Sparkasse Gelsenkirchen verlangt nach Schließfach-Einbruch über 7 Prozent Zinsen für Überbrückungskredit
Im Nachgang des groß angelegten Schließfach-Einbruchs Ende Dezember in Gelsenkirchen sorgt nun ein Kreditangebot der Sparkasse für zusätzlichen Ärger. In einer schriftlichen Stellungnahme weist das Institut Vorwürfe zurück, eine betroffene Kundin in eine finanzielle Notlage gedrängt zu haben, während eine Kundin von mehr als sieben Prozent Zinsen für einen Überbrückungskredit berichtet, wie Bild berichtet.
Höhepunkte
- Sparkasse Gelsenkirchen bot Astrid Kaiser nach dem Schließfach-Einbruch einen Überbrückungskredit mit mehr als sieben Prozent Zinsen für einen fünfstelligen Betrag an.
- Die Sparkasse verweist auf die Versicherungssumme von bis zu 10.300 Euro pro Schließfach und sieht keine generellen finanziellen Schwierigkeiten bei Kundschaft nach dem Diebstahl.
- Beim Einbruch Ende Dezember wurden über 3000 Schließfächer aufgebrochen und Wertgegenstände gestohlen, der Schaden wird auf zwei- bis dreistellige Millionenhöhe geschätzt und es laufen bereits Klagen gegen die Sparkasse.
Kreditkonditionen nach dem Diebstahl
Die 57-jährige Astrid Kaiser sagt, sie habe nach dem Verlust von Goldbarren und Münzen aus ihrem Schließfach kurzfristig einen fünfstelligen Betrag benötigt. Hintergrund sei eine bereits gebuchte Kreuzfahrt, zu der sie ihre Familie eingeladen habe und deren Zahlung nach ihrer Rückkehr anstand. Für die Zwischenzeit wollte sie nach eigenen Angaben einen Überbrückungskredit aufnehmen, bis eine Auszahlung über die Versicherung erfolgt. Die Sparkasse Gelsenkirchen habe ihr dafür ein Darlehen mit einem Zinssatz von mehr als sieben Prozent angeboten, das sie nach eigener Darstellung aus der Not heraus annahm. Kaiser erklärt, sie hätte angesichts der zugesagten Unterstützung ein zinsfreies Darlehen erwartet und fühle sich dadurch zusätzlich belastet.Stellungnahme der Sparkasse und Versicherungsrahmen
Die Sparkasse weist die Vorwürfe zurück und betont in einer schriftlichen Stellungnahme, die Beraterinnen und Berater hätten „stets ein offenes Ohr“ für die Probleme der Kundschaft. Zudem erklärt das Institut, es sei „kein Fall bekannt“, in dem Betroffene wegen des Diebstahls in akute finanzielle Schwierigkeiten geraten seien. Zu einzelnen Kundenverträgen könne man wegen Bankgeheimnis und Datenschutz keine Angaben machen. In dem Fall verweist Kaiser darauf, dass Schließfächer der Sparkasse jeweils bis zu 10.300 Euro versichert seien und sie den Kredit zurückzahlen könne, sobald ihr zustehende Leistungen überwiesen würden. Der Konflikt dreht sich damit auch um die Frage, wie Banken betroffene Kundinnen und Kunden in der Zeit bis zur Regulierung finanziell begleiten.Ermittlungen, Schadenshöhe und rechtliche Folgen
Der Einbruch Ende Dezember gilt als außergewöhnlich, Unbekannte bohrten laut Bericht ein Loch durch eine dicke Betonwand und brachen mehr als 3000 Schließfächer auf. Die Täter flohen mit Gold, Bargeld und weiteren Wertsachen, die Schadenssumme wird als möglicherweise zwei- oder sogar dreistellig in Millionenhöhe beschrieben. Gegen die Sparkasse laufen bereits Klagen, dabei geht es unter anderem um den Vorwurf unzureichender Sicherheitsvorkehrungen. Astrid Kaiser hat sich nach eigenen Angaben den Klagen angeschlossen. Sie begründet dies mit der Aussage, man habe „nichts mehr zu verlieren“, da bereits alles verloren sei.Wir hatten zuvor über die technische Lage der Deutsche-Bank-Aktie berichtet, die unter den kurzfristigen gleitenden Durchschnitten notierte und damit auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeutete. In unserer Analyse standen dabei zentrale Kursmarken wie der Widerstand um 31,74 € und die langfristige Unterstützung bei 29,41 € sowie gemischte Momentum-Signale im Fokus.
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