

Als Reaktion darauf pausierte das Bunni-Team alle Vertragsfunktionen in den unterstützten Netzwerken und forderte die Nutzer auf, die restlichen Gelder abzuheben. Einer der Hauptbeteiligten, @Psaul26ix, warnte direkt auf X, dass die Nutzer "es so schnell wie möglich entfernen" sollten, und betonte die Dringlichkeit der Sicherung der Vermögenswerte. Bunni hat zwar noch keinen detaillierten Bericht veröffentlicht, aber der Angriff zeigt Schwachstellen selbst in gut etablierten DeFi-Protokollen auf. Der Hack reiht sich in einen wachsenden Trend gezielter Angriffe im Jahr 2025 ein, da die Verbreitung von DeFi zunimmt, die Sicherheit jedoch hinter der Innovation zurückbleibt.

Wie die Angreifer die Liquiditätsverteilungsfunktion von Bunni ausnutzten

Erste Analysen deuten darauf hin, dass der Angriff mit der Liquidity Distribution Function (LDF) von Bunni zusammenhängt, einer benutzerdefinierten Funktion, die auf Uniswap v4 aufbaut und die Renditen für Liquiditätsanbieter optimieren soll. Im Gegensatz zu den Standardmechanismen von Uniswap verteilt LDF die Liquidität über verschiedene Preisbereiche, um die Effizienz zu maximieren. Die Angreifer entdeckten jedoch, dass sie die Kurve manipulieren konnten, indem sie Geschäfte in bestimmten Größenordnungen tätigten und so fehlerhafte Berechnungen der Neuverteilung erzwangen. Dieses Schlupfloch gab ihnen die Möglichkeit, nach und nach Gelder aus dem Pool abzuziehen, ohne dass dies sofort entdeckt wurde.

Laut Victor Tran, dem Mitbegründer von KyberNetwork, ist die Schwachstelle auf die Empfindlichkeit des Systems gegenüber präzisen Handelseingaben zurückzuführen. Die Sicherheitslücke zeigt, wie kleine Abweichungen von bewährten Modellen wie Uniswap zu systemischen Schwachstellen führen können. Die Entwickler stehen nun unter wachsendem Druck, ein Gleichgewicht zwischen Innovation und rigorosen Stresstests neuer Mechanismen herzustellen.

Krypto-Hacks nehmen zu, da Angreifer ihre Taktiken weiterentwickeln

Der Bunni-Exploit fügt sich in ein breiteres Muster steigender Krypto-Hacks ein: Allein im August wurden bei 16 Vorfällen 163 Millionen Dollar gestohlen. Dies bedeutet einen Anstieg von 15 % gegenüber Juli, obwohl der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr immer noch 47 % beträgt. Der größte Einzelverlust im August wurde durch einen Social-Engineering-Betrug in Höhe von 91 Millionen Dollar verursacht, bei dem ein Bitcoiner von Angreifern, die sich als Support-Mitarbeiter ausgaben, ausgetrickst wurde.

Analysten haben auch eine Verlagerung hin zu zentralisierten Börsen und hochrangigen Einzelpersonen festgestellt, während DeFi-Protokolle weiterhin anfällig für Smart-Contract-Manipulationen sind. Trotz verbesserter Prüfungsstandards nutzen Hacker weiterhin übersehene Konstruktionsfehler oder komplexe Zusammensetzbarkeitsrisiken aus. Für Bunni kann der Vorfall als warnende Lektion für andere Protokolle dienen, die eine benutzerdefinierte Liquiditätslogik ohne robuste Sicherheitsüberprüfungen einsetzen.

Vor kurzem schrieben wir, dass CoinDCX, eine der größten indischen Kryptowährungsbörsen, einen 44-Millionen-Dollar-Hack bestätigte, aber den Nutzern versicherte, dass ihre Gelder sicher und nicht betroffen sind. Das Unternehmen versprach, die Verluste vollständig aus seinen eigenen Rücklagen zu decken.

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