US-Dollar gegenüber Yen gibt nach, da die Bank of Japan signalisiert, dass das Inflationsziel erreicht ist, und ihre Geldpolitik unverändert lässt
Der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen (USD/JPY) gab leicht nach, nachdem die Bank of Japan signalisiert hatte, dass die Inflation ihr Ziel von 2 % erreicht hat, und ihre Geldpolitik unverändert ließ. Dies stärkte den Yen kurzfristig. Der Rückgang des Währungspaars unter seine gleitenden 20- und 200-Tage-Durchschnitte stützt diese Entwicklung und verdeutlicht den anhaltenden Abwärtsdruck trotz einer gewissen mittelfristigen Unterstützung.
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Das Wichtigste
- Die Bank of Japan ließ die Zinsen unverändert und signalisierte, dass die Inflation ihr Ziel von 2 % erreicht hat. Dies deutet auf eine mögliche Zinserhöhung im Dezember hin.
- Die Schwankungen von USD/JPY wurden von schwächeren US-Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben beeinflusst, die robusten BIP-Zahlen gegenüberstanden, sowie von einer veränderten globalen Stimmung am Rentenmarkt.
- USD/JPY notiert unter wichtigen längerfristigen gleitenden Durchschnitten und weist durchwachsene Momentum-Signale auf. In den kommenden Sitzungen dürfte sich das Währungspaar in einer Spanne von ¥156,44 bis ¥158,1 bewegen.
Zinserhöhungsspekulationen nehmen zu, nachdem die BOJ das Erreichen des 2-%-Ziels signalisiert
Die jüngste Entwicklung des Währungspaars US-Dollar gegenüber Yen wurde von geldpolitischen Ankündigungen aus den USA und Japan beeinflusst. Die Bank of Japan ließ ihren Leitzins unverändert und deutete an, dass die Inflation ihr Ziel von 2 % erreicht habe. Damit stieg die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Zinserhöhung im Dezember. Auch durchwachsene US-Konjunkturdaten, bei denen schwächere Zahlen zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben robusten BIP-Werten gegenüberstanden, sowie Veränderungen der globalen Stimmung am Rentenmarkt wurden als Einflussfaktoren auf die Wechselkursbewegungen genannt.
Durchwachsene Momentum-Signale, während der Kurs unter wichtige Durchschnitte fällt
USD/JPY notiert bei ¥157,27 und damit inzwischen unter seinem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt (¥157,86) und 200-Tage-Durchschnitt (¥159,15), aber weiterhin knapp über dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt (¥157,05). Diese Konstellation deutet auf kurzfristigen und langfristigen Verkaufsdruck hin, während die mittelfristige Unterstützung Bestand hat. Die kurzfristige Spanne wird durch den Widerstand bei ¥157,53 (Ichimoku-Kijun-Linie) und die Unterstützung bei ¥157,05 begrenzt. Die Momentum-Signale sind durchwachsen: Die Moving Average Convergence Divergence (MACD) und der Relative Strength Index (RSI) deuten auf eine Kaufneigung hin, während der Average Directional Index (ADX) und der Commodity Channel Index (CCI) neutral sind. Der Stochastic RSI ist überkauft, und der Bull/Bear Power (BBP) zeigt, dass Käufer das Intraday-Momentum trotz des überkauften Signals dominieren. Das Währungspaar eröffnete nahezu unverändert, gab im Tagesverlauf um ¥0,71 bzw. 0,45 % nach und notiert nahe dem Tagestief. Die Intraday-Volatilität liegt bei 0,64 %. Die heutige Entwicklung deutet auf leichten Druck nach der Eröffnung hin; zugleich zeigen die Momentum-Signale eine Divergenz: Der Kurs gibt nach, während einige Indikatoren positiv bleiben.
Zuvor hatten Analysten darauf hingewiesen, dass USD/JPY eine bärische technische Struktur aufwies, wobei die Verkäufer das Momentum bestimmten, während die Bank of Japan angesichts der anhaltenden Inflation an ihrer vorsichtigen geldpolitischen Haltung festhielt. Die aktuelle Konstellation zeichnet ein differenzierteres Bild: Die Momentum-Signale sind durchwachsen, und eine Seitwärtsbewegung innerhalb der Spanne von ¥156,44 bis ¥158,1 ist möglich. Ein Durchbruch der Unterstützung bei ¥157,05 oder des Widerstands bei ¥157,53 dürfte in den kommenden Tagen wichtige Hinweise auf die weitere Richtung liefern.
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