Deutsche und Schweizer Polizei beschlagnahmen Cryptomixer-Server in Zürich

Deutsche und Schweizer Polizei beschlagnahmen Cryptomixer-Server in Zürich
EU zerschlägt einen der größten europäischen Krypto-Mischdienste

Europol hat zusammen mit Strafverfolgungsbehörden aus Deutschland und der Schweiz eine der größten europäischen Plattformen für das Mischen von illegal erworbener Kryptowährung, bekannt als Cryptomixer, abgeschaltet.

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Am Montag gab Europol eine erfolgreiche gemeinsame Operation der deutschen und Schweizer Polizei bekannt, bei der drei Cryptomixer-Server in Zürich beschlagnahmt wurden. Während der Operation, die zwischen dem 24. und 28. November stattfand, beschlagnahmten die Behörden mehr als 12 Terabyte an Nutzerdaten, stellten 25 Millionen Euro (27 Millionen US-Dollar) in Bitcoin sicher und übernahmen die Kontrolle über die Domain cryptomixer.io.

Laut Europol war die als "Cryptomixer" bekannte Plattform seit 2017 als hybrider Mischdienst sowohl im offenen Internet als auch im Darknet tätig und verarbeitete in diesem Zeitraum Bitcoin im Wert von mehr als 1,3 Milliarden Euro.

Die Behörden berichten, dass der Mixer von Ransomware-Gruppen, Untergrund-Cybercrime-Foren und Darknet-Marktplatzbetreibern genutzt wurde. Seine Software kombinierte Einzahlungen über lange, zufällige Zeiträume und verteilte die Gelder dann an neue Adressen, um Transaktionsspuren zu verschleiern.

Diese Methode trug dazu bei, Erlöse aus illegalem Drogen- und Waffenhandel, Zahlungskartenbetrug und Cyberangriffen zu verschleiern und ermöglichte es Kriminellen, "gereinigte" Vermögenswerte über Börsen, Geldautomaten und Bankkonten wieder in andere Kryptowährungen oder Fiat-Geld umzuwandeln.

Verstärkte Anstrengungen gegen illegale Kryptowährungsströme

Die Operation stellt eine der größten Aktionen im Rahmen der laufenden Bemühungen der EU dar, Dienste zu zerschlagen, die kriminelle Finanzströme verbergen. Europol koordinierte den Austausch von Informationen durch seine Joint Cybercrime Action Taskforce und stellte forensische Experten zur Unterstützung der Razzien zur Verfügung.

Nach Angaben von Cryptonews.com hat die Agentur in den letzten Jahren an mehreren größeren Anti-Mixing-Operationen teilgenommen, darunter die Schließung von ChipMixer im März 2023, dem damals größten Dienst seiner Art.

Die Abschaltung erfolgt vor dem Hintergrund der Verschärfung des EU-Rahmens zur Bekämpfung der Geldwäsche im Vorfeld wichtiger gesetzlicher Fristen. Nach den neuen AML-Regeln im Zusammenhang mit MiCA sind Krypto-Mixing-Dienste in der gesamten EU verboten, und datenschutzfreundliche Coins wie Monero und Zcash sollen bis 2027 verboten werden.

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