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LeBron James dominiert den Basketball seit mehr als zwei Jahrzehnten, doch mit 41 Jahren nähert sich selbst seine außergewöhnliche NBA-Karriere ihrem Ende. Sein jüngster Schritt führt ihn durch eine neue Partnerschaft mit dem Prediction-Market-Anbieter Polymarket in eine völlig andere Arena. Doch wohin könnte sein neuer Deal mit Polymarket „The King“ führen?
Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.
Im Video, das seine jüngste Partnerschaft ankündigt, betritt James einen Aufzug im fiktiven Hauptsitz von Polymarket. Die Tasten bieten nahezu jeden vorstellbaren Markt – von Politik und Krypto bis hin zu Technologie und Sport. James entscheidet sich zumindest vorerst für den Sport.
„Willkommen im Polymarket-Hauptquartier. Demnächst verfügbar“, schrieb er am 5. September auf X. Die Partnerschaft folgt auf seine ausgelaufene Vereinbarung mit dem Sportwettenanbieter DraftKings und verlagert seine geschäftlichen Verbindungen von Sportwetten hin zum rasant wachsenden Prediction-Market-Geschäft. James' Polymarket-Kampagne wird sich voraussichtlich auf Football konzentrieren.
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James verbrachte einen großen Teil des Sommers damit zu entscheiden, ob er weiterspielen und wohin ihn das letzte Kapitel seiner NBA -Karriere führen sollte. Prediction Markets machten diese Ungewissheit zu einem großen Trading-Ereignis: Mehr als 245 Millionen US-Dollar wurden darauf gehandelt, wo er als Nächstes spielen würde.
Philadelphia war kaum der Favorit, bevor James schließlich zu den 76ers wechselte. Doch das Ergebnis ist weniger bemerkenswert als das Ausmaß des Interesses, das es umgab. James war praktisch selbst zu einem Markt geworden, bevor er sich bereit erklärte, für einen solchen zu werben.
Polymarket ist nicht James' erste Begegnung mit der Kryptoindustrie. 2022 gaben er und die LeBron James Family Foundation eine mehrjährige Partnerschaft mit Crypto.com bekannt, die darauf abzielte, Schülern und Familien aus seinem I PROMISE-Programm Web3- und Blockchain-Bildung zu vermitteln.
„Die Blockchain-Technologie revolutioniert unsere Wirtschaft, den Sport und die Unterhaltungsbranche, die Kunstwelt und die Art und Weise, wie wir miteinander interagieren“, sagte James damals. Crypto.com veröffentlichte außerdem eine mit einem Super-Bowl-Werbespot mit James verbundene NFT-Kollektion. Die Tantiemen aus den Zweitverkäufen flossen an seine Stiftung.
James' Geschäftskarriere begann lange bevor jemand ernsthaft über seinen Ruhestand sprach. In mehr als zwei Jahrzehnten in der NBA hat er ein umfangreiches Portfolio aus Werbeverträgen, Investments und Unternehmen aufgebaut – rund um einen Namen, der weit über den Basketball hinaus wertvoll geworden ist.
Seine Interessen gehen weit über konventionelle Sponsoringverträge hinaus. James war Mitgründer des Unterhaltungsunternehmens SpringHill, das Filme, Fernsehsendungen und andere Medienprojekte produziert hat, und wurde 2021 Partner der Fenway Sports Group, zu deren Beteiligungen die Boston Red Sox und Liverpool FC gehören. Seine Beziehung zu Nike besteht unterdessen seit Beginn seiner NBA-Karriere.
Laut Forbes wurde James 2022 zum ersten aktiven Milliardär der NBA, nachdem er über Jahre hinweg neben seinen NBA-Einnahmen durch Unternehmen und Investments Vermögen aufgebaut hatte. Seine jüngste Entscheidung im Basketball macht diese Auszeichnung besonders sichtbar.
Nachdem er in seiner letzten Saison bei den Lakers fast 53 Millionen US-Dollar verdient hatte, wechselte James mit einem Zweijahresvertrag über 8 Millionen US-Dollar nach Philadelphia. „Ich mache das nicht wegen des Geldes“, sagte er nach dem Wechsel und stellte klar, dass eine weitere Chance auf den Meistertitel wichtiger war als die Maximierung seines letzten NBA-Gehalts.
James' Ankündigung der Polymarket-Partnerschaft stieß bei einigen Fans auf Kritik. Sie fragten sich, warum er eine Plattform bewerben würde, die eng mit Sport-Spekulationen verbunden ist. Eine weit verbreitete Reaktion auf die Ankündigung forderte ihn schlicht auf: „Mach das nicht, Bron.“
Die Beziehung ist besonders sensibel, weil James weiterhin aktiver NBA-Spieler ist, während Prediction Markets Verträge zu Athleten, Teams und Sportereignissen anbieten können. Die NBA verbietet Spielern zwar nicht ausdrücklich, für Prediction-Market-Unternehmen zu werben, doch Spieler dürfen keine Verträge bewerben, die an NBA-Spiele gekoppelt sind.
Für die meisten Profisportler bedeutet der Ruhestand, dass sie die Einnahmen verlieren, die durch die Fähigkeit generiert wurden, die sie berühmt gemacht hat. James befindet sich in einer völlig anderen Position. Der Basketball hat die Zielgruppe, den Ruf und die kommerzielle Stärke hinter seinem Namen geschaffen – doch diese Vermögenswerte können noch lange nach seinem letzten Spiel Geld einbringen.
Polymarket dürfte nicht das letzte Unternehmen sein, das sich für diese Werte interessiert. Die aufschlussreichere Frage könnte sein, womit James als Nächstes seinen Namen verbindet. Denn während sich seine aktive Karriere ihrem Ende nähert, ist seine Einkommenskarriere eindeutig noch nicht vorbei.