Öl fällt, da Waffenstillstandshoffnungen den Versorgungsrisiken im Nahen Osten entgegenwirken

Öl fällt, da Waffenstillstandshoffnungen den Versorgungsrisiken im Nahen Osten entgegenwirken
Öl gibt nach, da Diplomatie die Versorgungsrisiken ausgleicht

​Die Ölpreise gaben am Dienstag leicht nach, da Händler eine mögliche Vermittlung zwischen Washington und Teheran gegen erneute militärische Angriffe und steigende Risiken für die Schifffahrt im Golf abwogen. Die Aussicht auf einen vorübergehenden Waffenstillstand begrenzte die Käufe, obwohl die Gewalt in der Nähe von zwei der weltweit wichtigsten Energierouten anhielt.

Höhepunkte

  • Brent fiel auf 88,45 $, während WTI auf 82,10 $ sank.
  • Vermittler haben einen 10-tägigen Waffenstillstand vorgeschlagen.
  • Der Schiffsverkehr in Hormus ist stark zurückgegangen.
  • Eine Drohung der Huthi birgt neue Risiken für saudische Ölexporte.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

September-Brent-Futures wurden bei 88,45 $ pro Barrel gehandelt, ein Minus von 0,86 %, während die September-Futures für U.S. West Texas Intermediate laut aktuellen Marktdaten um 0,46 % auf 82,10 $ fielen. Vermittler haben einen 10-tägigen Waffenstillstand vorgeschlagen, der darauf abzielt, ein im Juni unterzeichnetes Interimsabkommen wiederherzustellen, berichtet Reuters.

Diplomatie trifft auf anhaltende Kämpfe

Die vorgeschlagene Pause hat den Märkten etwas Hoffnung gegeben, dass der Konflikt eingedämmt werden könnte. Es bestehen jedoch weiterhin große Differenzen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, und beide Seiten setzten ihre Angriffe über Nacht fort.

Das US-Militär begann eine weitere Runde von Angriffen auf iranische Ziele, während die iranischen Revolutionsgarden amerikanische Militäranlagen in der gesamten Region angriffen. Der anhaltende Schlagabtausch hat dazu geführt, dass Händler zögern, die geopolitische Risikoprämie aus den Rohölpreisen zu entfernen.

Ein Tanker nordöstlich von Oman wurde zudem von einem unbekannten Projektil getroffen. Die Besatzung verließ das Schiff und begab sich in ein Rettungsboot, was die Sorgen um die Sicherheit von Handelsschiffen in der Nähe der Straße von Hormus weiter verschärfte.

Schifffahrt durch Hormus verlangsamt sich drastisch

Der Verkehr durch die Meerenge ist zurückgegangen, da Schiffseigner die Gefahr einer Einfahrt in den Golf neu bewerten. Am Montag überquerten nur vier Rohstoffschiffe die Passage, gegenüber sieben am Vortag.

Lloyd's List Intelligence verzeichnete in der Woche bis zum 20. Juli 53 Schiffspassagen, ein Rückgang von 66 % gegenüber 157 in der Vorwoche. Die Bewegungen von Tankern und Gasträgern fielen von 90 auf 30.

Der Druck beschränkt sich nicht mehr nur auf Hormus. Die mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen haben gedroht, eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien zu verhängen, was die Ölrouten im Roten Meer und die Meerenge Bab el-Mandeb weiteren Störungen aussetzen könnte.

Versorgungsrisiken halten den Markt in Atem

Der moderate Preisrückgang zeigt, dass Händler der Diplomatie zwar eine gewisse Bedeutung beimessen, aber weiterhin besorgt über die physische Versorgung sind. Hormus wickelt einen Großteil der Öl- und Gasexporte aus dem Golf ab, während Bab el-Mandeb zentral für saudische Lieferungen durch das Rote Meer ist.

Jeder erfolgreiche Waffenstillstand könnte die Risikoprämie verringern. Weitere Tankerangriffe oder eine erzwungene Blockade könnten den Rückgang vom Dienstag jedoch schnell umkehren und die Transport-, Versicherungs- und Energiekosten weltweit in die Höhe treiben.   

Zuvor berichteten wir, dass sich die Schifffahrt in Hormus verlangsamt, während sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ausweitet.

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